Ägypten feierte am 22. Juni 2026 in Vancouver seinen ersten historischen Sieg bei einer Weltmeisterschaft. Mit einem 3:1 gegen Außenseiter Neuseeland sicherten sich die Pharaonen unter der Führung von Mohamed Salah die Tabellenführung in Gruppe G und machten einen entscheidenden Schritt in Richtung K.o.-Phase des Turniers. Dieser Erfolg im BC Place ist ein Meilenstein für das ägyptische Nationalteam bei der Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.
Ägyptens Comeback in Vancouver
Die Partie im BC Place begann für die ägyptische Nationalmannschaft beinahe katastrophal. Während die Pharaonen noch nach ihrer Rhythmusfindung suchten, nutzten die Neuseeländer eine Unachtsamkeit in der Abwehr aus. Die taktische Diskrepanz zwischen den beiden Teams war in der Anfangsphase deutlich sichtbar: Während Neuseeland sehr kompakt und physisch präsent agierte, wirkte die ägyptische Formation in den ersten 15 Minuten unkoordiniert. In der 15. Minute verwandelte der 1,90 Meter große Finn Surman eine Ecke mit einem kraftvollen Kopfball zum 1:0.

Dieser Treffer sorgte für massiven Unmut auf ägyptischer Seite. Wie n-tv berichtete, protestierten die Spieler unmittelbar nach dem Tor wegen eines Fouls von Marko Stamenic gegen Yasser Ibrahim. Der Schiedsrichter Omar Al Ali entschied jedoch, die Szene als Unfall zu werten und das Spiel fortzusetzen. Dieser Vorfall belastete die Nerven der Pharaonen zusätzlich, da die Mannschaft das Gefühl hatte, durch die Entscheidung den Moment der Kontrolle zu verlieren.
Ägypten reagierte auf den Rückstand zunächst unkontrolliert und wirkte in der ersten Halbzeit oft planlos. Zwar versuchte Omar Marmoush, der für Manchester City spielt, die Wende herbeizuführen, doch die neuseeländische Defensive stand kompakt und ließ kaum Räume für die technisch versierten Ägypter. Erst nach der Seitenpause änderte sich die Dynamik der Partie grundlegend, als die ägyptische Mannschaft den Raum deutlich besser bespielte und das Mittelfeld dominierte.
Mohamed Salahs entscheidende Scorerpunkte
Was in der zweiten Halbzeit geschah, war eine reine Demonstration der individuellen Klasse von Mohamed Salah. Nachdem Mostafa Ziko in der 58. Minute den Ausgleich zum 1:1 befördert hatte, übernahm der Liverpool-Star das Kommando. Salah nutzte die durch die taktische Umstellung entstandenen Lücken in der neuseeländischen Abwehrkette effizient aus. In der 67. Minute erzielte Salah den 2:1-Führungstreffer aus zwölf Metern.
Salah war nicht nur als Torschütze, sondern auch als Vorbereiter maßgeblich am Erfolg beteiligt. Seine Präsenz auf dem Platz zwang die neuseeländische Abwehr zu ständiger Aufmerksamkeit, was wiederum Räume für Mitspieler schuf. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Trézéguet in der 82. Minute, der einen Eckball von Salah per Kopf zum 3:1 einschob. Die Einwechslung von Trézéguet erwies sich als entscheidender Faktor, um den Druck auf die „All Whites“ in der Schlussphase hochzuhalten.
Laut Sportschau zufolge setzte Salah damit einen beeindruckenden Rekord für dieses Turnier: Mit zehn Torschuss-Beteiligungen stellte er eine neue Bestmarkese in den USA, Kanada und Mexiko auf. Diese statistische Dominanz unterstreicht seine Rolle als zentraler Ankerpunkt der ägyptischen Offensive.
„Das wäre Geschichte“, sagte Neuseelands Trainer Bazeley.
Die statistische Dominanz Ägyptens in der Schlussphase war deutlich sichtbar, auch wenn die Pharaonen durch eine Platzwunde bei Hossam Abdelmaguid kurz vor Ende einen personellen Rückschlag hinnehmen mussten. Die medizinische Abteilung wird die Verletzung nach dem Spiel evaluieren, um die Einsatzfähigkeit für das nächste Spiel sicherzustellen.
Finn Surmans frühe Führung für Neuseeland
Für die „All Whites“ war die Niederlage ein bitterer Schlag, der die Chancen auf ein Weiterkommen massiv erschwert. Neuseeland hatte sich durch den frühen Treffer von Surman und eine leidenschaftliche Defensivarbeit in die Lage versetzt, die Weltklasse-Offensive Ägyptens über weite Strecken zu neutralisieren. Das Team zeigte eine hohe taktische Disziplin, die erst durch die individuelle Qualität der Ägypter in der zweiten Halbzeit aufgebrochen wurde.

Besonders die Chancen von Callum McCowatt in der 52. Minute hätten den Spielverlauf ändern können. Der Neuseeländer schob einen Kopfball zur Chance, der jedoch von Ägyptens Torhüter Oufa Shobeir in einer herausragenden Parade pariert wurde. Diese Parade verhinderte einen erneuten Rückstand für Ägypten und bewahrte die Pharaonen vor einer weiteren Krise.
Trotz der Niederlage blieb der Wille der Mannschaft spürbar. Wie T-Online beschrieb, war die Sehnsucht nach einem historischen Erfolg bei beiden Teams riesig.
„Man wolle, ergänzte sein gegenüber Hossam Hassan, den Menschen in der Heimat Freude bereiten.“
Hossam Hassan, via n-tvDie neue Tabellensituation in Gruppe G
Mit diesem Sieg hat Ägypten die Tabellenführung in der Gruppe übernommen und steht mit vier Punkten bereits mit einem Bein im Achtelfinale. Die mathematische Situation ist für die Pharaonen komfortabel: Ein Punkt im letzten Gruppenspiel gegen den Iran könnte den Einzug in die nächste Runde bereits sichern. Für die Konkurrenz in der Gruppe bleibt der Spielraum gering.
| Mannschaft | Spiele | Punkte | Tore |
|---|---|---|---|
| Ägypten | 2 | 4 | 4:2 |
| Iran | 2 | 2 | 2:2 |
| Belgien | 2 | 2 | 1:1 |
| Neuseeland | 2 | 1 | 3:5 |
Während die Pharaonen nun in Seattle gegen den Iran antreten, bleibt für Neuseeland nur noch der Weg über einen Sieg gegen das bisher enttäuschende Belgien. Wie BILD berichtete, ist die Ausgangslage für die Neuseeländer angesichts der aktuellen Form der Belgier äußerst angespannt, da die Qualifikation für das Achtelfinale nach diesem Ergebnis an sehr enge Bedingungen geknüpft ist.
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