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Welt

Berühmter Internet-Hund Chutou in China entführt und gegessen

In der chinesischen Provinz Henan wurde der achtjährige Border Collie Chutou, ein bekannter Internetstar mit über 1,5 Millionen Followern, entführt und getötet. Die Diebe verkauften das Tier für lediglich 180 Yuan an ein Restaurant, wo es zubereitet und verzehrt wurde, was landesweit Entsetzen auslöste.

Der Diebstahl auf dem Bauernhof in Henan

Der Diebstahl auf dem Bauernhof in Henan
cluster (priority): azlyrics.com
Chutou war an der Seite seines Besitzers, des Reise-Influencers Guo, zu großem Ruhm gekommen. Auf der [Plattform Douyin](https://www.bluewin.ch/de/news/international/beliebter-internet-hund-chotou-wurde-entfuehrt-und-gegessen-3265774.html) hatte der Hund eine Fangemeinde von über 1,5 Millionen Menschen aufgebaut, die seine Abenteuer in der Wüste und im tiefen Schnee verfolgten. Während Guo eine Solo-Reise in Georgien absolvierte, war der Hund auf dem elterlichen Hof in der Provinz Henan untergebracht. Die Tragödie begann mit einem plötzlichen Verschwinden des Tieres. Laut Berichten von [blue News](https://www.bluewin.ch/de/news/international/beliebter-internet-hund-chotou-wurde-entfuehrt-und-gegessen-3265774.html) lieferten Überwachungskameras die entscheidenden Beweise: Zwei Unbekannte hatten den Border Collie auf einem Elektroroller vom Hof abtransportiert.

Ein gescheiterter Rettungsversuch und die bittere Wahrheit

Als China ein sechsjähriges Kind entführte, das nie wieder auftauchte
Guo, der den Hund im Jahr 2018 als Welpen für rund 2.000 Yuan von einem Straßenhändler gerettet hatte, brach seine Auslandsreise sofort ab, um nach seinem Begleiter zu suchen. Ende Mai fand er einen mutmaßlichen Entführer ausfindig und versuchte, das Tier durch das Angebot eines Lösegelds von 10.000 Yuan zurückzuerhalten. Die Bemühungen des Besitzers kamen jedoch zu spät. Wie das [chinesische Newsportal South China Morning Post](https://www.bluewin.ch/de/news/international/beliebter-internet-hund-chotou-wurde-entfuehrt-und-gegessen-3265774.html) meldete, war Chutou zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Die Diebe hatten den Hund für eine Summe von gerade einmal 180 Yuan an ein Restaurant verkauft. Dort wurde das Tier geschlachtet, zubereitet und den Gästen serviert. Selbst der Versuch, zumindest die Überreste oder das Fell des Hundes zu sichern, scheiterte, da diese bereits im Müll entsorgt worden waren.

Die Auswirkungen auf die Tierschutzdebatte in China

Der brutale Fall hat eine landesweite Diskussion über den Schutz von Haustieren entfacht. Die extreme Diskrepanz zwischen dem emotionalen Wert, den Millionen von Followern dem Hund beimessen, und dem lächerlich geringen Verkaufspreis von 180 Yuan verdeutlicht die Kaltblütigkeit der Täter. In den sozialen Medien wächst der Druck auf die Behörden, die Sicherheitslücken in ländlichen Regionen zu schließen. Dass ein so prominentes Tier trotz seiner digitalen Reichweite so leicht Opfer eines Verbrechens werden konnte, wirft Fragen über die Wirksamkeit bestehender Tierschutzgesetze und die Durchsetzung von Eigentumsrechten an Haustieren auf.
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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