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Unterhaltung

Bob Dylan besucht Papst Leo XIV. im Vatikan

Musiker Bob Dylan hat am Mittwoch den Vatikan besucht und eine Privataudienz bei Papst Leo XIV. im Apostolischen Palast abgehalten. Das Treffen der beiden US-Amerikaner fand im Rahmen der Konzerttournee des Künstlers statt und bot Gelegenheit für einen kurzen Meinungsaustausch sowie das Überreichen von Gastgeschenken.

Treffen im Apostolischen Palast und Geschenkaustausch

Der 85-jährige Liedermacher, der mit bürgerlichem Namen Robert Allen Zimmerman heißt, erschien zu der Audienz in kompletter Aufmachung in Schwarz, bestehend aus einer Kappe, einer Kapuze und Lederhandschuhen, während er einen Schirm bei sich trug. Begleitet wurde der Musiker auf seinem Weg zum Pontifex unter anderem von Andrea Monda, dem Chefredakteur der Vatikanzeitung L’Osservatore Romano, sowie Pater Antonio Spadaro, dem Untersekretär des Dikasteriums für Kultur und Bildung. Vatikan News und L’Osservatore Romano berichteten am Mittwochabend über die Zusammenkunft. Der 71-jährige Papst und der aus Minnesota stammende Künstler führten nach Angaben der beteiligten Medien ein kurzes Gespräch mit Begrüßungsworten und heiterem Austausch.

Der zuständige Jesuitenpater beschrieb die Atmosphäre der Visite in den sozialen Medien mit den Worten: Not without the emotion of living an encounter that has the scent of history and the feeling that, at every step in the Apostolic Palace, anything could have happened, wie Antonio Spadaro aufzeichnete. Bei der Begegnung überreichte das katholische Kirchenoberhaupt dem Literaturnobelpreisträger einen Rosenkranz. Dylan revanchierte sich seinerseits mit einem Exemplar seiner im Oktober 2004 veröffentlichten Autobiografie Chronicles: Volume One.

Vorbereitende Berührungspunkte und Friedenszitate

Die Begegnung im Vatikan knüpfte inhaltlich an eine Veröffentlichung des Verlags Libreria Editrice Vaticana an. Der Papst nutzte die aus dem Jahr 1963 stammenden Verse im Rahmen eines Aufrufs gegen globale Aufrüstung und nukleare Bedrohungen. Aus diesem unveröffentlicht zirkulierenden Manuskript, das bis zu seiner Wiederauffindung im Jahr 2013 ungedruckt blieb, entnahm der Pontifex die Zeile: I hate you cause yer man made and man owned an‘ man handled, wie die Agentur Efe und Berichte darlegen. Das Gedicht war zu Zeiten des Kalten Krieges entstanden und fand sich nie auf einem offiziellen Album.

Bob Dylan besucht Papst Leo XIV. im Vatikan
Foto: yahoo.com

Historische Papstbegegnungen im Rückblick

Für den aus einer jüdischen Familie im Bundesstaat Minnesota stammenden Songwriter stellt der Gang in den Vatikan nicht die erste Begegnung mit einem Oberhaupt der katholischen Kirche dar. Bereits im Jahr 1997 trat Dylan im italienischen Bologna während des Nationalen Eucharistischen Kongresses in Anwesenheit von Papst Johannes Paul II. auf. In den achtziger Jahren durchlief Dylan zudem eine Phase starker Hinwendung zum Christentum, die sich in Alben wie Slow Train Coming, Saved und Short of Love äußerte.

Europatournee und kommende Konzerte in Italien

Die Visite im Apostolischen Palast gliedert sich in den aktuellen Tourneeplan des Musikers ein, der für seine Konzertreihe Rough and Rowdy Ways durch Europa reist und dabei Stücke aus seinem gleichnamigen Album sowie Klassiker wie It Ain’t Me, Babe, Tangled Up in Blue und I Shall Be Released darbietet. Nach Auftritten in Mailand steht für den Donnerstag ein Konzert im Palazzo dello Sport in Rom auf dem Plan, gefolgt von einem Termin in Bologna am 7. November, ehe die Konzertreise nach Stationen in Slowenien im Dezember mit einer fünfstägigen Konzertreihe im Londoner Royal Festival Hall fortgesetzt und abgeschlossen wird.

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Sophie Krueger

Über den Autor

Sophie Krueger leitet das Unterhaltungsressort von Germanic Nachrichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf Film, Streaming, Popkultur und prominenten Entwicklungen mit redaktioneller Einordnung und sauberer Quellenlage.

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