September 2026, sein Solokonzert im Lincoln Financial Field in Philadelphia mit deutlichen Worten zum Gaza-Krieg. Vor fast ausverkauftem Haus bezeichnete er die Ereignisse als katastrophal und unvertretbar, nachdem wochenlange Kontroversen um seine Tour und den gefeuerten Vorakt Macklemore für heftige Turbulenzen gesorgt hatten.
Konstantinopel der Emotionen: Ed Sheerans Statement in Philadelphia
Der britische Musiker sah sich am Samstag mit einer geladenen Atmosphäre konfrontiert, als er die Bühne im Lincoln Financial Field betrat (berichtet unter anderem von NPR). Nach einer turbulenten Woche, in der die Tour von Absagen von Support-Acts und anhaltenden Diskussionen überschattet wurde, ergriff der Grammy-Gewinner das Wort. Er betonte, dass er niemals ein Aktivistenmusiker sein wollte, sich jedoch plötzlich im Zentrum einer emotionalen Debatte über Redefreiheit und einen der komplexesten politischen Konflikte weltweit wiederfindet.
Ich will die Fans nicht enttäuschen und ich wollte nie ein aktivistischer Musiker sein, aber das hat mich in die Mitte einer wichtigen und leidenschaftlichen Debatte über die Redefreiheit und das komplexeste politische Thema auf dem Planeten gebracht. Ed Sheeran, Musiker
Dabei verurteilte der Künstler sowohl die Angriffe in Israel vom 7. Oktober 2023 als schrecklich als auch die darauffolgenden Zustände in Gaza (laut der Berichterstattung von HuffPost). NPR zufolge sagte er, die Angriffe in Israel vom 7.
Der Rauswurf von Macklemore und die Folgen für die Loop Tour
Die Spannungen rund um die weltweite Loop Tour entzündeten sich an einem Auftritt des Rappers Macklemore, der am 5. September in New Jersey den Ausruf Free Palestine
getätigt hatte. In der Folge wurde der Rapper von der Tournee entfernt. Wie Medienanalysen und Berichte hervorheben, geschah dieser Schritt auf Drängen von Robert Kraft, dem Eigentümer der New England Patriots, deren Unternehmen das Stadion in Foxborough besitzt, wo ein Konzert geplant war. Sheeran erklärte laut NPR, er sei nicht für die Entscheidung verantwortlich gewesen und habe „spoke with the venues at length all week to try to build a bridge“; zudem betonte er, dass der Tourpromoter letztlich dafür verantwortlich gewesen sei.

Sheeran selbst beteuerte wiederholt, nicht für die Entscheidung verantwortlich zu sein, den Rapper zu kündigen. Dennoch solidarisierten sich andere Künstler mit dem Fall. Die dänische Band Lukas Graham und der irische Sänger Aaron Rowe, die als Ersatz für Macklemore eingesprungen waren, zogen sich ebenso zurück wie Finneas, der Bruder und musikalische Partner von Billie Eilish, der für die anstehenden Konzerte in Südamerika eingeplant war (so die Details bei NPR).
Finanzielle Reaktionen und humanitäre Spenden
Parallel zu den Absagen formierte sich auch finanzielle und humanitäre Aktivität. Macklemore gab bekannt, eine Million US-Dollar für palästinensische Hilfsmaßnahmen zu spenden, und forderte Robert Kraft auf, den Betrag zu verdoppeln (berichtet von HuffPost). Ein Sprecher von Kraft erklärte daraufhin laut NPR, dass sowohl der Milliardär als auch Ed Sheeran zugestimmt hätten, jeweils zwei Millionen Dollar zu spenden, allerdings ohne sofortige Angaben darüber, wohin die Gelder fließen sollen.

Das wirtschaftliche Gewicht der Tournee verdeutlicht die Dimensionen der Debatte: Laut Pollstar-Erhebungen aus dem Mai war Ed Sheerans Loop Tour die weltweit umsatzstärkste Konzertreise mit durchschnittlichen Einnahmen von über 7 Millionen US-Dollar pro Stadt. Bis Ende 2025 galt Sheeran zudem als der drittbestverdienende Live-Künstler weltweit seit 2021.
Proteste vor dem Stadion und geteilte Fan-Reaktionen
Vor dem Stadion in Philadelphia versammelte sich am Samstag eine Gruppe von Demonstranten mit palästinensischen Flaggen. Unter ihnen war auch die 34-jährige Konzertbesucherin Hillary Steinberg, die ihre Eintrittskarte nach einem Jahr Wartezeit erstattet hatte, um stattdessen an der Protestkundgebung teilzunehmen (laut NPR-Bericht). Sie begründete dies damit, dass jede Kunst und Musik unweigerlich politisch sei und man durch das Ausbleiben einer klaren Haltung ebenfalls eine politische Wahl treffe, wobei sie anfügte: „I was, until this week, a big Ed Sheeran fan.
Das passiert an so vielen Orten, an denen ich auf der Welt spiele, aber es sollte niemals in der freien Welt passieren. Ed Sheeran, Musiker
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