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Gesundheit

Verdauung anregen: 6 Frühstücks-Alternativen zu Haferflocken

Wer unter Verstopfung leidet, greift oft zu Haferflocken. Doch Ernährungsexperten empfehlen sechs schmackhafte Alternativen zum Frühstück – von ballaststoffreichem Vollkornmüsli über reife Kiwis und Brombeeren bis hin zu Chiasamen, Quinoa und Bohnen –, die die Verdauung gezielt anregen.

Kaum ein Thema ist im Alltag so tabuisiert und gleichzeitig so verbreitet wie eine träge Verdauung. Etwa jeder sechste Erwachsene kämpft regelmäßig mit Verstopfung. Während eine Schüssel warmer Haferflocken als bewährtes Hausmittel gilt, bietet der Speiseplan am Morgen zahlreiche weitere Optionen, um den Darm sanft in Schwung zu bringen. Im Zentrum steht dabei ein entscheidender Nährstoff: Ballaststoffe. Sie wandern unverdaut in den Dickdarm, erhöhen das Stuhlvolumen und erleichtern so den Gang zur Toilette, wie Ernährungswissenschaftler betonen.

Vollkornmüsli und Quinoa als ballaststoffreiche Getreide-Alternativen

Wer morgens wenig Zeit hat, greift oft zu schnellen Getreideprodukten. Ein vollkornreiches Müsli kann hier laut Sylvia Klinger, M.S., RDN, wahre Wunder für das Verdauungssystem bewirken. Viele Menschen verfehlen die empfohlene tägliche Ballaststoffmenge von 25 bis 38 Gramm deutlich, weshalb der Start in den Tag mit Vollkornprodukten einen wichtigen Ausgleich schafft.

Bei der Auswahl gilt es jedoch, genau hinzusehen. Empfohlen werden Produkte, die Getreidesorten wie Weizen, Bulgur, Gerste, Hafer oder Quinoa als erste Zutat auflisten und mindestens drei Gramm Ballaststoffe pro Portion liefern. Gleichzeitig sollte der Zuckergehalt im Blick behalten werden; ein Richtwert liegt bei maximal zehn Gramm Zucker pro Portion. Eine weitere Alternative für Getreideliebhaber ist Quinoa, das gekocht fünf Gramm Ballaststoffe liefert. Für einen besonders schnellen Start eignen sich laut Fachleuten sogenannte Quinoa-Flocken, die einfach eine gerollte oder flach gedrückte Version des Samens sind und dieselben Nährstoffe besitzen, wie die Ernährungsspezialistin Kate Scarlata laut der Berichterstattung erklärt.

Kiwis und Brombeeren: Natürliche Helfer mit Sorbit und Enzymen

Trockenpflaumen sind der Klassiker bei Verdauungsbeschwerden, doch frisches Obst bietet mindestens ebenso wirksame Alternativen. Kate Scarlata M.P.H., RDN, bezeichnet Kiwis als ihre Go-to-Empfehlung für verstopfte Patientinnen und Patienten, wie aus dem Bericht hervorgeht. Die Früchte unterstützen die Verdauung auf zweierlei Weise: Ihr Ballaststoffgehalt zieht Wasser in den Darm, während das enthaltene Enzym Actinidin die Verdauung fördert, ohne übermäßige Blähungen zu verursachen.

Verdauung anregen: 6 Frühstücks-Alternativen zu Haferflocken
Photo: aol.com

Ähnlich effektiv zeigen sich Brombeeren. Eine Tasse der dunklen Beeren liefert rund acht Gramm Ballaststoffe – so viel wie zwei Tassen gekochter Haferflocken. Zudem enthalten sie den natürlichen Zuckeralkohol Sorbit.

Sie enthalten zudem ein natürliches Abführmittel namens Sorbit, das Wasser in den Darm zieht und den Stuhl weicher machen kann, um den Abgang zu erleichtern. Kate Scarlata, M.P.H., RDN, via Aol

Chiasamen und Bohnen für eine nachhaltige Darmgesundheit

Unter den Saaten nehmen Chiasamen eine Spitzenposition ein. Zwei Esslöffel liefern beeindruckende zehn Gramm Ballaststoffe, die in Flüssigkeit eine schleimige Gelschicht bilden und den Darmtransport erleichtern. Wegen dieser enormen Ballaststoffdichte rät Amy Kimberlain, RDN, CDCES, mit nur einem Esslöffel zu beginnen und bei Bedarf mehr hinzuzufügen, wie die Quelle festhält. Ergänzend wirken gesunde Fette, die laut der in Arkansas tätigen Ernährungsberaterin MaLinda Coffman, RDN, wie ein Wasserschlauch im Verdauungstrakt wirken und den Weitertransport unterstützen (wie Everyday Health berichtet).

Verdauung anregen: 6 Frühstücks-Alternativen zu Haferflocken
Photo: https://www.betterhealth.vic.gov.au/health/healthyliving/breakfast

Wer es deftig mag, kann auch zu Bohnen greifen. Mit rund 17 Gramm Ballaststoffen pro Tasse gelten sie als außergewöhnlich starkes Mittel gegen Verstopfung.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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