Arsenal FC ist am Dienstag, den 19. Mai 2026, englischer Meister geworden und beendete damit eine 22-jährige Durststrecke in der Premier League. Ausgelöst wurde der Titelgewinn durch ein 1:1-Unentschieden von Manchester City gegen AFC Bournemouth, wodurch die Gunners den Titel mit einem Vorsprung von vier Punkten sicherstellen konnten.
Der Weg zum Titel führte über die Umwege von drei aufeinanderfolgenden Vizemeisterschaften. Nachdem Arsenal in der Saison 2023/24 die Meisterschaft nur mit zwei Punkten Differenz an Manchester City verloren hatte, gelang Mikel Arteta nun der Durchbruch. Der entscheidende Moment ereignete sich nicht im Emirates Stadium, sondern in Bournemouth, wo der amtierende Champion die Chance verspielte, das Rennen auf den letzten Spieltag zu retten.
Das Patt von Bournemouth entscheidet den Titel
Manchester City trat am Dienstag mit dem Zwang zum Sieg an, um die Titelserie zu verlängern. Doch die Gastgeber vom AFC Bournemouth hielten dagegen und trennten sich 1:1 mit den Stadtbürgern aus Manchester. Damit ist City nun vier Punkte hinter Arsenal zurückgeblieben, was eine Aufholjagd im letzten Spiel der Saison mathematisch unmöglich macht.
Für Bournemouth markiert dieses Ergebnis einen historischen Erfolg. Der Verein verlängerte seine ungeschlagene Serie in der Liga auf 17 Spiele. Dieser Lauf sichert Bournemouth erstmals in der Vereinsgeschichte die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb, konkret für die Europa League, da sie nicht tiefer als auf dem siebten Platz landen werden.
Die körperliche Erschöpfung spielte eine zentrale Rolle. Pep Guardiola hatte bereits vorab gewarnt, dass die Müdigkeit der Mannschaft gegen einen hochmotivierten Gegner wie Bournemouth ins Gewicht fallen könnte. City hatte erst am vorangegangenen Samstag im Finale des FA Cup gegen Chelsea gewonnen und damit den 20. Titel unter Guardiolas Führung gesichert.
Artetas Weg aus dem Schatten
Arsenal bereitete den Weg für den Triumph bereits am Montag vor. In einem Spiel gegen den bereits abgestiegenen Burnley setzten sich die Gunners mit 1:0 durch. Dieser Sieg war nicht nur wichtig für die Punkte, sondern unterstrich die defensive Stabilität der Mannschaft. Mit diesem Erfolg erreichte Arsenal den Meilenstein von 500 Clean Sheets in der Geschichte der Premier League.
Besonders beeindruckend ist die aktuelle Formkurve: Seit einer Niederlage gegen Manchester City im letzten Monat gewannen die Gunners vier Ligaspiele in Folge, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren. Der Sieg gegen Burnley war die vierte Null in Folge.
Die emotionale Bedeutung dieses Erfolgs wurde bereits vor dem letzten Heimspiel deutlich. Declan Rice beschrieb die Stimmung im Stadion vor dem Burnley-Spiel als emotional
, während die Fans in N5 die Hoffnung auf den Titel schürten, die nun in massiven Feierlichkeiten im Stadtteil gipfelte.
Das Ende einer Ära in Manchester
Während Arsenal feiert, steht Manchester City vor einem tiefgreifenden Umbruch. Parallel zum Titelverlust bestätigten weitreichende Berichte, dass Manager Pep Guardiola den Verein am Ende der Saison verlassen wird. Guardiola leitete den Verein ein Jahrzehnt lang und gewann in dieser Zeit sechs Premier League-Titel.
Sein letztes Spiel in Manchester wird voraussichtlich am kommenden Sonntag stattfinden, wenn Aston Villa das Etihad Stadium besucht. Trotz des verpassten Ligatitels hinterlässt Guardiola ein Erbe von 20 Trophäen. Die aktuelle Niederlage in der Meisterschaft wirkt wie ein melancholischer Abschluss einer ansonsten dominierenden Ära.
Eine historische Verschiebung der Machtverhältnisse
Der Titelgewinn von Arsenal beendet eine Phase extremer Dominanz weniger Clubs. Mit der Meisterschaft der Gunners in der Saison 2025/26 wurde der Titel in den letzten drei Jahren von drei verschiedenen Vereinen gewonnen: Manchester City (2023/24), Liverpool (2024/25) und nun Arsenal (2025/26).
Dies ist erst das fünfte Mal in der Geschichte der Premier League, dass drei verschiedene Gewinner in aufeinanderfolgenden Saisons den Titel holten. Die letzte vergleichbare Sequenz ereignete sich zwischen 2015/16 und 2017/18, als Leicester City, Chelsea und Manchester City nacheinander triumphierten.
In der Gesamthistorie des englischen Spitzenfußballs ist Arsenal nun insgesamt 14 Mal englischer Meister geworden. Damit liegen sie hinter Manchester United und Liverpool, die jeweils 20 Titel halten. In der Ära der Premier League ist es der vierte Titel für den Nordlondoner Club.
Das Warten ist endlich vorbei. Arsenal ist englischer Meister geworden, zum ersten Mal seit 22 Jahren.
Offizielles Statement über Instagram
Neben dem Erfolg der Männer konnte sich auch die Frauenmannschaft von Arsenal in der Women’s Super League (WSL) beweisen. Mit einem 3:1-Sieg gegen Liverpool am vergangenen Samstag beendeten sie die Saison auf dem zweiten Platz und sicherten sich damit die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League.