Die FIA hat den Großen Preis von Italien in Monza offiziell als Hitzefall-Rennen eingestuft. Grund dafür sind die anhaltenden hohen Temperaturen und eine sommerliche Hitzewelle in dem Land, die den Start des Wochenendes prägen.
FIA stuft Großen Preis von Italien in Monza als Hitzefall-Rennen ein
In einer offiziellen Mitteilung an die Teams erklärte FIA-Rennleiter Rui Marques: In accordance with Article B1.5.10 of the FIA F1 Regulations, having received a forecast from the Official Weather Service predicting that the Heat Index will be greater than 31.0 °C at some time during the Race at this Competition, a Heat Hazard is declared.
Der offizielle Wetterdienst prognostiziert für das Rennwochenende Temperaturen von mehr als 31 Grad Celsius, wobei das Thermometer am Freitag voraussichtlich 33 Grad, am Samstag 34 bis 35 Grad und am Sonntag rund 34 Grad erreichen soll.
Hintergrund und Entstehung der Hitzeschutz-Protokolle
Das Regelwerk für solche Hitzewarnungen wurde von der FIA für die Saison 2025 eingeführt. Dies geschah als direkte Reaktion auf den Großen Preis von Katar im Jahr 2023, bei dem extreme Hitze und Luftfeuchtigkeit zahlreiche Fahrer an ihre körperlichen Grenzen brachten.
Damals erlitten oder berichteten mehrere Piloten über massive gesundheitliche Probleme. So übergab sich Esteban Ocon im Helm, während Logan Sargeant das Rennen aus medizinischen Gründen aufgeben musste. Auch Lance Stroll und Alex Albon benötigten nach dem Rennen medizinische Behandlung wegen Hitzeschöpfung, und andere Fahrer gaben an, kurz vor der Bewusstlosigkeit gestanden zu haben.
Ausstattung und Regelungen für die Cockpit-Kühlung
Durch die Einstufung als Hitzefall dürfen Teams erweiterte Fahrerkühlsysteme einsetzen. Diese Systeme bestehen unter anderem aus einer Pumpe, Schläuchen und einem thermischen Speicher, wodurch gekühlte Flüssigkeit durch feuerfeste Tops oder Westen geleitet wird, die die Fahrer unter ihren Rennanzügen tragen. Das System soll helfen, die Körpertemperatur zu regulieren, wenn es im Cockpit extrem heiß wird.
Die Nutzung der speziellen Kühlweste ist für die Fahrer jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Dennoch gibt es genaue Vorgaben, um Chancengleichheit zu wahren. Gemäß Artikel B1.5.10 der Sportlichen Reglements gilt: Entscheidet sich ein Fahrer gegen das Tragen der persönlichen Ausrüstung wie der Kühlweste, müssen alle anderen Kernkomponenten des Kühlsystems dennoch fest im Auto verbaut werden. Zudem muss das Auto in diesem Fall mit Zusatzgewicht in Form von Ballast im Cockpit ausgestattet werden, um den Gewichtsunterschied auszugleichen. Je nach genauer Reglementierung variieren die Angaben im Detail zwischen 0,5 kg und 5 kg, um zu verhindern, dass der Verzicht auf das Zusatzgewicht einen unfairen Vorteil verschafft.
Einordnung in die laufende Formel-1-Saison
Der Große Preis von Italien ist nach früheren Rennen wie in Singapur und den USA im Jahr 2025 sowie dem Großen Preis von Österreich im Jahr 2026 das vierte Formel-1-Rennen, das offiziell als Hitzefall deklariert wurde. Neben den technischen Anpassungen an den Autos verschärft die FIA an diesem Wochenende auch die medizinische Überwachung mit verbindlichen Untersuchungen nach den Einheiten und bereitgestellten Kühlungsbereichen.

Sportlich geht das Rennen auf dem Autodromo Nazionale Monza in eine spannende Phase. In der Weltmeisterschaft führt Mercedes-Pilot Kimi Antonelli das Feld an, während enge Verfolger wie George Russell, Lewis Hamilton, Lando Norris und Charles Leclerc im Titelkampf dicht dahinter liegen.
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