Ketel Marte kehrte am Montag nach einer mysteriösen Abwesenheit zu den Arizona Diamondbacks zurück, sorgte jedoch im Spiel gegen die Philadelphia Phillies und mit einer auffälligen Aufschrift auf seiner Mütze für neue Fragen und Diskussionen über sein Verhältnis zu Fans und Team.
Die Rückkehr des Star-Zweiten Basemans zu den Arizona Diamondbacks verlief alles andere als gewöhnlich.
Das umstrittene Comeback und die Entschuldigung vor dem Team
Der Vorfall, der das Team und die Fans tagelang beschäftigte, begann mit einem unerklärlichen Fehlen am 17. August bei einem Auswärtsspiel gegen die Boston Red Sox. Zunächst auf die Restricted List und später wegen leichter Kniebeschwerden auf die Injured List gesetzt, äußerte sich Marte vor dem Spiel am Montag erstmals vor Medienvertretern. Dabei schilderte er die Umstände seines Fernbleibens.
Ketel Marte, Arizona Diamondbacks, erklärte, es sei ein Moment der Frustration gewesen. Er sei der Typ Mensch, der nicht gerne über Dinge spreche, wenn in seinem Leben etwas los sei. An jenem Morgen sei er aufgewacht, sein Körper habe geschmerzt und er habe nicht reagieren können.
Zudem kündigte er an, sich der Verantwortung zu stellen. Er erklärte, er wolle wie ein Mann vor seinen Mitspielern stehen und um Vergebung bitten. Laut Angaben von Manager Torey Lovullo verlief dieses interne Treffen kurz und prägnant. Marte selbst zeigte sich erleichtert über die Reaktion seiner Mitspieler: Er äußerte nach der Partie dankbar, dass sie seine Entschuldigung angenommen hatten.
Die neonfarbene Mütze mit der mysteriösen Botschaft
Für neuen Gesprächsstoff sorgte jedoch ein Accessoire abseits des Spielfelds. Bei einer Pressekonferenz trug Marte eine auffällige, neongrüne beziehungsweise highlighter-gelbe Mütze mit dem eingestickten Satz, dass die Brücken, die er niederbrennt, ihm den Weg leuchten mögen. Das Zitat, das historisch aus der Fernsehserie Beverly Hills, 90210 stammt, zog umgehend Kritik und Spekulationen in den sozialen Medien nach sich. Unter anderem wertete der Beobachter Dan Clark den Auftritt auf X als gezielt provokant.

Auf die Kopfbedeckung angesprochen, gab sich der Spieler unwissend. Er erklärte den Reportern, er habe schlicht nicht gewusst, was auf der Mütze stand und sie einfach aufgesetzt. Manager Torey Lovullo versuchte indessen, der Situation eine positive Wendung zu geben.
Torey Lovullo, Manager der Arizona Diamondbacks, sagte, er wolle diese ganze Ketel-Sache so schnell wie möglich hinter sich lassen. Er ist der Ansicht, wenn man diese Worte zerlegt, übernehme er vielleicht ein Stück weit Verantwortung; er habe das Gefühl, einige Dinge getan zu haben, und wolle besser werden.
Sportliche Rückkehr und anhaltender Wild-Card-Kampf
Die Reaktionen der Anhänger im Stadion waren geteilt. Bei seinem ersten Auftritt am Schlagmal im zweiten Inning schlug ihm von Teilen des Publikums laut starker Unmut entgegen. Marte räumte ein, dass ihn die anhaltenden Pfiffe überraschten. Gleichzeitig stellte er klar, dass er eine in der Pressekonferenz getroffene Aussage bezüglich der Anhänger nicht korrekt transportiert sah, da er die verwendete Sprache nicht vollständig verstanden habe. Er betonte, er werde die Fans niemals aufhören zu lieben.

Sportlich verlief die Woche für die Diamondbacks verlustreich. Nach einer knappen 2:1-Niederlage zum Auftakt folgte am Dienstag ein weiteres 7:1 gegen die Phillies aus Philadelphia. Durch diese Resultate und die gleichzeitig erfolgreichen San Diego Padres rutschte Arizona in der Tabelle auf eine Bilanz von 73-67 ab und liegt damit einen halben Tabellenplatz hinter den Padres im Rennen um die letzte National League Wild Card. Marte, der in der laufenden Spielzeit auf einen Schlagdurchschnitt von .249, 21 Homeruns und 67 RBI kommt, blickt dennoch zuversichtlich auf den restlichen Monat.
Torey Lovullo, Manager der Arizona Diamondbacks, betonte, es sei September, die beste Zeit des Jahres, und sie befänden sich in diesem Rennen. Er wisse, dass sich die Platzierung ein wenig verändert habe, aber das werde passieren und sich den gesamten Monat über so fortsetzen.