John Mulholland, Vice President und Program Manager von Commercial Crew bei Boeing, erklärte laut Arstechnica: „Wir sind unglaublich begeistert von der Partnerschaft mit der NASA, weiterhin zur Internationalen Raumstation zu fliegen und dann natürlich mit der Vulcan-Zertifizierung Missionen über die derzeit sechs hinaus durchzuführen, die wir haben. Sicherlich haben wir mit allen CLD-Anbietern darüber gesprochen, in Zukunft ihr bevorzugter Transportlieferant zu werden.
NASA steht im Vorfeld einer entscheidenden Weichenstellung für die bemannte Raumfahrt, da das Dragon-Programm der NASA bis spätestens 2030 in den Ruhestand gehen soll. Die Raumfahrtbehörde setzt nun auf Boeing und das Starliner-System als Anbieter für den Personentransport zur Internationalen Raumstation, wie berichtet wurde.
Angesichts der bevorstehenden Pensionierung von SpaceX-Raumschiffen steht die US-Raumfahrtbehörde vor der Herausforderung, den ständigen Personentransport in den erdnahen Orbit sicherzustellen. Während die Verlängerung der Lebensdauer der Internationalen Raumstation bis zum Jahr 2032 im Raum steht und gleichzeitig private Raumstationen unter der Bezeichnung CLD gefördert werden, benötigte die Behörde eine verlässliche Transportoption. Trotz zahlreicher technischer Hürden in der Vergangenheit gilt Boeing in dieser Situation als die naheliegendste Option, obwohl Kritiker auch den Aufbau eines zweiten Konkurrenzwettbewerbs ins Gespräch brachten.
Finanzielle Rahmenbedingungen und der Festgelegte Preis für kommende Starliner-Missionen
Ein Ausbau des Wettbewerbs durch neue Konkurrenten wie Blue Origin und dessen in der Entwicklung befindliches Raumfahrzeug wurde jedoch aus Kostengründen verworfen, da ein solcher Schritt schätzungsweise Milliarden kosten würde. Stattdessen kalkuliert Isaacman mit einem künftigen Bedarf von zwei Astronautensitzen alle sechs bis neun Monate. Da die USA bereits erhebliche Summen in Boeings Projekt gesteckt haben und der Starliner kurz vor der Einsatzbereitschaft steht, argumentierten Offizielle, dass ein Verwerfen dieser Investition wirtschaftlich unvernünftig wäre.
Für die Missionen Starliner-2 bis Starliner-6 haben sich NASA und Boeing auf einen festen Betrag geeinigt. Die Kosten belaufen sich auf ungefähr 90 Millionen US-Dollar pro Sitz. Damit ist ein finanzieller Rahmen für den Transport zur Raumstation in den kommenden Jahren fixiert.
Boeing Bereitet Sich auf die Rolle als Monopolist vor
Auf Seiten des Konzerns herrscht Optimismus hinsichtlich der kommenden Aufgaben und der exklusiven Stellung als einziger US-Anbieter für bemannte Raumflüge nach dem Ausscheiden der aktuellen Alternativen. Die Reaktionen aus der Führungsetage des Unternehmens fallen entsprechend positiv aus.
Diese Partnerschaft setzt jedoch voraus, dass der Konzern die anstehenden Missionen erfolgreich absolviert und seine Zusagen einlöst. Da nach dem Marktaustritt von Dragon zeitweise ein Monopol im Bereich der bemannten Raumfahrt droht, blicken sowohl die Raumfahrtbehörde als auch die Betreiber privater Raumstationen mit Spannung auf die künftige Preisgestaltung.
Preiskalkulationen für Private Raumstationen in den 2030er Jahren
Während der Verhandlungen mit den Anbietern kommerzieller Raumstationen im Sommer zeigte sich das Unternehmen bei da Preisgestaltung für die kommenden Jahre noch zurückhaltend. Konkrete Ticketpreise für das nächste Jahrzehnt konnten noch nicht fixiert werden, da wesentliche technische Voraussetzungen wie die Zertifizierung des Trägerraketensystems noch ausstehen.
John Mulholland, Vice President und Program Manager von Commercial Crew bei Boeing, teilte Arstechnica mit: „Wir konnten den CLD-Anbietern keine detaillierten Preise nennen, da die Vulcan-Rakete noch nicht zertifiziert ist und das Raumfahrzeug noch nicht zertifiziert ist und wir keine detaillierten Preise für die Vulcan haben. Das wird in Zukunft kommen, und natürlich wollen wir so wettbewerbsfähig wie möglich sein.
Die Spezialberichterstattung über den Startplan spiegelt die weitreichenden industriellen Verflechtungen wider, die für die Umsetzung dieser langfristigen Pläne im Rahmen der US-Raumfahrtpolitik erforderlich sind.
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