Die Todesursache der gefeierten US-Schauspielerin Shelley Fabares ist bestätigt worden. Die Familie gab bekannt, dass die zweifache Emmy-Nominierte und Hauptdarstellerin aus The Donna Reed Show sowie Coach am 22. August im Alter von 82 Jahren in Los Angeles an einer Lungenentzündung verstarb.
Die aus Santa Monica stammende Künstlerin blickte auf eine jahrzehntelange Karriere im US-Fernsehen und Kino zurück. Neben ihrer schauspielerischen Arbeit erlangte sie Anfang der 1960er Jahre als Sängerin große Bekanntheit. Ihr Hit Johnny Angel
schaffte es im April 1962 an die Spitze der US Billboard Hot 100 und hielt sich dort zwei Wochen lang. Zudem trat sie an der Seite von Elvis Presley in mehreren Spielfilmen auf, darunter Girl Happy im Jahr 1965, Spinout 1966 und Clambake 1967.
Jahre des Kampfes mit schwerer Lebererkrankung
Hinter der geliebten Darstellerin lagen schwere gesundheitliche Krisen. In den 1990er Jahren erkrankte sie an Autoimmunhepatitis, einer chronischen Entzündung, bei der das eigene Immunsystem die Leberzellen angreift. Nach langer Unklarheit über die genaue Ursache ihrer Beschwerden verschlechterte sich ihr Zustand drastisch. Es kam zu einer schweren Leberdeterioration und progressivem Leberversagen, das Anfang 1999 nach einer Notaufnahme offensichtlich wurde.
Fabares stand fast zwei Jahre lang auf einer Warteliste für ein Spenderorgan, ehe sie im Herbst 2000 im Rahmen einer lebensrettenden Operation eine neue Leber erhielt.
Es hat mir vor Augen geführt, wie zerbrechlich das Leben ist, wie schnell sich alles ändern kann und welch außerordentliches Glück wir haben, am Leben zu sein, diese Chance zu haben und in meinem Fall tatsächlich eine ganz zweite Chance zu bekommen. Shelley Fabares, im Interview mit PBS Houston (2011)
Diese drastische Lebenserfahrung führte dazu, dass sie der Endlichkeit des Daseins mit weniger Furcht begegnete. Es macht die Dinge kostbarer, erklärte sie damals in dem Gespräch.
Der Triumph in der ABC-Sitcom Coach und späte TV-Rollen
Einem Millionenpublikum in den Vereinigten Staaten und international blieb Fabares vor allem durch ihre prägenden Fernsehrollen im Gedächtnis. Nach ihren Anfängen in fast 200 Episoden von The Donna Reed Show und zahlreichen Gastauftritten in Klassikern wie The Twilight Zone, Fantasy Island und One Day at a Time feierte sie ab Ende der 1980er Jahre ein großes Comeback.

In der ABC-Erfolgsserie Coach verkörperte sie die Fernsehreporterin Christine Armstrong, die an der Seite des Hauptdarstellers Craig T. Nelson agierte. Für diese Darstellung erhielt sie in den Jahren 1993 und 1994 zwei aufeinanderfolgende Emmy-Nominierungen. Später lieh sie unter anderem der Figur Martha Kent in animierten Projekten wie Superman: Brainiac Attacks ihre Stimme.
Abschied und Vermächtnis im Kreis der Familie
Die Verstorbene hinterlässt ihren Ehemann, den aus M*A*S*H bekannten Schauspieler Mike Farrell, mit dem sie seit 1984 verheiratet war, sowie ihre Stiefkinder Erin und Michael. Zuvor war sie von 1964 bis zu ihrer Scheidung im Jahr 1966 mit dem Produzenten Lou Adler verheiratet gewesen. Neben ihrer künstlerischen Laufbahn engagierte sie sich stark im Bereich der Aufklärung über Alzheimer, nachdem ihre eigene Mutter von der Krankheit betroffen war.

Sie war eine hingebungsvolle Ehefrau, eine geschätzte Stiefmutter, Tochter, Schwester, Nichte, Tante, Familienangehörige und eine treue Freundin, deren Wärme, Großzügigkeit, Humor und Anmut das Leben aller, die sie kannten, nachhaltig bereichert haben. Mike Farrell, Ehemann, via Los Angeles Times
Die Familie bat in ihrem Statement darum, die Privatsphäre in der Zeit der Trauer zu respektieren. Sie betonte, dass Fabares‘ Schaffen und die gemeinsamen Erinnerungen für all jene, die sie liebten, weiterleben werden.