Verwüstete Seepferdchen-Lebensräume an der Küste von Dorset beginnen sich nach Angaben von Forschern dank der Installation neuartiger Ankerplätze zu erholen. Eine wissenschaftliche Untersuchung liefert erstmals Belege dafür, dass der Einsatz von umweltfreundlichen Moorings dazu beitragen kann, geschädigte Seegraswiesen wiederherzustellen. In einigen betroffenen Meeresbereichen gingen die Narben im Meeresboden demnach im Laufe von vier Jahren um mehr als 90 Prozent zurück.
Wissenschaftliche Studie belegt deutliche Erholung der Seegraswiesen
Die untersuchten Meeresgebiete befinden sich in der Studland Bay, die als Lebensraum für geschützte Seepferdchenarten dient. Die von einer Absolventin der University of Southampton im Rahmen ihres Masterstudiums durchgeführte Untersuchung analysierte Überwachungsdaten aus den Jahren nach der Installation der ersten Anlagen. Im Jahr 2021 hatte die Studland Bay Marine Partnership begonnen, Dutzende von Öko-Bo-Moorings einzurichten, um die durch herkömmliche Schiffsankern verursachten Schäden rückgängig zu machen. Gleichzeitig wurde die Bucht im selben Jahr zu einer freiwilligen ankerfreien Zone erklärt, nachdem sie bereits 2019 als Meeresschutzgebiet ausgewiesen worden war.
Die Auswertung von Sonarmessungen, historischen Satellitenaufnahmen sowie jahrelangen Monitoring-Daten zeigte in dem Bereich mit zehn im Jahr 2021 installierten Test-Bootsanlegern eine Verkleinerung der Kahlstellen im Seegras um durchschnittlich 93,6 Prozent im Zeitraum von 2021 bis 2025. In einem zweiten Untersuchungsgebiet, in dem bis 2023 traditionelle Ketten-Moorings verblieben waren, verringerten sich die Schäden um 65,4 Prozent.
Zusammenarbeit verschiedener Organisationen zeigt Wirkung
An dem Projekt sind zahlreiche Akteure beteiligt, darunter Umweltschutzverbände, Bootsorganisationen, akademische Einrichtungen, Behörden und Unternehmen. Zu den Partnern der Initiative zählen der National Trust, die Dorset Wildlife Trust, Natural England, die Seahorse Trust sowie die University of Southampton. Experten bewerteten den schnellen Rückgang der Schäden und die Regeneration des wichtigen Habitats als weitreichenden Erfolg für den praktischen Naturschutz.
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