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Welt

US-Gesandte in Moskau und Kiew: Zeitlich begrenzte Feuerpause vereinbart

US-Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu Gesprächen in Moskau und Kiew eingetroffen. Nach Angriffen auf ukrainische Flughäfen und Industrieanlagen einigten sich Russland und die Ukraine auf eine zeitlich begrenzte Feuerpause bei Luftangriffen auf die jeweiligen Hauptstädte, während US-Präsident Donald Trump einen neuen Friedensvorschlag vorlegt.

Die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine haben eine neue Dynamik erhalten. Der russische Präsident Wladimir Putin ordnete eine dreitägige Unterbrechung der Angriffe auf Kiew an. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass die Maßnahme mit dem geplanten Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, in der ukrainischen Hauptstadt zusammenhängt.

Treffen in Moskau und Reaktionen auf den US-Besuch

Für Witkoff ist das Treffen mit Putin in Moskau bereits der achte offizielle Besuch seit Anfang 2025. Am Flughafen wurden die beiden US-Unterhändler vom russischen Gesandten Kirill Dmitrijew empfangen, der sie in sozialen Medien als Welcome to Moscow Peacemakers begrüßte. US-Präsident Donald Trump erklärte im Weißen Haus auf Nachfrage von Reportern, dass seine Gesandten einen konkreten Vorschlag zur Beendigung des Krieges mitbringen. Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können, sagte Trump.

Trotz der diplomatischen Mission blieb die militärische Lage angespannt. Unmittelbar vor der Ankunft der Delegation meldeten ukrainische Stellen heftige Angriffe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, russische Streitkräfte hätten demonstrativ die Flughäfen in Kiew und Boryspil bombardiert. Selenskyj wertete diese Angriffe als Reaktion auf die Vorbereitungen für eine mögliche Landung eines US-Regierungsflugzeugs in der Ukraine.

Gegenseitige Zusagen zur Feuerpause bei Luftangriffen

Um den Verhandlungen einen verlässlichen Rahmen zu geben, erklärte die ukrainische Führung ihre Bereitschaft zu einer temporären Zurückhaltung. Von dem Moment dieses Gesprächs an sind wir bereit, eine Feuerpause bei den Luftangriffen auf die in den Verhandlungsprozess involvierten Städte einzuhalten, teilte Selenskyj am Samstagnachmittag mit. Die ukrainische Seite versicherte, bis Montag von Angriffen auf Moskau abzusehen, und erwartete von Russland ein entsprechendes Vorgehen bezüglich Kiew.

US-Gesandte in Moskau und Kiew: Zeitlich begrenzte Feuerpause vereinbart
Photo: english.mathrubhumi.com

Das ukrainische Militär betonte jedoch, dass Kampfhandlungen an der rund 1.250 Kilometer langen Front unvermindert weitergehen, da eine einseitige oder asymmetrische Waffenruhe zu gefährlich für die Soldaten sei.

Anhalten der Kämpfe und Opfer im Dnipropetrowsk-Gebiet

Abseits der Hauptstädte forderten die anhaltenden Gefechte weitere Menschenleben.

US-Gesandte in Moskau und Kiew: Zeitlich begrenzte Feuerpause vereinbart
Photo: united24media.com

A locksmith, an electrician, a plumber and a machinist. People of peaceful professions. They were simply working their shift. They were doing their job when enemy missiles cut off their lives

Oleksandr Hanzha, local military administration head

Ausblick auf den Verhandlungsprozess und Frontrealitäten

Die diplomatischen Aussichten bleiben unter Beobachtern umstritten. Während die US-Unterhändler in der Region neue Vorschläge ausarbeiten, dämpfte der Kreml die Erwartungen an einen raschen Durchbruch. Kreml-Sprecher Peskow erklärte, die grundlegenden Voraussetzungen für ein Kriegsende seien derzeit noch nicht gegeben. Auch der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, schätzte realistischerweise ein, dass tragfähige Bedingungen für einen dauerhaften Frieden kaum vor Frühjahr 2027 zu erwarten seien.

Russische Regierungsvertreter betonten zudem, dass Verhandlungen die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen müssten. Der russische Vizeaußenminister Sergej Galuzin und Außenminister Sergej Lawrow machten wiederholt deutlich, dass Moskau den Fortgang des Krieges stärker von den militärischen Entwicklungen an der Frontlinie als von diplomatischen Gesprächen abhängig sieht.

Russia to pause strikes on Kyiv as US peace envoys visit
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Anna Richter

Über den Autor

Anna Richter leitet das Weltressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet ueber internationale Politik, Diplomatie und geopolitische Entwicklungen mit Fokus auf Kontext, Verlaesslichkeit und Relevanz fuer deutschsprachige Leser.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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