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Welt

Trump und Xi verhandeln wenig Inhalt

Beim Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping standen demonstrative Harmonie und ein verlängerter Handelswaffenstillstand im Vordergrund. Internationale Medien bewerteten den Besuch jedoch als weitgehend inhaltlos und von großen Gesten geprägt.

Medienbewertung des Treffens von Donald Trump und Xi Jinping

Der Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping im Weißen Haus verlief in einer auffallend versöhnlichen Atmosphäre. Laut übereinstimmenden Berichten internationaler Medien wie CNN, der „New York Times“, der BBC und des „Guardiandauerte das Rahmenprogramm des Besuchs jedoch deutlich länger als das rund eineinhalb Stunden andauernde Gespräch zu echten Inhalten.”

Besuch von Xi Jinping im Weißen Haus

Wie bereits beim Treffen von US-Präsident Donald Trump in Peking im Mai dieses Jahres gab es viele große Gesten, aber kaum konkrete Taten oder Ankündigungen. Xi wurde in Washington mit erheblichem zeremoniellen Aufwand empfangen; unter anderem holte Trump ihn persönlich am Flugzeug ab und rollte den roten Teppich aus. Laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sprach Xi bei den Gesprächen jedoch für Peking unverhandelbare Themen wie den Status Taiwans an. Die USA bleiben der wichtigste Waffenlieferant der demokratisch regierten Insel, die China als Teil seines Staatsgebiets betrachtet und deren gewaltsame Einnahme nicht ausschließt.

Statements zum Waffenpaket und zur Taiwan-Politik

Trotz der zuvor angespannten Handelsbeziehungen zeigten sich beide Staatsoberhäupter beim Staatsbankett im Weißen Haus versöhnlich. Während Trump im Mai in Peking die Entscheidung über ein geplantes Waffenpaket im Wert von rund 14 Milliarden US-Dollar noch offengelassen hatte, gab es in Washington zunächst kein offizielles Statement der US-Regierung zu dem Thema. Am Freitag bekräftigte der US-Botschafter in China, David Perdue, gegenüber dem Fernsehsender CNBC: Es gibt keine Änderung in der Taiwan-Politik.

Rundgang im Weißen Haus und Panda-Ankündigung

Trump führte den Gast sichtlich stolz über das Gelände des Weißen Haus und zeigte ihm unter anderem eine neue Baustelle für einen geplanten Zubau sowie seinen neuen Landeplatz für Helikopter. Xi hielt sich nach Beobachtung der BBC bei den Rundgängen weitgehend an ein Pokerface, kündigte seinerseits jedoch ein Paar Riesenpandas für den Zoo in Atlanta an. Solche Pandas setzt China traditionell seit Jahrzehnten als Instrument der Annäherung ein. Zudem lud Xi 100.000 junge Menschen aus den USA zu Austauschprogrammen nach China ein.

Trump und Xi verhandeln wenig Inhalt

Im Gegensatz zu Trumps Besuch in Peking im Mai reiste Xi ohne einen großen Tross von Wirtschaftsvertretern an. Dies wertete ein aus China zitierter Experte gegenüber CNN als Signal, dass zumindest die Volksrepublik weiterhin auf eine Stabilisierung der Beziehungen hinarbeite. Xi selbst betonte während seines Besuchs, China und die USA sollten als verantwortungsvolle Großmächte handeln und Seite an Seite vorwärts gehen, um in Frieden zu kooperieren.

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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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