US-Streitkräfte haben nach Angaben des Regionalkommandos Centcom Luftangriffe im Iran gestartet. Vorausgegangen waren Angriffe der iranischen Revolutionsgarden auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Nach iranischen Berichten traf ein Angriff eine Hochzeitsgesellschaft in Sirik, was zu Opfern führte und eine Welle regionaler Gegenangriffe auslöste.
US-Militärschläge in Sirik und Reaktionen der Revolutionsgarden
Amerikanische Verbände haben am Dienstag ihre Angriffe gegen Ziele im Iran wieder aufgenommen, wie das US-Zentralkommando Centcom mitteilte. Die Operationen folgten nach Angaben des US-Militärs auf recent attempted attacks
der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gegen Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Zuvor hatte es bereits Anfang der Woche Angriffe auf zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak gegeben.
Die iranischen Angriffe auf die Handelsschifffahrt im sensiblen Nadelöhr des Golfs führten zu einer raschten Eskalation. Laut Centcom begannen die US-Streitkräfte um 12:00 Uhr Eastern Time beziehungsweise 16:00 Uhr GMT mit den Luftschlägen gegen IRGC-Ziele und schlossen diese am frühen Mittwochmorgen ab. Das US-Zentralkommando bestätigte den Abschluss der Operationen im Tagesverlauf.
Todesopfer bei Hochzeitsfeier und Berichte über zivile Verluste
In der südiranischen Stadt Sirik forderte ein US-Angriff nach Angaben des Iran schwere zivile Verluste. Der iranische Rote Halbmond berichtete, dass bei dem Angriff vier Menschen, darunter ein kleines Kind, getötet und mehr als 50 Personen verletzt wurden, als Trümmerteile ein Wohnhaus trafen, in dem eine Hochzeitsfeier stattfand.

US-Marinekapitän Tim Hawkins, der als Sprecher für Centcom auftrat, erklärte gegenüber der BBC, man sei sich der Berichte aus iranischen Staatsmedien über den Vorfall in Sirik bewusst. Dabei betonte der Sprecher:
„The US military never targets civilians, unlike the IRGC.“
Captain Tim Hawkins, Sprecher für Centcom, via BBC
Neben Sirik meldeten iranische Staatsmedien auch Explosionen und Projektileinschläge in den Regionen Chabahar und Konarak sowie an einem Flughafen in Jiroft. Auch von Qeshm und Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.
Ballistische Raketen auf US-Stützpunkte in Jordanien und Nahost-Eskalation
Als Vergeltung für die Luftangriffe reagierte der Iran mit einer Welle ballistischer Raketen auf US-Militärbasen in Jordanien und im Irak. Nach Angaben lokaler Staatsmedien und der jordanischen Streitkräfte richteten sich die Angriffe zudem gegen Ziele in Kuwait und Bahrain. Die IRGC ließen verlauten, die Vereinigten Staaten würden die Schläge regret
.

Bis zum frühen Mittwochmorgen feuerte der Iran ein Sperrfeuer ballistischer Raketen auf einen US-Marinehafen in der jordanischen Hafenstadt Aqaba ab. Die jordanischen Streitkräfte erklärten dazu, sie hätten 13 ballistische Raketen abgefangen, von denen 10 zerstört wurden, während drei in unbewohnten Gebieten einschlugen. Durch die iranischen Angriffe kam es in Jordanien nach offiziellen Angaben zu keinen Todesfällen oder Verletzten. Das jordanische Nationale Sicherheitszentrum warnte die Bevölkerung in den Gouvernements Aqaba und Mafraq vor herabfallenden Trümmern, hob die Warnung jedoch später wieder auf.
Parallel dazu teilte die kuwaitische Armee mit, dass ihre Luftabwehr am frühen Mittwochmorgen auf iranische Raketenangriffe reagierte. Aus Bahrain meldeten iranische Staatsmedien ebenfalls mehrere Explosionen in Folge iranischer Angriffe.
Drohungen aus Washington und offene Fragen zur regionalen Stabilität
Donald Trump hatte im Zuge der Bekanntgabe der US-Angriffe am Dienstagnachmittag gewarnt, dass der Iran bei weiteren Vergeltungsschlägen mit Angriffen auf a much harder and higher level
rechnen müsse.
Während die regionalen Luftabwehrsysteme in Jordanien und Kuwait im Einsatz waren, bleibt unklar, wie sich die diplomatische und militärische Lage in der Region in den kommenden Tagen weiterentwickeln wird. Die jordanischen und kuwaitischen Behörden behalten die Sicherheitslage angesichts der anhaltenden Raketenaktivitäten in ständiger Bereitschaft.
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