Eine Sonderausstellung im Bezirksmuseum Mödling zeichnet das Leben des Entertainers Peter Alexander nach. Die von Günter Huber gestaltete Schau erinnert anlässlich des 100. Geburtstags des Künstlers an dessen Film- und Musikkarriere sowie an den privaten Menschen hinter der Kamera.
Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer, wie der Entertainer mit bürgerlichem Namen hieß, prägte über Jahrzehnte die Unterhaltungsbranche im deutschsprachigen Raum. Nun widmet ihm das Bezirksmuseum in Mödling eine Sonderausstellung, die den Weg des Künstlers von den Anfängen in der Kindheit bis zu den letzten Fernsehauftritten nachzeichnet, laut Berichten von Orf.
Einblicke hinter die Kulissen im Bezirksmuseum Mödling
Verantwortlich für die Konzeption der Schau ist Günter Huber. Er arbeitete in den 1990er-Jahren als Redakteur für die Peter-Alexander-Show, eine Sendung, die dem Entertainer zahlreiche Ehrungen einbrachte. Dazu zählten unter anderem sechs Bambis als beliebtester Showmaster und vier Goldene Kameras.
Die Ausstellung zeigt diverse Erinnerungsstücke aus Medienpräsenz. Darunter befindet sich auch das Originalkostüm, das der Künstler bei seiner bekannten Parodie auf Queen Elizabeth II. trug. Insgesamt stand Alexander in mehr als 40 erfolgreichen Filmen vor der Kamera.
Er war bescheiden und auch ein bisschen schüchtern, wenn keiner da war. Und sobald es losging, war er Peter Alexander.
Günter Huber, Kurator und ehemaliger Redakteur
Laut Huber unterschied sich der private Mensch deutlich von der bekannten Bühnenfigur. Vor seinen Auftritten sei der Entertainer nervös gewesen. Nach dem Ende der Sendungen habe er den charmanten Strahlemann sofort abgelegt und die Spannung komplett verloren.
Die Ehefrau als Managerin und das Karriereende auf dem Zenit
Hinter den Kulissen spielte seine Ehefrau Hilde eine zentrale Rolle. Sie fungierte als strenge Managerin und bildete mit ihm ein eingespieltes Team. Bei geschäftlichen Verhandlungen habe sie die harte Position eingenommen, während er den freundlichen Part übernahm, so Huber. Nach jahrzehntelangem Zusammenleben verbrachten die beiden auch bei internen Feiern viel Zeit Hand in Hand.
1995 moderierte Peter Alexander seine letzte große Show und zog sich anschließend aus der Öffentlichkeit zurück. Laut Kurator Huber handelte es sich dabei um einen bewussten Abschied. Anders als viele andere Künstler verzichtete er auf ständige Comebacks und genoss stattdessen seinen Ruhestand.
Anlässlich seines 80. Auf seinen damaligen Nummer-eins-Erfolg angesprochen, reagierte er humorvoll und nahm sich selbst auf die Schaufel, da es schließlich so viel gute Musik gebe.
Peter Alexander starb im Jahr 2011 im Alter von 84 Jahren in Wien. Im Juni hätte er 100 Jahre alt geworden.