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Gesundheit

Substanz 991 verlängert Lebensspanne in Tierversuchen um bis zu 25 Prozent

Wissenschaftler haben die experimentelle Substanz 991 eingesetzt, um das Protein AMPK direkt zu aktivieren, was die Lebensspanne von Hefen, Fadenwürmern und Fruchtfliegen um bis zu 25 Prozent verlängerte. Die in der Fachzeitschrift Aging Cell veröffentlichte Studie zeigt einen potenziellen neuen Ansatz zur Verbesserung der Gesundheit im Alter, auch wenn klinische Anwendungen beim Menschen noch in weiter Ferne liegen.

Forschungsziele und klinische Einordnung

Die Studie, an der neben dem MRC LMS auch die University of Cologne, die Queen Mary University of London, das Francis Crick Institute und die University of Lyon beteiligt waren, dient nun als Basis für weitere Schritte. Professor David Carling, Leiter der Cellular Stress Group am MRC LMS, kündigte an, dass die Untersuchung der Auswirkungen auf Mäuse der nächste logische Schritt sei. Da direkte AMPK-Aktivatoren in klinischen Studien für Stoffwechselerkrankungen bereits ein akzeptables Sicherheitsprofil gezeigt haben, besteht die Hoffnung, dass diese Wirkstoffklasse langfristig breitere medizinische Anwendung finden könnte.

Parallele Entwicklungen in der neuromuskulären Therapie

Während die Grundlagenforschung zur Langlebigkeit Fortschritte bei der AMPK-Aktivierung erzielt, verzeichnet die klinische Entwicklung für spezifische Muskelerkrankungen ebenfalls bedeutende Meilensteine. Dyne Therapeutics meldete Ende September 2026 regulatorische Erfolge für den Wirkstoffkandidaten Z-Basivarsen (DYNE-101) zur Behandlung der myotonen Dystrophie Typ 1.

Substanz 991 verlängert Lebensspanne in Tierversuchen um bis zu 25 Prozent
Foto: internewscast.com

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat für diesen Kandidaten den Status als Breakthrough Therapy sowie als Orphan Drug erteilt, basierend auf Daten der Phase-1/2-Studie ACHIEVE. Diese Entwicklungen unterstreichen das breite Spektrum an aktuellen Forschungsansätzen, die darauf abzielen, zelluläre Funktionen und die Lebensqualität durch gezielte molekulare Interventionen zu verbessern.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.