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Passagiere fixieren aggressiven Mann mit Klebeband auf American-Airlines-Flug

Ein US-Inlandsflug von Texas nach New Jersey musste am 3. September 2026 nach Baltimore umgeleitet werden, nachdem ein aggressiver Passagier rassistische und homophobe Beleidigungen äußerte und Mitreisende angriff. Mithelfen mussten Crew und Passagiere, den Mann mit Klebeband und Kabelbindern bis zur Landung zu fixieren.

Eskalation an Bord von American Airlines Flug 618

Der Vorfall ereignete sich an Bord einer Maschine der American Airlines, die als Flug 618 vom Dallas-Fort Worth International Airport auf dem Weg zum Newark Liberty International Airport war. Laut übereinstimmenden Berichten begann ein 67-jähriger Passagier aus Arizona, gespielt von Wutausbrüchen und betrunken wirkend, eine laute Tirade über Religion zu halten und Mitreisende zu beschimpfen.

Als sich ein schwarzer Flugbegleiter näherte, um den Mann zu beruhigen, schlug die Situation in offene Aggression um. Der Fluggast bediente sich rassistischer Ausdrücke und warf mit homophoben Beleidigungen um sich , wie aus Berichten hervorgeht. Unter anderem nutzte er das N-Wort gegenüber dem Besatzungsmitglied und schlug im weiteren Verlauf nach seinem Sitznachbarn sowie dessen Computer.

Passagiere und Ex-Polizist greifen zu Kabelbindern und Klebeband

Als eine weibliche Passagierin versuchte einzuschreiten, wurde sie von dem Mann weggestoßen. Diese körperliche Eskalation rief andere Reisende auf den Plan, die aktiv in das Geschehen eingriffen.

Passagiere fixieren aggressiven Mann mit Klebeband auf American-Airlines-Flug
Photo: foxbaltimore.com

Richard Olenick, ein Passagier an Bord und früherer Polizist, schilderte die Situation als extrem intensiv. Olenick erklärte, dass seine Ausbildung aus seiner Zeit als Polizist Wirkung zeigte, während er beschrieb, wie seine Berufserfahrung ihn zum Eingreifen bewegte. Zunächst versuchten die Helfer, den Tobenden mit Kabelbindern zu bändigen. Da diese sich als unzureichend erwiesen, reichten Flugbegleiter zusätzliches Klebeband und weitere Kabelbinder an die Passagiere weiter.

Richard Olenick, Passagier und ehemaliger Polizist, via Local 12 erläuterte, Kabelbinder seien nicht genug gewesen, um ihn unter Kontrolle zu halten, und erklärte weiter, man sei daraufhin zu Klebeband übergegangen.

Auf Videoaufnahmen, die unter anderem über TMZ verbreitet wurden, ist zu sehen, wie der Mann von Kopf bis Fuß mit Klebeband an seinen Sitz gefesselt ist und deutliche Schnittverletzungen an den Armen aufweist. Mitreisende und Crew hielten den Mann während des restlichen Fluges unter Kontrolle.

Sicherheitslandung in Baltimore und FBI-Ermittlungen

Aufgrund der unhaltbaren Zustände in der Kabine entschieden sich die Piloten für eine außerplanmäßige Landung. Die Maschine setzte gegen 22:15 Uhr sicher auf dem Baltimore/Washington International Thurgood Marshall Airport (BWI) auf.

Passagiere fixieren aggressiven Mann mit Klebeband auf American-Airlines-Flug
Photo: WJLA

Beamte der Maryland Transportation Authority Police sowie Einsatzkräfte des FBI nahmen den Verdächtigen direkt am Gate in Empfang. Der Mann wurde von den Fesseln befreit und in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei erwarten ihn zunächst staatliche Anklagen, darunter Körperverletzung zweiten Grades und Ruhestörung (second-degree assault and disorderly conduct).

Das FBI kündigte an, Zeugen zu vernehmen und den Sachverhalt gemeinsam mit der Bundesstaatsanwaltschaft (U.S. Attorney’s Office for the District of Maryland) zu prüfen, um über eventuelle bundesrechtliche Anklagen zu entscheiden. Auch die Luftfahrtbehörde FAA hat eigene Untersuchungen eingeleitet.

Bilanz der Luftfahrtbehörde und juristische Folgen

Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Statistik ein. Bis September 2026 haben Fluggesellschaften der US-Luftfahrtbehörde FAA bereits mehr als 1.160 Zwischenfälle mit renitenten Passagieren gemeldet (Federal Aviation Administration).

Unruly passenger bound with duct tape, zip ties during American Airlines flight

Die Behörde geht konsequent gegen Personen vor, die Flugzeugbesatzungen bedrohen, einschüchtern oder angreifen. Pro Verstoß drohen zivilrechtliche Geldbußen von bis zu 43.658 US-Dollar, wobei ein einzelner Vorfall mehrere Verstöße nach sich ziehen kann.

Für den festgenommenen Arizona-Mann ging es nach der ersten richterlichen Vorführung vorerst gegen Kaution auf freien Fuß. Sein Prozess vor dem zuständigen Gericht in Glen Burnie ist laut Gerichtsakten für den 19. Oktober 2026 angesetzt (Fox Baltimore). Der Flug setzte nach dem Polizeieinsatz in Baltimore seine Reise in Richtung Newark fort.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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