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Technik und Wissenschaft

Astronomen registrieren Radiosignale vom Exoplaneten Beta Pictoris b

Astronomen haben am Exoplaneten Beta Pictoris b kurze, wiederkehrende Radiosignale registriert. Das Team des Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian und der University of Oregon beobachtete die Emissionen mit dem MeerKAT-Radioteleskop in Südafrika. Die Messungen könnten einen direkten Einblick in das Magnetfeld des fernen Himmelskörpers ermöglichen.

Der Exoplanet Beta Pictoris b rückt wegen neuartiger Messungen in den Fokus der Astronomie. Ein Forschungsteam unter Beteiligung des Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian sowie der University of Oregon berichtet über Radiosignale, die direkt von dem jungen Planeten stammen sollen. Entdeckt wurden die Signale laut den Angaben mit dem MeerKAT-Radioteleskop in Südafrika.

Messungen am Exoplaneten Beta Pictoris b mit dem MeerKAT-Radioteleskop

Bei den Beobachtungen registrierten die Forschenden schnelle, wiederkehrende und stark zirkular polarisierte Radiobursts sowie länger anhaltende Emissionen. Die erfassten Frequenzen bewegen sich nach Angaben aus der Studie zwischen 0,85 und 3,5 Gigahertz. Die starke zirkulare Polarisation liefert dem Forschungsteam einen zentralen Hinweis darauf, wie die Signale entstehen könnten. Als physikalische Erklärung kommt ein Prozess infrage, der mit Polarlichtern zusammenhängt. Eine solche Radioemission konnte bei einem Exoplaneten bislang jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Um den Ursprung der Signale genau zuzuordnen, nutzte das Team Quasare — extrem helle Zentren weit entfernter Galaxien — als Referenzpunkte. Laut den Forschenden spricht diese Positionsbestimmung dagegen, dass der Zentralstern Beta Pictoris die Quelle der Radiowellen ist. Auch die bekannte magnetische Aktivität eines solchen Sterntyps kann die gemessenen Radiobursts nach diesen Erkenntnissen nicht erklären.

Enorme Magnetfeldstärke im jungen Planetensystem

Aus den physikalischen Eigenschaften des Planeten und den gemessenen Radiowellen errechneten die Wissenschaftler eine Magnetfeldstärke von rund 1,25 Kilogauss. Zum Vergleich: Das Erdmagnetfeld erreicht laut den Angaben in der Studie etwa 0,25 bis 0,65 Gauss, während es bei Jupiter rund 14 Gauss sind. Das für Beta Pictoris b ermittelte Magnetfeld wäre demnach um ein Vielfaches stärker.

Der Planet selbst weist ebenfalls bemerkenswerte Eigenschaften auf. Seine Masse wird auf rund neun bis zehn Jupitermassen geschätzt. Bereits im Jahr 2014 gelang es Wissenschaftlern, die Rotationsdauer des Himmelskörpers zu bestimmen: Ein Tag auf Beta Pictoris b dauert demnach nur ungefähr acht Stunden.

Erweiterung der Suche auf weitere Exoplaneten

Die neuen Beobachtungen könnten der Forschung völlig neue Wege eröffnen, um die Magnetfelder weit entfremdeter Welten zu untersuchen. Das Forschungsteam plant bereits, die verwendete Methode auf andere Planetensysteme auszuweiten. Mit einer neuen Generation von Radioteleskopen sollen demnach sieben weitere Exoplaneten in fünf verschiedenen Sternensystemen genauer unter die Lupe genommen werden.

Astronomen registrieren Radiosignale vom Exoplaneten Beta Pictoris b
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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

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