Bankchef Stefan Bollinger treibt das Outsourcing voran: Die Julius Bär hat in Mumbai eine grosse Fläche im Waterstones Business Park für Backoffice-Arbeiten gemietet. Unter dem Namen Julius Baer Global Enterprise Services (India) setzt das Finanzinstitut auf billige Arbeitskräfte in der indischen Metropole, während Risiken im Auslandsgeschäft bestehen bleiben.
Um die Aktie nach oben zu bringen und den eigenen Bonus zu steigern, setzt Julius-Bär-Chef Stefan Bollinger auf den Standort Indien. In der Wirtschaftsmetropole Mumbai, dem ehemaligen Bombay, hat die Bank soeben eine grosse Fläche angemietet, um administrative Backoffice-Arbeiten dorthin zu verlagern.
Julius Baer Global Enterprise Services in Mumbai gestartet
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Die neu geschaffene rechtliche Einheit firmiert unter dem Namen Julius Baer Global Enterprise Services (India) und nimmt in der indischen Metropole den Betrieb auf. Wie kürzlich das Medium Business Standard berichtete, sind die Mitarbeitenden im Waterstones Business Park untergebracht. Die Bank hat für diese Räumlichkeiten eine feste Miete für die nächsten fünf Jahre abgeschlossen. Das zugrundeliegende Rezept setzt auf günstige Arbeitskräfte vor Ort statt auf teure Schweizer Löhne, wie Inside Paradeplatz darlegt.
Rückblick auf Datenpannen bei UBS und Credit Suisse
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Mit diesem Schritt wandert die Bank auf bekannten Pfaden, die allerdings mit Risiken verbunden sind. Die UBS macht es laut Inside Paradeplatz ähnlich, kämpfte in Indien jedoch bereits mit einem massiven Daten-Desaster, bei dem echte Kundennamen und Konten auf dem Subkontinent in falsche Hände gerieten. Dennoch baut der Finanzmulti seine Präsenz in Hyderabad massiv aus.
Auch die inzwischen geschlossene Credit Suisse blickt auf eine Historie mit Hacks und Datenpannen in ihren Zentren im Ausland zurück. In ihrer Schlussphase waren über 8’000 der über 60’000 Total-Mitarbeiter der Credit Suisse in Indien domiziliert. Dennoch lässt sich Bär-Chef Bollinger von diesen Präzedenzfällen nicht abschrecken.
Geldwäscherei-Strafe in Monaco und fortbestehende Risiken
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Erst kürzlich musste Stefan Bollinger in Monaco eine Geldstrafe in Höhe von 1,5 Millionen Euro zahlen. Die Behörden in Monaco bewerteten dies als Schlamperei bei der Vermeidung von Geldwäscherei.
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