Nach der schweren Muskelverletzung von Leistungsträger Jens Stage plant der SV Werder Bremen eine hektische Schlussphase auf dem Transfermarkt. Sportchef Clemens Fritz kündigte an, trotz finanzieller Einschränkungen ins Risiko zu gehen. Zudem stehen Abgänge wie Samuel Mbangula unmittelbar bevor.
Schwerer Ausfall von Jens Stage zwingt Werder Bremen zum Handeln
Der SV Werder Bremen muss kurz vor dem Ende der Sommer-Transferperiode personell nachlegen. Grund dafür ist eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel, die Jens Stage am Samstag im Training der Grün-Weißen erlitten hat. Der dänische Mittelfeldspieler wird den Grün-Weißen nach Angaben des Vereins in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.
Der Ausfall trifft die Mannschaft hart. Der 29-Jährige war in den vergangenen zwei Bundesliga-Spielzeiten mit jeweils zehn Treffern Werders bester Torschütze. „Fakt ist, dass er uns in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen wird“, bestätigte Sportchef Clemens Fritz in einer Medienrunde nach der 1:4-Auftaktniederlage in Freiburg. Nach dem enttäuschenden Spiel steht der Verein vor großen personellen Herausforderungen, während Trainer Daniel Thioune bei der Pressekonferenz in Freiburg Erwartungen bremste. „Eins zu eins können wir Jens definitiv nicht ersetzen. Er ist schon sehr lange bei uns, hat unsere Spielidee komplett verinnerlicht und kennt die Mannschaft genau, erklärte Fritz.
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Youri Regeer und Moussa Ndiaye als neue Optionen an der Weser
Um die Lücken im Kader zu schließen, arbeiten die Verantwortlichen an mehreren Verpflichtungen. Für die defensive Rolle im Mittelfeldzentrum soll Youri Regeer von Ajax Amsterdam ausgeliehen werden. Der 23-jährige Niederländer kann zudem auch die rechte Abwehrseite abdecken.

Trainer Daniel Thioune erklärte bei der Pressekonferenz in Freiburg trotzdem, dass er davon ausgehe, dass Stage „nicht mit einem Potenzialspieler, sondern mit einem Qualitätsspieler“ ersetzt wird. Durch den Ausfall von Jens sei es so, dass wahrscheinlich noch ein Spieler mehr kommen müsse, um auf diese besondere Situation zu reagieren. Links soll der zuletzt an Schalke verliehene Moussa Ndiaye aus Anderlecht hinzukommen.”
Mögliche Transfers und finanzielle Risiken auf dem Transfermarkt
Nun sucht Werder aber auch noch eine Ergänzung für das offensive Mittelfeld. Ex-Leihgabe Cameron Puertas ist weiterhin ein Kandidat, Al-Qadsiahs Ablöseforderung von 10 Mio. Euro war bislang aber nicht stemmbar. Man sei bereit, „ein gewisses Risiko“ einzugehen, „weil jetzt eine besondere Situation entstanden ist, erklärte Fritz. Aufgrund der weiterhin eingeschränkten Mittel mahnte Werders Sportchef: „Wenn du zehn Euro in der Tasche hast, kannst du bei Aldi nicht 20 ausgeben.
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Zusätzlichen Spielraum könnten noch Abgänge sorgen. Nach einem durchwachsenen Jahr öffnet sich für Angreifer Mbangula die Tür für eine Rückkehr in die Serie A.
Samuel Mbangula vor schnellem Wechsel in die Serie A
Besonders bei Samuel Mbangula geht es Schlag auf Schlag. Der 22-jährige belgische Angreifer kam im vergangenen Sommer als Königstransfer von Juventus Turin zum SV Werder Bremen, wobei die ersten Auftritte verheißungsvoll waren, aber im Pokal gegen den Lüneburger SK Hansa (3:0) nach einer schwachen ersten Halbzeit zur Pause ausgewechselt wurde. In Freiburg saß Mbangula anders als beim Pokalspiel 90 Minuten auf der Bank, was eine Trainerentscheidung war. Nach Gesprächen mit Atalanta Bergamo über eine Leihe schlägt laut Transferreporter Fabrizio Romano der von Domenico Tedesco trainierte FC Bologna per festem Transfer zu, während Gianluca Di Marzio den FC Bologna ebenfalls ins Visier genommen hat.
Möglich macht das der nahende Rekordtransfer Atalantas von Bolognas Jonathan Rowe. Der Engländer ist wie Mbangula auf dem linken Flügel zu Hause und soll per Leihe mit garantierter Kaufpflicht von 35 Mio. Euro exklusive Boni wechseln, nachdem Atalanta schon Tage zuvor 40 Millionen Euro geboten hatte. Neben Mbangula verhandelt auch Julián Malatini, wobei Mbangula und Malatini am Montag das Training verpassten, während Werder offiziell bestätigte, dass das Duo Gespräche mit anderen Clubs führt.
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