Alexander Zverev trifft am Samstag, den 17. Oktober 2026, im Halbfinale des ATP-Masters in Shanghai auf den Spanier Alejandro Davidovich Fokina. Der deutsche Tennisprofi, der am kommenden Montag offiziell die Führung der Weltrangliste übernimmt, kämpft ab 10:30 Uhr deutscher Zeit auf dem Hartplatz in China um den Einzug ins Endspiel.
Alexander Zverev dominiert Alex de Minaur im Viertelfinale
Keine Spur mehr von den körperlichen Problemen, die seinen Auftritt zuvor noch überschattet hatten: Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Shanghai nach einer starken Vorstellung das Halbfinale erreicht. Der Hamburger bezwang den Australier Alex de Minaur mit 6:4, 6:4 und wirkte dabei zu keinem Zeitpunkt gehemmt.

Gegen den Weltranglistenneunten de Minaur, der ihn drei Wochen zuvor beim Laver Cup in London noch geschlagen hatte, verließ sich Zverev auf seinen herausragenden Aufschlag. Damit fuhr er seinen 62. Sieg in dieser Saison auf der ATP-Tour ein. Der Erfolg brachte ihm nicht nur den Einzug in die nächste Runde, sondern auch die sportliche Bestätigung, dass die Blessuren aus dem vorangegangenen Krimi überwunden sind. Im Turnierverlauf war der 29-Jährige am 17. Oktober 2026 auf dem Stadium Court im Einsatz, wo ab 10:30 Uhr deutscher Zeit das Duell gegen Alejandro Davidovich Fokina angesetzt war. Der Spanier hatte sich zuvor nach einem anstrengenden Weg unter die besten Vier gekämpft, wobei er in der ersten Runde aussetzte, Jason Brooksby in der zweiten Runde mit 6:1 und 6:3 bezwang und im Viertelfinale von einer verletzungsbedingten Aufgabe von Arthur Géa beim Stand von 4:1 profitierte. Im direkten Head-to-Head standen sich Zverev und Davidovich Fokina vor dem Halbfinale in insgesamt 13 Duellen gegenüber, wobei der deutsche Spieler sieben Siege und der Spanier sechs Erfolge verbucht hatte. Ihr erstes Aufeinandertreffen datiert aus dem Jahr 2020 im Achtelfinale der US Open, welches Zverev mit 6:2, 6:2 und 6:1 gewann, während das letzte vorherige Duell im Achtelfinale des Paris Masters 2025 mit einem 6:2, 6:4 für den Deutschen endete.
Knöchelprobleme und der Weg an die Weltranglistenspitze
In der Runde zuvor hatte Zverev in einem harten Dreisatzmatch gegen den Kasachen Alexander Bublik sichtlich mit Schmerzen am rechten Sprunggelenk zu kämpfen. Er biss sich durch den Tiebreak-Krimi und stellte klar, dass Aufgeben keine Option war. Ich habe heute meinen Knöchel wieder gespürt
, sagte Zverev nach dem Match, ordnete die Blessur jedoch realistisch ein: Das ist nicht überraschend, ich habe in diesem Jahr viel Tennis gespielt und spüre meinen Körper immer häufiger.
In seiner bisherigen Profikarriere hat der gebürtige Hamburger lediglich einmal vorzeitig einen Platz verlassen: Im Jahr 2022 bei den French Open gegen Rafael Nadal, als er sich ebenfalls am rechten Sprunggelenk verletzte. Auf der Zielgeraden der Saison 2026 blickt der deutsche Topspieler auf ein überragendes Jahr zurück, in dem er neben dem Turnier von Roland Garros auch die US Open für sich entscheiden konnte und damit seine ersten beiden Grand-Slam-Siege überhaupt feierte. Sein Start bei den Australian Open endete im Halbfinale gegen Carlos Alcaraz. Neben diesen Erfolgen und dem bevorstehenden Sprung an die Spitze der Weltrangliste ist die Karriere des Deutschen mit Titeln bei Grand Slams, ATP Finals, Masters-Wettbewerben sowie Olympischen Spielen fast komplett, wobei nach der Reform im Jahr 2009 ein Sprung an die Nummer eins zuvor nur Novak Djokovic, Rafael Nadal, Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Andy Murray, Roger Federer und Daniil Medvedev gelungen war. Zverev ist nach Boris Becker erst der zweite deutsche Weltranglistenerste bei den Männern. In der kommenden Woche erhält der deutsche Topspieler zudem eine ungeplante Pause: Das Show-Turnier „Six Kings Slam“ in Saudi-Arabien, bei dem Zverev neben Stars wie Alcaraz und Novak Djokovic aufschlagen sollte, wurde aufgrund tödlicher Huthi-Angriffe in der Region auf Ende Dezember verschoben.
Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr ganz gut mit dem Druck umgegangen bin.
Alexander Zverev, Olympiasieger von 2021, über seine Saison
Dass Zverev noch in diesem Jahr an die Spitze des Rankings klettert, steht seit dem vorangegangenen Montag offiziell fest. Unabhängig vom Ausgang des Turniers in China knackt der deutsche Topspieler am kommenden Montag erstmals die Marke von 10.000 Punkten. Der bisherige Spitzenreiter Jannik Sinner aus Italien hat seine Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig beendet.
Halbfinalduell gegen Alejandro Davidovich Fokina im TV und Stream
Im Kampf um das Endspiel fordert Zverev den Spanier Alejandro Davidovich Fokina heraus. Gegen den Spanier, der im Turnierverlauf unter anderem von einer verletzungsbedingten Aufgabe profitiert hatte, geht der DTB-Star als klarer Favorit in die Partie. Der direkte Vergleich spricht nach sieben Duellen mit sechs Siegen bei einer Satzbilanz von 14:4 deutlich für den gebürtigen Hamburger.

Tennisfans in Deutschland können das Halbfinale am Samstag ab 10:30 Uhr live im Pay-TV bei Sky auf dem Sender Sky Sport Tennis verfolgen. Eine Übertragung im frei empfangbaren Fernsehen gibt es nicht. Online bieten die kostenpflichtigen Streamingdienste WOW, Sky Go und Tennis TV entsprechende Live-Übertragungen an.
