Fast 20 Jahre nach den ersten Planungen hat „Star Wars“-Schöpfer George Lucas am 3. September 2026 eine Vorbesichtigung seines mehr als eine Milliarde US-Dollar teuren Museums in Los Angeles gewährt. Das Lucas Museum of Narrative Art öffnet seine Pforten am 22. September im Exposition Park.
Nach jahrelangen Verzögerungen, Standortwechseln und Rechtsstreitigkeiten steht das raumschiffähnliche Gebäude im Exposition Park vor der offiziellen Eröffnung am 22. September. Bei einer Pressevorführung am Mittwoch erschien George Lucas persönlich, um Einblicke in sein langjähriges Herzensprojekt zu gewähren. Eine Überraschung, denn der legendäre „Star Wars-Schöpfer (82) spricht nur selten vor Publikum. Außer, wie es scheint, es geht um sein Lieblingsprojekt: Das
Lucas Museum of Narrative Art, das am 22. September im Exposition Park in Los Angeles eröffnet wird. Das Wort
finally“, also „endlich“, summte am Mittwoch durch die Ausstellungshallen des fünfstöckigen Gebäudes.
Ein langer Weg von San Francisco über Chicago nach Los Angeles
Ursprünglich wollte der Regisseur das Museum in San Francisco bauen. Die zuständige Behörde lehnte den geplanten Standort jedoch unter anderem wegen der Architektur und Gebäudehöhe ab. Danach sollte das Museum in Chicago entstehen. Dort blockierte ein jahrelanger Rechtsstreit das Projekt. Gegner wehrten sich dagegen, öffentliches Land am Ufer des Michigansees für den Bau zu nutzen. 2016 gab Lucas die Pläne auf. 2017 fiel die Wahl schliesslich auf Los Angeles, 2018 begann der Bau. Die Corona-Pandemie und spätere Lieferprobleme verzögerten die Fertigstellung zusätzlich. Die Eröffnung wurde deshalb mehrfach verschoben. Die Grundsteinlegung war 2018.


„Nun, es war ein langer Weg“, bestätigte Lucas bei seiner Ansprache in einem der Kinosäle des Museums. „Mittlerweile sind es etwa 17 Jahre, in denen ich aus Städten vertrieben wurde und versucht habe, dieses Projekt zu verwirklichen.“
George Lucas, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor
Er sei es gewohnt, das Unmögliche zu verwirklichen, sagte der legendäre Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. Ein Teil des Problems ist, dass ich ein Freigeist bin.
Das Projekt, das Lucas selbst finanziert, sollte am Ende genau nach seinen Vorstellungen umgesetzt werden, für mehr als eine Milliarde US-Dollar. Er gründete das Museum gemeinsam mit seiner Frau, Mellody Hobson.
Lucas wolle mit dem Museum die Illustratoren feiern, die für ihre Beiträge oft zu wenig Anerkennung erhalten haben, sagte Hobson. Wenn George gefragt werde, sage er, das Lucas Museum ist der Kunst des Volkes gewidmet
.
Mehr als 40.000 Werke
Das Gebäude umfasst Galerien, zwei Theater, eine Bibliothek, Restaurants, Kinos sowie Gemeinschaftsräume. Auf rund 9.000 Quadratmetern – beziehungsweise über 9.200 Quadratmetern – werden mehr als 1.300 Objekte von insgesamt mehr als 40.000 Werken gezeigt. Die Sammlung umfasst neben nie gezeigten Stücken aus Lucas‘ Fundus auch diverse Kunstwerke. Zur Sammlung gehören Comics, Manga-Zeichnungen, Filmplakate, Wandmalerei sowie Filmkunst und Objekte aus dem „Star Wars“-Archiv. Die Galerien sind nach Themen wie „Abenteuer“, „Kino“ oder „Science-Fiction“ geordnet. Zu sehen sind unter anderem Werke von Norman Rockwell, Frida Kahlo, Banksy, Jack Kirby, Diego Rivera, Kadir Nelson und Maxfield Parrish sowie Konzeptzeichnungen von Ralph McQuarrie für „Star Wars“.”””””

Kurz vor der Eröffnung hinterließ auch Banksy Arbeiten im Museum.
Architektur im Stil eines Raumschiffs und ein verankertes Star-Wars-Erbe
Der Entwurf stammt vom Architekten Ma Yansong. Das Gebäude wirkt wie ein schwebendes Raumschiff und kann sich bei Erdbeben bis zu einen Meter bewegen. Yansong orientierte sich nach eigenen Angaben an Formen aus der Natur und an Wolken. Museumsdirektorin Tracey Bates sagte, das Haus solle Fantasie anregen.
Besucher werden zunächst von einem gelben N-1-Sternjäger aus der ersten Star-Wars-Folge Die dunkle Bedrohung
empfangen, bevor sie in das Universum der Saga eintauchen. George Lucas erwähnte es zwar bei der Pressevorführung nicht direkt, aber in der Ausstellung „Star Wars in Motion“ spielt die Reihe dennoch eine zentrale Rolle. Gezeigt werden Fahrzeuge, Requisiten und Kostüme aus den ersten sechs Filmen. Besucherinnen und Besucher sehen dort unter anderem einen N-1-Sternjäger aus „Die dunkle Bedrohungund Anakins Airspeeder. R2-D2 und C-3PO haben auch ihren Platz in der Einrichtung.
”
Es gibt laut Lucas wirklich nur sehr wenige Dinge auf dieser Welt, die man ganz allein bewältigen kann
. Narrative Kunst schaffe eine Gruppe von Menschen mit einem gemeinsamen Glaubenssystem, erklärte der „Indiana Jones“-Produzent. Und dieses gemeinsame Glaubenssystem ermöglicht es ihn…
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