Apple bereitet für den 27. Oktober 2026 eine umfassende Überarbeitung des MacBook Pro vor, die erstmals OLED-Touchscreens, ein schlankeres Gehäuse und die Dynamic Island in die Mac-Familie bringt. Die High-End-Modelle mit 14 und 16 Zoll setzen dabei auf M5 Pro und M5 Max Chips, während eine neue Einstiegsversion im Frühjahr 2027 mit M7 Chips folgt.
Das OLED-Touch-Design und der Abschied von der Notch
Apple bricht mit langjährigen Designprinzipien und plant nach Medienberichten die Einführung berührungsempfindlicher OLED-Displays für die kommenden MacBook Pro Modelle in den Displaygrößen von 14 und 16 Zoll. Die Umstellung von Mini-LED auf Tandem-OLED sorgt nicht nur für tiefere Schwarzwerte und höhere Energieeffizienz, sondern erlaubt auch eine deutlich flachere Bauweise des gesamten Laptops.
Zudem verschwindet die bisherige Display-Kerbe. Die neuen High-End-Geräte erhalten stattdessen die aus dem iPhone bekannte Dynamic Island als interaktives Bedienelement im Bildschirm.
Counterpoint Research prognostiziert, dass die weltweiten Auslieferungen von OLED-Laptop-Panels zwischen den Jahren 2024 und 2030 eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 26 Prozent verzeichnen werden, während Analyst David Naranjo betont, dass die Umstellung auf OLED und die Nachfrage nach leistungsstarken KI-PCs den Übergang beschleunigen.
Vom ergonomischen Widerstand zur Touch-Bedienung
Die Einführung eines berührungsempfindlichen Mac-Bildschirms markiert eine bemerkenswerte Kehrtwende des Unternehmens. Noch vor wenigen Jahren hatten hochrangige Apple-Verantwortliche das Konzept öffentlich abgelehnt und auf die ergonomischen Nachteile vertikaler Touchscreens hingewiesen.
„totally optimised for indirect input.“
John Ternus, The Wall Street Journal
Auch Steve Jobs hatte das Konzept in der Vergangenheit strikt als ergonomically terrible
bezeichnet. Mit der nun bevorstehenden Präsentation am 27. Oktober 2026 passt Apple die Benutzeroberfläche von macOS jedoch gezielt an die direkte Touch-Bedienung an.
Unter dem im September angetretenen Vorstandschef John Ternus, der zuvor als Hardware-Chef tätig war, treibt das Unternehmen neue Produktkategorien in deutlich kürzeren Abständen voran.

Leistung, Prozessoren und die Veröffentlichung im Oktober
Bei der Rechenleistung setzen die Berichte auf eine überraschende Differenzierung innerhalb der Produktfamilie. Während die teureren Touchscreen-MacBooks mit den im März eingeführten M5 Pro und M5 Max Chips bestückt werden sollen, erhalten das Basis-MacBook Pro sowie der iMac aktualisierte M6 Chips.
Für die Veranstaltungen im Oktober plant das Unternehmen sowohl Online-Video-Präsentationen als auch physische Sitzungen für die anwesende Presse.
Kurz nach der erwarteten Präsentation im Oktober 2026 plant Apple demnach bereits den nächsten Schritt für das Frühjahr 2027: Dann soll das neue Gehäusedesign zusammen mit M7 Prozessoren auch auf die günstigeren Einstiegsmodelle ausgeweitet werden.
Marktauswirkungen und wachsende OLED-Verbreitung
Die Umstellung der Mac-Reihe auf OLED-Bildschirme strahlt unmittelbar auf den gesamten Display-Markt aus. Marktforschungen von Counterpoint Research zufolge treibt dieser Schritt die weltweiten Lieferungen von OLED-Laptop-Panels massiv an und festigt die Technologie als neuen Standard für Premium-Notebooks.
| Bereich | Entwicklung im Jahr 2026 |
|---|---|
| OLED-Anteil am High-End-Markt | 75 Prozent (nach 56 Prozent im Vorjahr) |
| Erwarteter Zuwachs bei OLED-Notebook-Panels | 50 Prozent im Jahresvergleich |
| Rückgang bei Mini-LED-Lieferungen | Minus 38 Prozent |
Ob die neuen Geräte im Handel für Endkunden im Nahen Osten oder global zu bestimmten Preisen angeboten werden, hat der Hersteller bislang nicht offiziell bestätigt. Neben den MacBooks stehen bei der Keynote auch ein neu gestaltetes iPad mini mit OLED-Bildschirm sowie smarte Home-Produkte im Fokus.