Samsung veröffentlicht im September 2026 sein neues Sicherheitsbulletin für Galaxy-Geräte mit insgesamt 89 behobenen Schwachstellen. Gleichzeitig weitet der Konzern das One UI 9.0 Betaprogramm auf Basis von Android 17 für die Galaxy A55-Serie aus, während für ältere Smartwatches wie die Galaxy Watch 4 der Support ausläuft.
Der südkoreanische Technologiekonzern treibt im September 2026 sowohl die Software-Aktualisierung aktueller Modelle als auch den Support-Stopp älterer Geräte voran. Im Fokus stehen dabei umfassende Sicherheitskorrekturen für Android-Systemkomponenten sowie die praktische Erprobung der nächsten Benutzeroberflächen-Generation.
Sicherheits-Patches für September 2026 schließen 89 Lücken
Im Rahmen des Sicherheits-Bulletins für September 2026 behebt das Unternehmen zahlreiche Schwachstellen in verschiedenen Betriebssystemversionen. Laut der Übersicht entfallen 18 kritische und 40 als hoch eingestufte Lücken auf Entdeckungen von Google, während Samsung 31 eigene Korrekturen beisteuert. Die Updates betreffen die Android-Versionen 14 bis 17, wobei letztere die technische Basis für die neue Benutzeroberfläche One UI 9 bildet.
Besonderes Augenmerk gilt zwei spezifischen Schwachstellen, die gezielt Samsung-Geräte betreffen. Zwei heap-basierte Pufferüberläufe in den DNG- und JPG-Decodern der Systembibliothek libimagecodec.quram.so
erlaubten es Angreifern unter Umständen, aus der Ferne beliebigen Code auszuführen (SVE-2026-3247 und SVE-2026-3282, verknüpft mit CVE-2026-21095 und CVE-2026-21096). Von den durch Google gemeldeten Problemen stuft Samsung zudem 40 Einträge als für Galaxy-Geräte nicht relevant ein, während ein weiteres Problem bereits in einem früheren Update behoben wurde.
Die Verteilung der Patches erfolgt schrittweise und variiert je nach Region sowie Gerätemodell. Wichtige Flaggschiff-Modelle erhalten die Aktualisierungen im monatlichen Rhythmus, während andere Baureihen im Vierteljahresrhythmus versorgt werden. Ältere Geräte wie das Galaxy Z Fold 4 und das Galaxy Z Flip 4 sind inzwischen aus der Topliste herausgefallen und erhalten nur noch alle drei Monate Sicherheitspatches; zudem werden sie kein Upgrade auf Android 17 mehr erhalten.
One UI 9.0 Beta startet für das Galaxy A55
Parallel zur Sicherheitsaktualisierung hat das Unternehmen die erste Beta-Version von One UI 9.0 auf Basis von Android 17 für das Mittelklasse-Smartphone Galaxy A55 gestartet. Der Testlauf ist zunächst auf Südkorea beschränkt, soll jedoch in den kommenden Tagen auf weitere Länder wie Deutschland und andere europäische Regionen ausgedehnt werden.

Der bereitgestellte Test-Build mit der Firmware-Kennung A556SKSUAZZI1 hat eine Größe von 2,13 Gigabyte. Nutzer können sich über die Samsung Members App für das Programm registrieren und die Software anschließend über die regulären Systemeinstellungen herunterladen. Damit erhalten auch Nutzer der Mittelklasse frühzeitig Einblick in die Neuerungen der nächsten Android-Generation.
Künstliche Intelligenz für die Galaxy S26-Serie
Bereits Ende August startete Samsung ein neues Beta-Update für die Galaxy S26-Serie, das zusätzliche Funktionen im Bereich der künstlichen Intelligenz einführt. Zu den Neuerungen gehören die Funktionen Meine FanCam
, Now Brief
und Now Nudge
, die zuvor bereits in der Galaxy Z8-Reihe zu finden waren.

Die Funktion Meine FanCam
ermöglicht es, ein ausgewähltes Motiv in Videos automatisch zu verfolgen, im Bildzentrum zu halten und das Material für Social-Media-Kanäle anzupassen. Now Brief
bündelt nützliche Informationen und Sicherheitshinweise in anpassbaren Karten, während Now Nudge
kontextbezogene Vorschläge für den Alltag liefert und dabei Textnachrichten sowie Kalenderdaten analysiert.
Ende des Software-Supports für die Galaxy Watch 4
Während Smartphones neue Software erhalten, markiert der September 2026 für die Smartwatch-Modelle Galaxy Watch 4 und Galaxy Watch 4 Classic das offizielle Ende des Supports. Die im August 2026 bereitgestellte Aktualisierung war die letzte offizielle Aktualisierung für diese Baureihe.
Die vor rund fünf Jahren eingeführten Uhren waren für den Hersteller ein Meilenstein, da sie den Wechsel vom hauseigenen Tizen-Betriebssystem zu Googles Wear OS vollzogen. Nach vier großen Systemaktualisierungen erhalten die Geräte ab sofort weder neue Funktionen noch Sicherheitsupdates. Samsung hat die Modelle entsprechend von der Update-Webseite entfernt und empfiehlt Nutzern, die Wert auf aktuelle Software legen, den Umstieg auf neuere Generationen wie die Galaxy Watch 9 oder die Galaxy Watch Ultra 2.