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Karen Bass stoppt Strafen für illegale Straßenhändler in Los Angeles

Angesichts eines heftigen Kommunalwahlkampfs und wachsender Sorgen vor Abschiebungswellen hat die unter Druck geratene Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, am 28. August 2026 angeordnet, keine strafrechtlichen Zitierungen mehr gegen illegale Straßenhändler zu verfällen und bestehende Verfahren zu überprüfen.

Die Entscheidung der Stadtspitze in Los Angeles schlägt hohe Wellen zwischen dem Schutz von Kleinhändlern und dem Unmut etablierter Unternehmen. Während die Stadtverwaltung die Polizei angewiesen hat, keine strafrechtlichen Vorladungen mehr gegen nicht lizenzierte Verkäufer auszusprechen, sehen ansässige Ladenbesitzer darin eine Benachteiligung.

Anordnung von Karen Bass und die Aussetzung strafrechtlicher Verfolgung

Bürgermeisterin Karen Bass steht kurz vor einer harten Stichwahl im November gegen die dem Linksflügel zugerechnete Stadträtin Nithya Raman. Bass told the California Post that she ’stands firmly with street vendors‘ and wants to protect them from Donald Trump’s illegal migrant purges. Die Verwaltung bat das Los Angeles Police Department (LAPD) zudem, unrechtmäßig ausgestellte Vorladungen zurückzuziehen, damit die Betroffenen nicht mit einem Vorstrafenregister belastet werden.

Schätzungen zufolge operieren rund 50.000 Händler im gesamten Stadtgebiet, während bis September 2024 lediglich 687 aktive Genehmigungen registriert waren, davon gerade einmal 53 für den Lebensmittelbereich laut Angaben des zuständigen Bureau of Street Services.

Kritik von ansässigen Geschäften und lizenzierten Händlern

Die political Kehrtwende stößt bei stationären Betrieben und ordnungsgemäß angemeldeten Händlern auf heftige Ablehnung. Anthony D’Eugenio, der Betreiber des Imbisswagens Big Dix’s Hot Dogs und selbst Lizenzinhaber, kritisierte die Maßnahme als reines Wahlkampfmanöver in Interviews mit der New York Post.

Karen Bass stoppt Strafen für illegale Straßenhändler in Los Angeles

Anthony D’Eugenio, Besitzer von Big Dix’s Hot Dogs, erklärte gegenüber der New York Post, dass Bass sich nur anbiedere, um im Amt zu bleiben, und stellte die Frage, warum sich nur stationäre Geschäfte an strenge Überprüfungen halten müssten.

Karen Bass stoppt Strafen für illegale Straßenhändler in Los Angeles

D’Eugenio fügte hinzu, dass er jährlich 750 US-Dollar für seine Lizenz zahlt und strengen Vorschriften unterliegt, während illegale Konkurrenten direkt gegenüber ohne Kontrollen agieren und laut seinen Schilderungen höhere Preise verlangen. „Sie bestrafen hart arbeitende Menschen und belohnen Kriminelle“, fügte D’Eugenio hinzu. Larry Block, der Inhaber des 17 Jahre alten Geschäfts Block Party WeHo in West Hollywood, pflichtete dem bei und erklärte gegenüber der New York Post, dass dieser Schritt steuerzahlenden Gewerbetreibenden das Gefühl gebe, wertlos zu sein und ein rechtsfreier Raum geschaffen werde.”

Herausforderin Nithya Raman und der politische Druck

Der politische Druck auf die Amtsinhaberin wächst indes von beiden Seiten. In der Vorwahl erhielt Karen Bass laut unvollständigen Auswertungen weniger als 35 Prozent der Stimmen und landete in einer unerwartet schwachen Ausgangsposition. Ihre Konkurrentin in der anstehenden Stichwahl im November, die linke Stadträtin Nithya Raman, stellte kurz zuvor einen Gegenplan vor den sogenannten Immigrant Economic Opportunity Hub.

Los Angeles Mayor, Stung in Debate, Eases Street Vending Crackdown

Ramans Konzept sieht vor, den Zugang zu Mikrofinanzierungen für Händler zu erleichtern und spezielle Zonen auszuweisen, in denen Straßenstände und stationäre Läden konfliktfrei koexistieren können und schrittweise in den regulären Markt überführt werden. „Was wir in unserem Plan haben, ist ein Plan für Straßenverkäuferbezirke, der sicherstellen kann, dass Verkäufer und stationäre Unternehmen nicht miteinander in Konflikt geraten; dass sie tatsächlich in der Lage sind, Straßen zu teilen, sagte Raman. Ob sich die Wähler in der Millionenmetropole angesichts anhaltender Probleme bei Infrastruktur und Lebenshaltungskosten letztlich noch weiter nach links orientieren werden, entscheidet sich bei der Abstimmung im November.

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Jonas Becker

Über den Autor

Jonas Becker verantwortet das Nachrichtenressort von Germanic Nachrichten. Sein Fokus liegt auf schneller, praeziser und sauber verifizierter Berichterstattung zu Politik, Gesellschaft und aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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