Zehn Jahre nach ihrer spektakulären Trennung führen Angelina Jolie und Brad Pitt noch immer erbitterte juristische Gefechte. Während die Scheidung im Spätjahr 2024 finalisiert werden konnte, belastet der andauernde Streit um das französische Weingut Château Miraval sowie eine tiefe familiäre Entfremdung das einstige Hollywood-Traumpaar bis heute.
Das Ende von Brangelina und die ungeklärte Flugzeug-Eskalation
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im Jahr 2005 begann, endete in einer der öffentlichkeitswirksamsten Schlammschlachten der jüngeren Filmgeschichte. Die Beziehung der beiden Schauspieler sorgte von Beginn an für Schlagzeilen, da Brad Pitt damals noch mit Jennifer Aniston verheiratet war. Unter dem Namen Brangelina galten sie jahrelang als das glamouröseste Paar Hollywoods, umringt von Paparazzi und ihren sechs Kindern. Nach einer langjährigen Partnerschaft und gemeinsamen Adoptionen sowie biologischem Nachwuchs folgte im August 2014 die Hochzeit auf ihrem gemeinsamen französischen Weingut Château Miraval.
September 2016, kam es auf einem Privatflug von Frankreich nach Los Angeles zu dem folgenschweren Vorfall, der die Ehe sofort beendete. Nur sechs Tage nach dem Flug reichte Angelina Jolie die Scheidung ein. Bis heute ist strittig, was sich in der Kabine abspielte. In stark geschwärzten FBI-Unterlagen, die im Jahr 2022 an die Öffentlichkeit gelangten, schilderte Jolie laut Berichten zufolge einen heftigen Ausraster ihres damaligen Ehemanns. Brad Pitt wies sämtliche Vorwürfe stets zurück. Die Bundespolizei ermittelte nach einer anonymen Anzeige, stellte die Untersuchungen jedoch zwei Monate später ohne Anklageerhebung ein.
Millionenklagen um das Weingut Château Miraval
Auch wenn das eigentliche Scheidungsverfahren erst Ende 2024 rechtskräftig abgeschlossen werden konnte, geht der juristische Kampf um finanzielle Werte nahtlos weiter. Im Zentrum des wirtschaftlichen Streits steht nach wie vor das Anwesen in der Provence. Angelina Jolie verkaufte ihren Geschäftsanteil im Oktober 2021, woraufhin Brad Pitt im Februar 2022 klagte. Der Schauspieler warf seiner Ex-Frau vor, eine stille Vereinbarung über die gegenseitige Zustimmung bei Anteilsverkäufen gebrochen und ihm absichtlich Schaden zu wollen.

Jolies Firma Nouvel reagierte mit einer heftigen Gegenklage über 250 Millionen Dollar und warfte Pitt seinerseits einen Rachefeldzug vor. Während die Gerichte diese finanzielle Auseinandersetzung weiter bearbeiten, hat Brad Pitt sein persönliches Leben neu geordnet. Er sprach 2019 in der New York Times offen über seine Alkoholprobleme und seinen Entzug im Rahmen eines Zwölf-Schritte-Programms. Seit Ende 2022 ist er mit der Schmuckdesignerin Ines de Ramon liiert.
Familiäre Entfremdung und der Wunsch nach einem nomadischen Leben
Schwerer als die finanziellen Differenzen wiegt für das Ex-Paar offenbar die Distanz zu den gemeinsamen Kindern. Laut US-Medienberichten hat Brad Pitt seit längerer Zeit keinen Kontakt mehr zu seinen ältesten Nachkommen. Die familiäre Entfremdung zeigt sich vor allem im Alltag und vor dem Amt: Fünf der sechs Kinder nutzen den Nachnamen Pitt nicht mehr, und zwei haben den Namen bereits rechtlich ablegen lassen.

Angelina Jolie blickt derweil auf einen neuen Lebensabschnitt. Sie erklärte gegenüber dem Hollywood Reporter, dass sie nur wegen des langwierigen Scheidungsverfahrens in Los Angeles geblieben sei. Mit der Volljährigkeit der Zwillinge Knox und Vivienne im Juli 2026 steht diesem Wunsch nun nichts mehr im Wege. Ihre 1913 erbaute und 2017 für 24,5 Millionen Dollar erworbene Villa in Los Feliz bereitet sie bereits seit dem vergangenen Jahr für einen Verkauf vor, um künftig einen nomadischen Lebensstil vor allem außerhalb der Vereinigten Staaten zu pflegen.