Die Investmentholding Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal 2026 eigene Aktien im Wert von rund 9,6 Milliarden US-Dollar zurückgekauft und damit ein neues Allzeithoch bei den Rückkäufen aufgestellt. Gleichzeitig sank das operative Ergebnis des von Greg Abel geführten Konzerns um 5,8 Prozent beziehungsweise 6 Prozent auf 12,7 Milliarden US-Dollar, belastet vor allem durch eine schwächere Versicherungssparte.
Im dritten Quartal 2026 beschleunigte Berkshire Hathaway den Erwerb eigener Papiere massiv. Das Volumen von rund 9,6 Milliarden US-Dollar übertraf die vorangegangenen Quartale des laufenden Jahres deutlich und markiert den höchsten Quartalsbetrag in der Geschichte des Unternehmens, wie aus Pflichtmitteilungen vom November 2026 hervorgeht. Im zweiten Quartal hatte der Konzern eigene Anteile für 4,5 Milliarden US-Dollar erworben, im ersten Quartal waren es 234 Millionen US-Dollar gewesen. Das im dritten Quartal 2026 bekannt gewordene Programm im Umfang von 9,6 Milliarden US-Dollar gilt damit als fortgesetzt.
Versicherungsgeschäft drückt den operativen Gewinn
Die operative Leistungsfähigkeit des Mischkonzerns litt im abgelaufenen Jahresviertel unter anhaltendem Gegenwind im zentralen Versicherungsgeschäft. Der operative Gewinn sank von 13,48 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 12,7 Milliarden US-Dollar, wie unter anderem von Yahoo Finanzen Deutschland gemeldet wurde. Hauptgrund war ein Einbruch des versicherungstechnischen Gewinns um 26 Prozent in der Versicherungssparte. Der Gewinn je B-Aktie lag bei 10,33 US-Dollar nach 14,28 US-Dollar im Vorjahr, während Analysten zuvor mit 5,78 US-Dollar gerechnet hatten.

Kurswechsel unter Greg Abel und Rekordliquidität
Die jüngsten Transaktionen markieren ein neues Kapitel in der Ära nach Warren Buffett. Unter Abel zeigt sich eine größere Bereitschaft, die massiven Barreserven des Unternehmens aktiv einzusetzen und von der bisherigen Zurückhaltung bei Zukäufen abzuweichen. Neben den Aktienrückkäufen investierte Berkshire in den vergangenen Monaten unter anderem in den Hausbauer Taylor Morrison für 6,8 Milliarden US-Dollar, kaufte Alphabet-Aktien in diesem Jahr für Milliarden Dollar zur Unterstützung von deren Expansion bei Künstlicher Intelligenz, stockte die Beteiligung am italienischen Softwareunternehmen Bending Spoons um 330 Millionen Dollar auf 930 Millionen Dollar beziehungsweise vier Prozent auf, kaufte Sirius-XM-Aktien für 26,9 Millionen Dollar und veräußerte DaVita-Papiere für 69,03 Millionen Dollar.
Trotz der Milliardeninvestitionen und der Rekordrückkäufe beliefen sich die liquiden Mittel des Konzerns Ende September 2026 auf 356,9 Milliarden Dollar nach 380,2 Milliarden Dollar Ende März, was einem Rückgang der Barmittel um 23,3 Milliarden Dollar entspricht. Zum Ende des dritten Quartals hielt der Konzern 40,70 Milliarden US-Dollar in Barmitteln und 336,7 Milliarden US-Dollar in kurzlaufenden US-Staatsanleihen, womit sich die Gesamtsumme der liquiden Mittel auf 377,44 Milliarden US-Dollar belief. Die an der New Yorker Börse (NYSE) notierte B-Aktie von Berkshire Hathaway, die insgesamt mit 1,1 Billionen Dollar bewertet wird, beendete den Handel am Freitag bei 570,89 US-Dollar.

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