Ein 15-jähriger Verdächtiger wird nach einer Massenschießerei mit zwölf Verletzten am Rande von Feierlichkeiten der Florida A&M University in Tallahassee als Erwachsener vor Gericht gestellt. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen versuchten Mordes.
Die Feierlichkeiten zum Wiedersehen der Universität Florida A&M verwandelten sich am späten Samstagabend, dem 24. Oktober 2026, in ein Chaos. Kurz vor 20:00 Uhr fielen in der Nähe des Bragg Memorial Stadium in Tallahassee Schüsse. Die Zusammenkunft, die Familien, Studierende und Alumni anzog, geriet jäh in Panik, als in einem belebten Bereich an der Kreuzung der Straßen Perry und Manatee Schüsse abgegeben wurden.
Anklage gegen Anthony Rivers III und Einstufung als Erwachsenenverfahren
Die Behörden haben den 15-jährigen Anthony Rivers III als mutmaßlichen Schützen identifiziert und festgenommen. Der Generalstaatsanwalt Jack Campbell bestätigte, dass der Jugendliche als Erwachsener angeklagt wird. Rivers III sieht sich mit 11 Anklagepunkten wegen versuchten Mordes zweiten Grades sowie dem unerlaubten Besitz einer Schusswaffe durch einen Minderjährigen konfrontiert. Nach Angaben der Polizei wurden keine der Opfer anscheinend als die beabsichtigten Ziele ins Visier genommen.
Während einer kurzen Anhörung am Montagmorgen ordnete Richter Andrew Sheeran an, dass der Beschuldigte ohne Kaution in Untersuchungshaft bleibt. Zudem verfügte das Gericht, dass Rivers keinen direkten oder indirekten Kontakt zu Opfern oder Zeugen haben darf. Seine Telefonate im Jugendgefängnis müssen überwacht werden, und der Zugriff auf soziale Medien wurde ihm untersagt, wie WTXL berichtete.
Zwölf Verletzte bei Schießerei in Tallahassee
Bei dem Vorfall erlitten elf Menschen Schusswaffenverletzungen, während eine zwölfte Person beim Flhen eine Knöchelverletzung davontrug. Unter den Verletzten sind sechs Kinder; das jüngste Opfer ist erst elf Jahre alt. Nach Angaben der Polizei erlitten mindestens drei Personen schwere Verletzungen. Am Sonntag befanden sich noch sechs der verletzten Personen in Krankenhäusern, davon eine in kritischem Zustand, während fünf Verletzte bereits entlassen worden waren.
Ermittlungen zum Motiv durch Polizei
Erkunden die Ermittler derzeit ein mögliches Motiv. Die Polizei geht davon aus, dass dem Angriff ein Streit zwischen einer kleinen Gruppe von Personen vorausging. Polizeichef Revell bezeichnete den Vorfall als isolierten Streit zwischen zwei oder drei Individuen und erklärte, dass die Opfer offenbar nicht gezielt anvisiert worden waren. Die Ermittler werten Videoaufnahmen aus Überwachungskameras und Aufnahmen von Anwesenden aus, um zu klären, ob weitere Personen an der Auseinandersetzung beteiligt waren.
FAMU President Marva B. Johnson on Perry Street Incident. pic.twitter.com/FaJ4iHlHTO
Die Universität teilte in den sozialen Medien mit, dass die Schießerei in der Nähe ihres Campus stattfand und dieser sicher blieb. Die Universitätsleitung zeigte sich tief bestürzt über die Ereignisse in der Nachbarschaft des Campus. Universitätspräsidentin Marva Johnson erklärte in einer Erklärung am Sonntag, dass sie die „Empörung und tiefe Traurigkeit über die sinnlose und verabscheuungswürdige Schießerei“ teile.”
Marva Johnson erklärte laut CBS News: „An alle Opfer: Bitte wissen Sie, dass wir an Ihrer Seite sind und für Ihre Genesung an Körper, Geist und Seele beten.
Johnson äußerte zudem ihr tiefes Mitgefühl und ihre Entrüstung über den Vorfall. Auch der Cheftrainer des Footballteams, Quinn Gray, äußerte sich auf Facebook zu der Gewalttat und betonte, dass die sinnlose Gewalt ein Ende haben müsse und kein Streit ein Menschenleben wert sei. Das Heimkommen feiere das, was die Universität bedeute.
Quinn Gray teilte laut CBS News mit: „Niemand sollte unsere Feier in einem Krankenwagen verlassen, und kein Kind sollte jemals in Scharmützel geraten.
Die Ermittlungen der Polizei von Tallahassee dauern an, und die Behörden rufen Zeugen dazu auf, Hinweise, Fotos oder Videos über ein eigens eingerichtetes Online-Portal und eine Telefonleitung zur Verfügung zu stellen.
Weiterlesen