Chinas Qinwen Zheng hat bei den US Open nach einem dramatischen Rückstand gegen Madison Keys das Achtelfinale erreicht. Die Olympiasiegerin kämpfte sich im entscheidenden Satz von 0:5 zurück und trifft nun auf Iga Swiatek, während Naomi Osaka ebenfalls die nächste Runde in New York erreichte.
Qinwen Zheng und das dramatische Comeback gegen Madison Keys
Chinas Tennisspielerin Qinwen Zheng hat bei den US Open in New York ein bemerkenswertes Comeback gezeigt. Gegen die US-Amerikanerin Madison Keys drehte die Olympiasiegerin von 2024 eine scheinbar aussichtslose Lage im entscheidenden Satz und gewann nach zwei Stunden und 28 Minuten mit 1:6, 7:6 (7:3), 7:5. Keys stand im dritten Satz bereits kurz vor dem Sieg und führte mit 5:0 Spielen, bevor Zheng das Spiel komplett drehte und die nächsten sieben Spiele in Folge für sich entschied.
Die Partie am 5. September 2026 im Flushing Meadows National Tennis Center forderte beiden Athletinnen alles ab. Zheng musste nach einer im Vorjahr durchgeführten Operation am rechten Ellenbogen den harten Weg über die Qualifikation nehmen, da sie im Ranking zwischenzeitlich auf Platz 121 abgerutscht war, nachdem sie zuvor bereits den vierten Weltranglistenplatz belegt hatte. Nach dem entscheidenden Punkt brach die Chinesin vor Freude auf dem Platz zusammen.
Zheng fügte hinzu, dass die Unterstützung des Publikums auf den Rängen für sie eine treibende Kraft war. When the crowd is supporting her I feel at the same time they're supporting me because the more noise they made I felt like they were trying to wake me up,
sagte sie. Mit dem Einzug in die nächste Runde ist Zheng die erste Qualifikantin im Achtelfinale seit Emma Raducanu im Jahr 2021.
Das Achtelfinalduell gegen Iga Swiatek
In der Runde der letzten 16 wartet nun die an Nummer acht gesetzte Iga Swiatek auf die Chinesin. Für Zheng schließt sich damit ein Kreis, kommt es doch zur Neuauflage des dramatischen Halbfinals der Olympischen Spiele in Paris, bei dem die Siegesserie der Polin ein tränenreiches Ende gefunden hatte.
Zheng knüpft damit an ihre erfolgreichsten Zeiten an und steht zum dritten Mal nach 2023 und 2024 im Viertelfinale der US Open. Der Weg dorthin war von gesundheitlichen Rückschlägen und einer langen Aufbauphase geprägt.
Naomi Osaka und weitere Entscheidungen im Damen-Tableau
Neben Zheng sorgte auch Naomi Osaka für Schlagzeilen im zweiten Turnier-Wochenende. Die japanische Spielerin kämpfte sich gegen die an Nummer 23 gesetzte Belgierin Elise Mertens mit 6:3, 3:6, 7:5 durch. In einer umkämpften Partie, die zwei Stunden und 38 Minuten dauerte, musste die japanische 13. Gesetzte neben starker Gegenwehr auch eine Achilles-Blessur überstehen. Osaka servierte neun Asse und verwandelte vier von 16 Breakchancen, um sich das Ticket für das Achtelfinale gegen die an Nummer zwei gesetzte Elena Rybakina zu sichern.

Im weiteren Verlauf des Turniers erreichte zudem Mirra Andrejewa nach einem 5:7, 6:4, 6:3-Erfolg gegen Anastasia Potapowa die nächste Runde. Für Potapowa, die seit Dezember des Vorjahres für Österreich antritt, platzte damit der Traum von einer Viertelfinalteilnahme, die es für eine Österreicherin seit 14 Jahren nicht mehr gegeben hatte. Andrejewa trifft nun auf die Weltranglistenvierte Coco Gauff oder das US-Talent Iva Jovic.