Die gerichtliche Entscheidung stellt die Spielberechtigung für rund zwei Dutzend Athleten wieder her, nachdem die Southeastern Conference zuvor versucht hatte, Rückkehrer mit Profierfahrung zu sperren.
Einstweilige Verfügung in Dallas kippt SEC-Sperren für Profi-Rückkehrer
Die juristischen Auseinandersetzungen um die Spielberechtigung von College-Athleten nehmen kein Ende. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, hat ein Bundesgericht in Dallas, Texas, eine einstweilige Verfügung (Temporary Restraining Order) gegen die National Collegiate Athletic Association (NCAA), die Southeastern Conference (SEC) und SEC-Commissioner Greg Sankey erlassen. Das Gericht untersagt den Verbänden vorerst, Athleten von Spielbetrieb und Wettkämpfen in der Division I der NCAA auszuschließen.
Im Zentrum des Streits stehen Spieler, die bereits Verträge im Profibereich unterzeichnet hatten oder über den Status von Rückkehrern verfügen. Die SEC hatte kurz vor dem richterlichen Beschluss versucht, eine schärfere Gangart einzulegen und den Einsatz ehemaliger Profis innerhalb ihrer Conferences untersagt. Die gerichtliche Anordnung setzt diese Bemühungen vorerst aus und zwingt die Funktionäre zu rechtlichen Schritten vor Gericht, anstatt einseitige Verbote durchzusetzen.
Betroffene Spieler und prominente Namen im Verfahren
Darunter befinden sich bekannte Sportler wie der ehemalige Spieler der Universitäten Florida, Mississippi State und UCF, Riley Kugel, sowie der frühere Georgia-Safety JaCorey Thomas. Thomas, der im Frühjahr ein Rookie-Minicamp mit den Carolina Panthers absolvierte, plant laut Medienberichten zudem den Gang in das NCAA-Transferportal.

Greg Sankeys Affidavit und die Position der SEC
SEC-Commissioner Greg Sankey hatte seine Position kurz zuvor in einer eidesstattlichen Erklärung (Affidavit) dargelegt, die bei einem Gericht in Louisiana eingereicht wurde. Sankey wandte sich dort gegen die Rückkehr von Profisportlern in den College-Sport und führte an, dass dies der Integrität des Sports schade.
Sankey bezog sich in seinen Ausführungen unter anderem auf den Fall von RJ Luis, einem ehemaligen Spieler von St. John’s, der nach der NBA-Draft 2025 und einem Two-Way-Vertrag bei den Utah Jazz beziehungsweise Boston Celtics in dieser Saison für LSU auflaufen will. Sankey betonte, dass solche Rückkehrer das System belasten und Ungleichgewichte schaffen.
Interne Anweisungen an die SEC-Mitgliedsschulen
Trotz der richterlichen Beschlüsse bemüht sich die Ligaführung um Schadensbegrenzung und geordnete Abläufe. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Associated Press bestätigte, versendete Sankey am Dienstag ein internes Memorandum an alle Mitgliedshochschulen der SEC. Darin bezeichnete er die Situation um die gerichtlichen Verfügungen als highly dynamic
.

Das Rundschreiben fordert die Compliance-Abteilungen der Universitäten auf, vorerst strikt nach den bestehenden NCAA- und SEC-Regeln zu verfahren und sich vor jeder Zusage eng mit der Ligaleitung abzustimmen. Sankey warnte die Schulen davor, die jüngsten Urteile über deren direkten Anwendungsbereich hinaus zu interpretieren.
Zudem stellte der Commissioner klar, dass bestehende interne SEC-Vorschriften, einschließlich der Bestimmungen zu ligainternen Transfers, weiterhin uneingeschränkt Gültigkeit besitzen, bis offizielle Ausnahmen gewährt oder die Regeln geändert werden.
Verwandte Artikel