Die Regierung der Vereinigten Staaten hat eine Vereinbarung mit Venezuela getroffen, die laut US-Präsident Donald Trump die Mehrheitskontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener Ölreserven sichert. Die im August 2026 bekannt gegebene Transaktion soll die amerikanischen Reserven verdoppeln und die heimischen Benzinpreise senken.
Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben des Weißen Hauses die Mehrheitskontrolle über einen der weltweit größten Ölressourcentöpfe erlangt. US-Präsident Donald Trump verkündete die Vereinbarung über 65 Milliarden Barrel Öl in Venezuela als historisches Abkommen, das zu keinen Kosten für den amerikanischen Steuerzahler erfolgen soll.
Das Abkommen und die strategische Kontrolle über venezolanische Ölfelder
Das Abkommen wurde nach wochenlangen Verhandlungen unter der Leitung von Außenminister Marco Rubio und Kriegsminister Pete Hegseth in enger Absprache mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodriguez ausgearbeitet. Laut Trump geschieht dies durch eine Partnerschaft mit Privatunternehmen, ohne dass Details über konkrete Firmen oder rechtliche Strukturen sofort offengelegt wurden.
At my direction, Secretary of State Marco Rubio, and Secretary of War Pete Hegseth, working closely with Highly Respected Interim President of Venezuela, Delcy Rodriguez, and, through a partnership with private business, have secured majority U.S.
Donald Trump, US-Präsident, via USA Today
Energy Information Administration zeigen. Aufgrund jahrelanger Unterinvestitionen und Misswirtschaft produzierte das Land zuletzt jedoch nur rund 1,25 Millionen Barrel pro Tag. Die US-Regierung setzt darauf, dass privates Know-how die marode Infrastruktur reaktivieren kann.
Wirtschaftlicher Druck und globale Energiemärkte im August 2026
Die Bekanntgabe fällt in eine Phase politischer Belastungen für die US-Regierung kurz vor den Zwischenwahlen im November. Hohe Energiekosten und der seit sechs Monaten andauernde Krieg im Iran belasten die globalen Märkte. Der Konflikt im Nahen Osten hat den Öltransport durch die Straße von Hormus stark verlangt, durch die vor den Kriegshandlungen rund 20 Prozent des weltweiten Erdöls flossen.
Zudem stehen die USA unter Druck, ihre heimischen Reserven wieder aufzufüllen. Die strategischen Erdölreserven (SPR) der Vereinigten Staaten waren Anfang August unter die Marke von 300 Millionen Barrel gefallen und damit seit Jahresbeginn um mehr als 100 Millionen Barrel gesunken. Der Durchschnittspreis für Benzin an US-Tankstellen lag zuletzt bei etwa $4,09 pro Gallone, verglichen mit 321 Dollar-Cent im Vorjahr.
Offene Fragen und Reaktionen aus der Energiebranche
Trotz der Ankündigung bleiben zahlreiche Details ungeklärt. Weder das Weiße Haus noch das Außenministerium nannten konkrete Verträge oder die Namen der beteiligten Privatunternehmen. Beobachter verweisen auf mögliche verfassungsrechtliche Hürden in Venezuela, wo der Staat traditionell die Kontrolle über den Kernsektor der Ölindustrie beansprucht.

Bereits in den Wochen nach dem Vorgehen des US-Militärs gegen den damaligen Präsidenten Nicolás Maduro im Januar 2026 hatte Washington Ölmanager zu Gesprächen ins Weiße Haus geladen. Während einige Führungskräfte grundsätzlich Interesse zeigten, äußerten andere erhebliche Skepsis. So bezeichnete ExxonMobil-Chef Darren Woods das südamerikanische Land angesichts der dortigen Bedingungen als un-investable
(uninvestierbar).
Außenminister Marco Rubio bewertete den Schritt dennoch als einen großen Gewinn für die amerikanische und venezolanische Bevölkerung, der fast 100 Milliarden Dollar an privaten Investitionen und Tausende Arbeitsplätze bringen soll.
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