Vier junge Menschen wurden bei einem schweren Verkehrsunfall in Wohlen am Mittwochabend zum Teil schwer verletzt, als ihr Wagen frontal gegen einen Baum prallte und in Flammen aufging. Aufmerksame Ersthelfer zogen die Insassen aus dem brennenden Auto und bewahrten sie damit vor dem Tod.
Gegen 20.45 Uhr kam ein Fiat Punto in einer Linkskurve aus noch ungeklärten Gründen von der Fahrbahn ab und kollidierte frontal mit einem Baum (Aargauer Zeitung). Unmittelbar nach dem harten Aufprall fing das Fahrzeug Feuer und brannte vollständig aus (20 Min).
Rettung in letzter Sekunde durch mutige Passanten
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich vier in der Schweiz wohnhafte italienische Staatsangehörige in dem Wagen: eine 17-jährige Frau sowie drei junge Männer im Alter von 17, 18 und 21 Jahren (Blick). Mehrere Personen wurden auf das Unglück aufmerksam, eilten sofort zu dem lodernden Wrack und holten alle vier Insassen aus dem Fahrzeug, bevor die Einsatzkräfte eintrafen (SRF).

Die Kantonspolizei Aargau betonte gegenüber Medien, dass die Ersthelfer den Insassen durch ihr beherztes Eingreifen das Leben gerettet haben (SRF). Bei dieser Rettungsaktion erlitten mehrere der Passanten selbst Verbrennungen (20 Min).
Einsatz von Rettungshelikoptern und automatischem Notruf
Alarmiert wurde die Polizei ursprünglich durch eine automatische Unfallmeldung eines Mobiltelefons, wie Dominic Zimmerli, Medienchef der Kantonspolizei Aargau, erklärte (Aargauer Zeitung). Solche intelligenten Systeme erkennen einen heftigen Crash über die integrierten Sensoren des Geräts und setzen selbstständig einen Notruf ab (20 Min).
Als die alarmierten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst an der Unfallstelle eintrafen, stand der Wagen bereits in Vollbrand (SRF). Die Feuerwehr Wohlen übernahm das Löschen des Fahrzeugs sowie die Sicherung der Unfallstelle (20 Min).
Zwei der vier Insassen trugen schwerste Verletzungen davon und wurden mit Rettungshelikoptern der Rega in Universitätsspitäler geflogen: Ein Patient kam ins Universitätsspital Basel, der andere ins Universitätsspital Zürich (Aargauer Zeitung). Die beiden anderen Insassen erlitten mittelschwere bis schwere Verletzungen und wurden mit Rettungswagen in verschiedene Kliniken transportiert (Blick).
Polizeiliche Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Spezialisten der Unfallgruppe der Kantonspolizei Aargau rückten an, um vor Ort umfangreiche Spurensicherungen und Abklärungen vorzunehmen (Aargauer Zeitung). Die Alte Bremgarterstrasse blieb infolge des Unfalls und der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt (Aargauer Zeitung). Die genaue Ursache, warum der Wagen in der Kurve geradeaus fuhr, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Behörden (20 Min).
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