Beim Fußballspiel zwischen Energie Cottbus und dem FC St. Pauli kam es zu queerfeindlichen Vorfällen.
Bundesliga zwischen dem Aufsteiger Energie Cottbus und dem FC St. Pauli prallten sportlich und politisch Welten aufeinander. Neben einem umkämpften 1:1-Unentschieden auf dem Rasen sorgten vor allem Vorkommnisse im Cottbuser Fanblock für Entsetzen. Wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtete, dokumentierten zahlreiche Spruchbänder im Cottbuser H-Block die weit auseinanderliegenden politischen Positionen beider Vereine. Dabei zeigten Heimfans in der ersten Halbzeit explizit queerfeindliche und hasserfüllte Transparente gegen den Hamburger Zweitligisten.”
Hamburger Morgenpost berichtete über den FC St. Pauli bei Energie Cottbus
Die Fans von Fußball-Zweitligist FC St. Pauli sind beim Gastspiel bei Aufsteiger Energie Cottbus verbal und visuell angefeindet worden. Zahlreiche Spruchbänder dokumentierten im Cottbuser H-Block die weit auseinander liegenden politischen Positionen beider Vereine, schrieb die „Hamburger Morgenpost“. „Eure Realitätsferne ist kaum zu ertragen, den Filz entflechten und das Alerta-Netzwerk zerschlagen!“, hieß es gegen die Hamburger Fans gerichtet. Alerta ist ein internationales Netzwerk, dem sich diverse antirassistische und antifaschistische Fan- und Ultragruppen angeschlossen haben. „Alerta, alerta, antifascista!“ ist ein bekannter, internationaler Schlachtruf der antifaschistischen Bewegung. Das Wort „alerta“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet „Alarm“ oder „Wachsamkeit“.””””””
Queerfeindliche Transparente im Cottbuser H-Block
Energie Cottbus gegen den FC St. Pauli im H-Block
Die Anhänger des Heimvereins richteten ihre Angriffe gezielt gegen die Fankultur der Gäste. Beim 1:1-Unentschieden zwischen Energie Cottbus und dem FC St. Pauli am Sonntag ist es in der Cottbuser Fankurve zu einem queerfeindlichen Eklat gekommen. In der ersten Halbzeit zeigten Heimfans gleich zwei Transparente mit deutlich gegen den Hamburger Zweitligisten gerichteten Botschaften. Auf dem ersten stand geschrieben: „Eure Regenbogenutopie endet in Pädophilie – keine Akzeptanz für eure kranke Welt!“ Wenige Minuten später folgte ein zweites Spruchband: „Stets in Watte gepackt, die eigene Blase nie verlassen. Mit dem System im Gleichtakt – man kann euch nur hassen! Auch war auf einem riesigen Banner zu lesen: „Stets in Watte gepackt, die eigene Blase nie verlassen. Mit dem System im Gleichtakt – man kann Euch nur hassen!
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Ultra St. Pauli schloss Fans nach Gewaltvorfällen aus
Zudem nahmen die Energie-Anhänger die derzeitigen Probleme bei der Gruppierung „Ultra St. Pauli“ auf. Die „Hamburger Morgenpost“ vermutet einen Zusammenhang zwischen dem ersten Banner und der Ultra-Gruppierung Ultrà Sankt Pauli (USP): Diese hatte Ende August in einer Mitteilung offengelegt, dass es in den eigenen Reihen zu Fällen sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt gekommen sei, und mehrere Fans lebenslang aus der Vereinigung ausgeschlossen. Bereits beim DFB-Pokalspiel bei Rot-Weiss Essen Ende August, bei dem der Drittligist den Bundesliga-Absteiger überraschend mit 2:0 aus dem Wettbewerb geworfen hatte, sei ein ähnliches Transparent gegen die USP gezeigt worden. Dort wurden Fälle von Machtmissbrauch bis hin zu sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt öffentlich gemacht. Die Ultra-Gruppe hat bereits Ermittlungen aufgenommen und die Täter mit einem lebenslangen Gruppenausschluss und weiteren Konsequenzen belegt. Die Aufarbeitung scheint aber noch nicht abgeschlossen zu sein. Der Verein hat seine Unterstützung zugesagt.””

Corny Littmann als Präsident beim FC St. Pauli
Deutschlands queerfreundlichster Fußballklub. Der 1910 gegründete FC St. Pauli gehört zu den alternativsten Vereinen im Profifußball und setzt sich seit Jahren gegen Queerfeindlichkeit ein. Zwischen 2003 und 2010 war der offen schwule Theatermacher und LGBTI-Aktivist Corny Littmann Präsident des Vereins.
Offizielle Reaktion von Energie Cottbus
Cottbus reagierte auf die Vorkommnisse aus dem eigenen Fanlager und distanzierte sich. Energie weist auf Grundwerte des Klubs hin. Cottbus reagierte auf die Vorkommnisse aus dem eigenen Fanlager und distanzierte sich. Eine Reaktion, aber keine Entschuldigung von Energie Cottbus.
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