US-Heeresminister Dan Driscoll hat am Montag seinen Rücktrücktritt bei Präsident Donald Trump eingereicht. Der Schritt folgt auf monatelange Spannungen mit Verteidigungsminister Pete Hegseth, insbesondere bezüglich der Armeetransformation und der Absetzung ranghoher Generäle. Das Weiße Haus lobte unterdessen Driscolls bisherige Amtszeit.
Der Rücktritt des Heeresministers verschärft die personelle Krise im US-Verteidigungsministerium weiter. Wie das Weiße Haus am Montag bestätigte, hat Dan Driscoll seinen Rücktritt eingereicht, nachdem es zuvor zu wiederholten Reibereien mit Verteidigungsminister Pete Hegseth gekommen war. Driscoll hatte das Amt im Februar 2025 nach einer Senatsbestätigung angetreten und galt als enger Vertrauter von Vizepräsident JD Vance.
Streit um Armeetransformation und die Entlassung von Generälen
Hintergrund des Abschieds sind tiefe Differenzen über die strategische Ausrichtung der Streitkräfte. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person erklärte gegenüber NBC News, dass Driscoll Bedenken äußerte bezüglich der von Verteidigungsminister Hegseth blockierten Bemühungen zur Heeresreform und Modernisierung. Konkret warf Driscoll der Führung dem Vernehmen nach vor, die für diese Transformation verantwortlichen Generäle entlassen zu haben.
Die Spannungen hatten sich im Zuge massiver Personalskandale und Entlassungen im Pentagon verschärft. So hatte Hegseth unter anderem den Stabschef des Heeres, General Randy George, im April unerwartet abberufen. Driscoll, der ein enger Verbündeter von George war, hatte dessen erzwungenen Abgang öffentlich bedauert und im April vor dem Bewilligungsausschuss des Repräsentantenhauses erklärt, er sei unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht mit seiner Familie zum Haus des Generals gefahren.
Dan Driscoll, US-Heeresminister, erklärte vor dem Bewilligungsausschuss des Repräsentantenhauses, das System sei so konzipiert, dass die gewählten Führungspersönlichkeiten die von ihnen gewünschten Anführer aussuchen und man diese Befehle ausführe.
Driscoll fügte damals hinzu, General George sei ein außergewöhnlicher, transformatorischer Führer gewesen. Gleichzeitig betonte er jedoch mit Blick auf die zivile Führung, das System sei so konzipiert, dass diese die von ihnen gewünschten Anführer aussuchen und man diese Befehle ausführe.
Reaktionen des Weißen Hauses und offene Vakanzen
Das Weiße Haus würdigte Driscolls Arbeit trotz der internen Konflikte in einer offiziellen Stellungnahme. Anna Kelly erklärte als Sprecherin des Weißen Hauses, Secretary Driscoll sei äußerst effektiv gewesen bei der Durchsetzung der Agenda von Präsident Trump im Heeresministerium, insbesondere bei der Stärkung von Einsatzbereitschaft und Tödlichkeit sowie bei Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.
Mit dem Abgang Driscolls steht das Heer vor einer Phase ohne vom Senat bestätigte Führung an der Spitze. Neben dem früheren Stabschef Randy George hatten in den vergangenen Monaten weitere hochrangige Militärs wie der Kommandeur der US-Kräfte in Europa und Afrika, General Christopher Donahue, ihre Posten geräumt.
Wirtschaftlicher Kurs und unkonventionelle Sonderaufgaben
Während seiner Amtszeit versuchte der 38-jährige Risikokapitalgeber, die Truppe nach unternehmerischen Maßstäben zu reformieren. Er trieb unter anderem Initiativen voran, um billigere Drohnensysteme und Abwehrmaßnahmen schneller durch bürokratische Hürden zu bringen.

Ob das Weiße Haus das Rücktrittsgesuch formal annehmen wird, blieb zunächst offen; ein ranghoher US-Regierungsbeamter teilte Fox News mit, das Rücktrittsgesuch sei eingereicht, aber noch nicht offiziell angenommen worden. Es wird jedoch erwartet, dass Driscoll das Pentagon in den kommenden Tagen verlässt.
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