Bluthochdruck gilt als Hauptursache für Schlaganfälle, wie Michael Hirschl, der ärztliche Leiter des Landesklinikums Zwettl, bei einem Vortrag im Café Hofer in Gutenbrunn darlegte. Nach Angaben des Mediziners soll ein durchschnittlicher Normalwert unter 135 und unter 85 liegen. Die Veranstaltung bot Einblicke in die Verbreitung und die Risikofaktoren der Erkrankung in der Bevölkerung.
Verbreitung und Risikofaktoren in der Bevölkerung
Von den erhöhten Werten in der Bevölkerung wissen laut Hirschl nur rund 50 Prozent der Betroffenen. Dank wirksamer Medikamente verfügen wiederum etwa 50 Prozent dieser bekannten Fälle über einen gut eingestellten Blutdruck. Als mögliche Ursachen kommen zahlreiche Faktoren in Betracht, wobei der Lebensstil eine zentrale Rolle einnimmt. Neben Vererbung spielen Bewegungsmangel, eine Ernährung mit viel Natrium und wenig Kalium, Rauchen einschließlich Vaping und Nikotinbeuteln, Alkoholkonsum sowie körperliche Inaktivität eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck.
Gesundheitliche Folgen und Prävention
Dem Centers for Disease Control and Prevention zufolge verändert sich der Blutdruck im Laufe des Tages je nach Aktivität. Fachleute nutzen Richtlinien des American College of Cardiology und der American Heart Association zur Diagnose, wobei erhöhte Werte zwischen 120 und 129 bei weniger als 80 liegen, Stufe-1-Hypertonie bei 130–139 oder 80–89, Stufe-2-Hypertonie bei 140 oder höher beziehungsweise 90 oder höher sowie schwere Hypertonie bei Werten über 180 und/oder über 120.
Die Initiative arbeitet mit nationalen und gemeinnützigen Partnern zusammen, darunter dem NIH National Institute on Aging (NIA), The Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Million Hearts und The Heart Truth, um die Verbindung zwischen Blutdruck, Schlaganfall und kognitivem Verfall aufzuzeigen und die Hirngesundheit zu unterstützen.
Personen, die vermuten, unter Bluthochdruck zu leiden oder deren Werte unkontrolliert sind, sollten sich umgehend an ihr Behandlungsteam wenden, um durch Maßnahmen zum Senken des Blutdrucks Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
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