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Murat Yakin verpasst Pressekonferenz vor Schottland-Spiel

Am Tag vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland in Glasgow kämpft Nati-Trainer Murat Yakin mit gesundheitlichen Beschwerden. Wegen eines ungeklärten Gewichtsproblems musste der Swiss-Flug von Skopje nach Glasgow in Zürich nachtanken. Assistenztrainer Davide Callà sprang am Montagabend kurzfristig bei der Pressekonferenz im Hampden Park ein.

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft hat am Montagabend schottischen Boden erreicht, allerdings lief die Anreise vor dem Duell am Dienstagabend keineswegs wie geplant. Wie der Schweizerische Fussballverband (SFV) mitteilte, erzwangen Unstimmigkeiten bei der Gewichtsberechnung seitens der Airline eine ausserplanmässige Zwischenlandung in Zürich.

Da in Nordmazedonien nicht mit der nötigen Menge Kerosin gestartet werden konnte, legte der Flug einen Tankstopp ein. Das Resultat war eine um rund drei Stunden verspätete Ankunft im schottischen Spielort Glasgow.

Druckausgleichsprobleme belasten Nati-Trainer Yakin

Die zusätzliche Landung setzte dem Nationaltrainer physisch stark zu. SFV-Medienchef Adrian Arnold erklärte am Montagabend vor den Medien, dass Murat Yakin unter den bekannten Problemen mit dem Druckausgleich litt. Die Nachwirkungen schränkten das Gehör des 52-Jährigen ein und sorgten für einen störenden Widerhall beim Sprechen.

Am Dienstagabend gastiert die Schweizer Nationalmannschaft im Hampden Park in Glasgow. Eine beschwerliche Anreise schlägt
Foto: Watson

Aus diesem Grund musste Yakin die offizielle Medienkonferenz im Bauch des Stadions auslassen. Stattdessen leitete Assistenztrainer Davide Callà gemeinsam mit Innenverteidiger Nico Elvedi die Fragerunde mit den Journalisten. Trotz der Beschwerden stand Yakin rund eineinhalb Stunden später als ursprünglich vorgesehen in dicker Winterjacke auf dem Rasen des Hampden Park, um das Abschlusstraining zu leiten.

Davide Callà übernimmt die Pressekonferenz im Hampden Park

In Abwesenheit des Cheftrainers zog der Assistent Bilanz über den bisherigen Verlauf der Kampagne. Davide Callà erinnerte an den gelungenen 3:0-Startsieg gegen Nordmazedonien. Angesichts der gezeigten Leistung gebe es zwar wenig Grund für Änderungen in der Startelf, doch müsse das Trainerteam die Belastungssteuerung genau im Blick behalten. Eine endgültige Entscheidung über mögliche Rochaden stehe noch aus.

Mit Blick auf den kommenden Gegner am Dienstagabend um 20.45 Uhr stellte Callà ein intensives Duell in Aussicht. Die Schotten treten nach einem Trainerwechsel mit viel Leidenschaft an und verfügen besonders im Mittelfeld über reichlich Qualität, was sie im ersten Spiel gegen Slowenien unter Beweis gestellt hätten. Der Schweizer Verband stuft Schottland als nominell stärksten Konkurrenten im Kampf um den direkten Aufstieg in die Liga A ein.

Nico Elvedi erwartet hitzige Kulisse vor 50’000 Fans

Verteidiger Nico Elvedi, der nach dem Rücktritt von Fabian Schär als feste Grösse in der Innenverteidigung gesetzt ist, sieht der Partie im ausverkauften Stadion mit Vorfreude entgegen. Dank seines Wechsels zu Leeds United im Sommer ist der Abwehrspieler an die Intensität im britischen Fussball bestens gewöhnt. Er rechnet mit einer heissblütigen Atmosphäre und rund 50’000 schottischen Fans im Hampden Park.

Die Eidgenossen wollen die anstrengenden Reisestrapazen und den Ausfall ihres Cheftrainers bei der Pressekonferenz hinter sich lassen, um ohne den Umweg über die Playoffs die Weichen auf den Gruppensieg zu stellen.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

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