Die Suche nach der nächsten Besetzung für die Rolle des Geheimagenten James Bond läuft auf Hochtouren, während Filmstudio MGM und Amazon die enger gewordene Kandidatenliste prüfen. Gleichzeitig schlagen Branchenveteranen und ehemalige Darsteller Alarm bezüglich der Bekanntheit künftiger Agenten und hinterfragen bestehende Besetzungsspekulationen.
Rory Kinnear und die Suche nach Continuity beim britischen Geheimagenten
Während die Spekulationen um den nächsten Hauptdarsteller der langlebigen Agentenreihe die Runde machen, bleibt die Frage offen, welche bekannten Gesichter aus dem Umfeld des Geheimagenten in den kommenden Produktionen von Amazon MGM Studios eine Rückkehr feiern könnten. Zu den Beteiligten, die sich bislang in Geduld üben müssen, gehört Rory Kinnear. Der Schauspieler verkörperte Bill Tanner, den Stabschef von M, von Quantum of Solace (2008) bis hin zu No Time to Die (2021).
Rory Kinnear, Schauspieler, führte aus, das sei das Aufregende – er sei sich sicher, dass sie an einer gewissen Kontinuität festhalten wollten, was das für die Menschen bedeute, aber es werde einen völlig anderen Ansatz geben.
Obwohl er für eine erneute Mitwirkung offen wäre, bestätigte Kinnear, dass bislang keine konkreten Anfragen bei ihm eingegangen seien. Gleichzeitig äußerte er sich skeptisch gegenüber aktuellen Medienberichten, wonach Schauspieler wie Jacob Elordi, Jack Lowden oder Jack Barton bereits vor fortgeschrittenen Vertragsverhandlungen stünden.
Theo James erteilt der Agentenrolle eine Absage wegen seines Alters
Ein anderer oft gehandelter Name steht definitiv nicht für die Nachfolge von Daniel Craig zur Verfügung. Theo James erteilte entsprechenden Gerüchten im Gespräch mit British GQ eine deutliche Absage. Als zentralen Hinderungsgrund nannte der Schauspieler sein Alter. Der Darsteller aus Serien wie The White Lotus und The Gentlemen erklärte, er sei jetzt definitiv zu alt, zum einen.
Neben dem Alter spielt vor allem der Schutz seiner Familie eine ausschlaggebende Rolle bei seiner Entscheidung. James äußerte Bedenken hinsichtlich der extremen öffentlichen Beobachtung, der er, seine Ehefrau Ruth Kearney und ihre gemeinsamen Kinder ausgesetzt wären.
Theo James, Schauspieler, gab zu Bedenken, man solle sich vorstellen, plötzlich könnten er und sein Gesprächspartner nicht mehr die Straße entlanggehen, und fragte, was das mit den eigenen Kindern mache, die versuchten, inmitten extremer Beobachtung und Berühmtheit zu sich selbst zu finden.
Mit dieser Einschätzung setzt der Darsteller strengere Maßstäbe an als die bisherige Historie der Filmreihe: Daniel Craig war bei seinem Debüt in Casino Royale (2006) im Alter von 38 Jahren angetreten. Theo James wäre bei einer hypothetischen Verpflichtung lediglich drei Jahre älter gewesen. Auch Branchenkollege James Norton schloss eine Beteiligung in Interviews mit dem Sender Capital Breakfast mit Verweis auf sein Alter von 41 Jahren aus.
Casting-Gerüchte, engere Auswahllisten und prominente Favoriten
Hinter den Kulissen verdichten sich unterdessen die Berichte über eine drastische Verkleinerung des Bewerberfeldes. Laut Berichten des US-Branchenportals Knight Edge Media soll Amazon MGM die Liste der infrage kommenden Darsteller auf lediglich drei Namen reduziert haben. Darunter befinden sich dem Vernehmen nach der Brite Callum Turner sowie sein Landsmann Jack O’Connell, der zuletzt mit Rollen in Sinners und 28 Years Later auf sich aufmerksam machte. Die Identität eines dritten Kandidaten bleibt in der Branche demnach weitgehend unbekannt, während vereinzelt Jack Barton als Überraschungskandidat genannt wird.

Parallel dazu berichten weitere Medien über anstehende Screen Tests, auf denen Namen wie Harris Dickinson, Jacob Elordi und Jack Lowden auftauchen. Regie bei dem kommenden Film wird Denis Villeneuve führen, während das Drehbuch von Steven Knight verfasst wird. Ein konkreter Kinostart steht noch aus; Branchenbeobachter rechnen mit einem Produktionsstart im kommenden Jahr und einer Veröffentlichung frühestens im Jahr 2028.
Debbie McWilliams über die Notwendigkeit des totalen Enigmas
Die Frage nach dem perfekten Profil für die Hauptrolle beschäftigt auch erfahrene Filmschaffende. Die ehemalige Casting-Director Debbie McWilliams, die im Laufe ihrer Karriere Darsteller wie Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig besetzte, betonte in einem Interview mit der Independent, dass absolute Verschwiegenheit und Unbekanntheit essenzielle Voraussetzungen für den Geheimagenten seien.

Sie sprach sich gegen allzu bekannte Namen auf der Favoritenliste aus, da das Publikum bei zu starker medialer Durchdringung der Darsteller den Glauben an die Figur verliere. Diese Einschätzung deckt sich mit Berichten, wonach die Produktion primär nach einem weitgehend unbekannten britischen Schauspieler, possibly in his late twenties or early thirties, sucht.
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