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Technik und Wissenschaft

Chinesische Akademie der Wissenschaften testet Laserkommunikation zum Mond

August 2026 eine Downlink-Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde und lag damit deutlich hinter den Werten, die die NASA bereits 2013 erzielte.

Chinesische Akademie der Wissenschaften meldet Datenautobahn zum Mond

Forscher des Center for Engineering and Technology for Space Applications haben nach Angaben der Chinesischen Akademie der Wissenschaften eine experimentelle bidirektionale Laserverbindung über eine Distanz von mehr als 400.000 Kilometern erfolgreich getestet. August 2026 Bodenanlagen mit dem Satelliten DRO-A in einer weitläufigen, retrograden Umlaufbahn um den Mond. An dem strategischen Programm der Akademie waren unter anderem das Zhejiang Lab sowie das Zentrum in Zusammenarbeit mit der Forschungseinrichtung beteiligt.

Auf der Erde kamen für die Infrastruktur das Yunnan-Observatorium sowie das Institut für Mikrosysteme und Informationstechnik in Shanghai zum Einsatz. Nach mehr als einjähriger Erprobung im Orbit bestätigten die Wissenschaftler, dass die optische Raumfahrtkommunikation erfolgreich von erdnahen Umlaufbahnen in den cislunaren Raum übertragen wurde. Im Vergleich zu herkömmlichen Funk- und Mikrowellensignalen bietet die Lasertechnik erhebliche Vorteile bei Bandbreite, Richtgenauigkeit und Gerätesicherheit.

Technische Hürden und präzise Ausrichtung über 400.000 Kilometer

Die Übertragung von Daten über interplanetare Distanzen erfordert extreme Präzision. Yang Lei, der Leiter des Forschungsteams für Weltraumlaserkommunikation, verglich die Aufgabe in einem Bericht von CGTN mit dem Versuch, eine Nadel aus einer Entfernung von tausend Meilen zu fädeln. Selbst kleinste Bewegungen des Satelliten, atmosphärische Verzerrungen oder Temperaturänderungen am Teleskop können den Laserstrahl kilometerweit vom Ziel ablenken.

Chinesische Akademie der Wissenschaften testet Laserkommunikation zum Mond
Photo: CPG Click Oil and Gas

Um diese Störungen auszugleichen, entwickelte das Team ein Echtzeit-Nachführsystem. Dieses berechnet kontinuierlich Umlaufbahnen, Gerätefehler, die Lichtlaufzeit und die atmosphärische Brechung im Voraus. Da der Laserstrahl das Ziel exakt an dem Punkt treffen muss, an dem sich der Satellit nach Eintreffen des Lichts befinden wird, ist ein präzises Antizipieren der Flugbahn zwingend erforderlich. Zudem schwächelt das Signal auf dem langen Weg so stark, dass Bodenempfänger oft nur noch einzelne Photonen auffangen.

Um das Hintergrundrauschen aus Mondlicht, Sternen und städtischer Lichtverschmutzung herauszufiltern, setzte das Team auf hochempfindliche supraleitende Ein-Photonen-Detektoren sowie auf spezielle, rauschresistente Codierungsverfahren.

Übertragungsraten im direkten Vergleich mit der NASA

Bei den im August 2026 veröffentlichten Tests erreichte die chinesische Mission eine Downlink-Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde von der Mondumlaufbahn zur Erde sowie eine Uplink-Geschwindigkeit von 1,25 Megabit pro Sekunde in umgekehrter Richtung. Mit der Downlink-Rate von 100 Mbps lässt sich beispielsweise ein 8K-Bild der Mondoberfläche in etwa zwölf Sekunden übertragen. Eine vergleichbare Übertragung über klassische Mikrowellenverbindungen bei 5 Mbps würde nach Angaben von UA.News rund vier bis fünf Minuten beanspruchen.

Chinesische Akademie der Wissenschaften testet Laserkommunikation zum Mond
Photo: SCMP

Dennoch fallen die chinesischen Datenraten im historischen Vergleich bemerkenswert aus. Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde hatte im Jahr 2013 mit ihrer Mission Lunar Laser Communication Demonstration (LLCD) eine Downlink-Rate von 622 Mbps und eine fehlerfreie Uplink-Rate von 20 Mbps erzielt. Die US-Werte waren bei Downloads damit rund sechsmal und bei Uploads rund sechzehn Mal so hoch wie die aktuellen chinesischen Ergebnisse.

Es klingt, als habe China noch nicht die Datenraten erreicht, die die USA erzielen können. Jonathan McDowell, Londoner Weltraumhistoriker und ehemaliger Harvard-Astronom, via South China Morning Post

Perspektiven für künftige bemannte Mondmissionen

Trotz der Leistungsunterschiede zur älteren US-Technik bewerten Experten die optische Kommunikation als unverzichtbaren Baustein für die Zukunft der Raumfahrt. Da China und internationale Partner planen, bis zu den 2030er Jahren eine permanente Forschungsbasis am Südpol des Mondes zu errichten, stoßen herkömmliche Funksysteme an Kapazitätsgrenzen. Hochauflösende Kartierungen, wissenschaftliche Daten und Live-Videostreams in hoher Auflösung erfordern leistungsstarke Datenverbindungen.

China Achieves First-Ever Two-Way High-Speed Laser Communication Across the Moon-Earth Distance

Während die NASA den Grundstein für die optische Raumfahrtkommunikation legte, markiert der Test der Chinesischen Akademie der Wissenschaften einen wichtigen Meilenstein für die cislunare Infrastruktur des Landes.

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Clara Vogt

Über den Autor

Clara Vogt verantwortet das Ressort Technik und Wissenschaft. Sie schreibt ueber KI, Digitalisierung, Forschung und Innovation und uebersetzt komplexe Entwicklungen in klaren, belastbaren Journalismus.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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