Zum Inhalt springen
Unternehmen

Berkshire Hathaway investiert 330 Millionen in Bending Spoons

Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat ihre Beteiligung an dem Software- und Digitalunternehmen Bending Spoons am 14. Oktober 2026 durch eine Privatplatzierung im Wert von 330 Millionen US-Dollar auf vier Prozent ausgebaut. Die Transaktion umfasst die Ausgabe von zehn Millionen neuen Stammaktien zu je 33 Dollar und folgt auf eine frühere Investition beim Börsengang im Juli.

Der von Warren Buffett gegründete und von Konzernchef Greg Abel geleitete US-Konzern hat seine Position bei dem auf die Übernahme digitaler Plattformen spezialisierten Technologiekonzern weiter vergrößert. Die im Rahmen einer Privatplatzierung vereinbarte Kapitalspritze beläuft sich auf 330 Millionen US-Dollar. Dies geht aus Mitteilungen vom 15. Oktober hervor, die das Engagement des Investors aus Omaha bei dem in Mailand ansässigen Unternehmen untermauern. Mit diesem Schritt wächst das direkt zugesagte Kapital des Konglomerats auf knapp eine Milliarde US-Dollar an.

Bereits im Juli 2026 hatte Berkshire Hathaway im Zuge des Börsengangs des Unternehmens an der Nasdaq 600 Millionen US-Dollar investiert. Mit der neuen Transaktion erhöht sich der direkte Kapitaleinsatz des US-Konglomerats auf rund 930 Millionen US-Dollar. Die Gesamtbeteiligung an dem italienischen Softwarekonzern wächst dadurch auf vier Prozent, womit Berkshire laut LSEG-Daten zu den sechs größten Anteilseignern des Unternehmens aufsteigt.

Bending Spoons skyrockets as Berkshire Hathaway makes $330M investment

Details zur Privatplatzierung und Preisgestaltung

Laut Marktanalysen entsprach dieser Ausgabepreis einem Abschlag von rund 13 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag, der bei 37,86 US-Dollar gelegen hatte. Wie Beobachter errechneten, lag der vereinbarte Einstiegspreis deutlich unter dem Kursniveau, das sich unmittelbar nach Bekanntgabe der Nachricht an den Börsen einstellte.

Die Aktie des Softwarekonzerns reagierte mit kräftigen Kursgewinnen auf die Ankündigung und schloss bei 53,46 US-Dollar, was einem Anstieg von 41,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Schluss entspricht. Der Abschluss der Vereinbarung unterliegt den üblichen Vollzugsbedingungen und wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Bending Spoons soars on Wall Street: Buffett’s Berkshire Hathaway invests $330 million

Strategische Ausrichtung und Übernahmepläne

Zum Portfolio des Unternehmens gehören neben Evernote und WeTransfer auch AOL, Vimeo, Eventbrite und Airtable. Im September 2026 gab das Unternehmen zudem eine Vereinbarung zur Übernahme von Miro bekannt, einer Plattform für visuelle Zusammenarbeit und künstliche Intelligenz mit über 100 Millionen Nutzern, zu einem Unternehmenswert von 1,355 Milliarden US-Dollar und einem Eigenkapitalwert von 1,79 Milliarden US-Dollar.

Das Management betonte, dass die frischen Mittel die finanzielle Flexibilität des Konzerns stärken und die Umsetzung der langfristigen Wachstumsstrategie unterstützen werden. Luca Ferrari, Mitgründer und CEO des Unternehmens, kommentierte das Engagement im Rahmen einer Live-Sendung, während Francesco Patarnello die anhaltend starke Auftragspipeline für Fusionen und Übernahmen hervorhob.

Berkshire Hathaway investiert 330 Millionen in Bending Spoons
Foto: Yahoo Finance

Francesco Patarnello erklärte gegenüber Reuters: „Bending Spoons prüft ständig M&A-Möglichkeiten, und unsere Pipeline ist nach wie vor stark. Wir sind davon überzeugt, dass die Investition von Berkshire Hathaway das Vertrauen in unser Team und unsere Plattform widerspiegelt und unsere finanzielle Flexibilität sowie unsere Fähigkeit, im Rahmen unserer breiteren Finanzierungsstrategie attraktive Akquisitionen zu tätigen, weiter stärken wird.

Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, durch gezielte Reorganisation und datengetriebene Modernisierung die Rentabilität der übernommenen Einheiten nachhaltig zu steigern.

Bending Spoons Stock Soars on Berkshire’s Increased Stake

Einordnung im Portfolio von Berkshire Hathaway

Seit der Übernahme der Führung durch Greg Abel im Januar hat das Unternehmen seine Engagements im Technologiesektor spürbar ausgeweitet. Neben erheblichen Investitionen in Alphabet gehören Technologiewerte und Softwareanbieter zu den wachsenden Bestandteilen des Portfolios, in dem Technologie mittlerweile etwa 33 Prozent der Aktienbestände ausmacht.

Während der Aktienkurs nach der Bekanntgabe stark anzog, ist noch unklar, wie sich die Integration der jüngsten Übernahmen auf die langfristige Ertragslage auswirken wird.

Bloomberg Money Minute: Chip Stocks Slide on Rate Fears; Berkshire Backs Bending Spoons
Teilen Facebook X WhatsApp E-Mail
David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.