Ein neues österreichisches Frühwarnsystem kombiniert Künstliche Intelligenz und Drohnenaufnahmen, um Erd- und Bodenbrände rechtzeitig aufzuspüren. Entwickelt von der JKU Linz und den Feuerwehren, soll die Technologie Brände in stark gefährdeten Regionen erkennen, bevor sich ein offenes Feuer ausbreitet, und nach Löscharbeiten Glutnester aufspüren.
Europäische Dimension und lokale Krisenherde
Waldbrände stellen Einsatzkräfte europaweit vor enorme Herausforderungen. Während in Ländern wie Kroatien, Frankreich, Griechenland und Spanien verheerende Brände wüten, verzeichnen auch österreichische Regionen zunehmend kritische Vorfälle. Betroffen waren zuletzt unter anderem der Föhrenwald bei Neunkirchen, der dort gleich mehrfach in Flammen stand, sowie die Untere Lobau in Wien.
Kooperation von JKU Linz und Feuerwehr
Um dieser wachsenden Bedrohung zu begegnen, haben Computergrafiker der JKU Linz gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich und der Feuerwehr St. Agatha ein neuartiges technologisches System konzipiert. Das österreichische Frühwarnsystem setzt auf eine Kombination aus modernster Künstlicher Intelligenz und präzisen Drohnenaufnahmen.
Präventive Entstehungsphase im Visier
Das System ist darauf ausgelegt, schon in der Entstehungsphase einzugreifen. Es spürt Erd- und Bodenbrände auf, lange bevor ein eigentlicher Waldbrand ausbricht. Damit erhalten die Einsatzkräfte ein wichtiges Instrument, um präventiv zu handeln und kritische Situationen frühzeitig unter Kontrolle zu bringen.
Sicherheit nach dem Löscheinsatz
Neben der Früherkennung im Vorfeld bietet die Technologie auch nach dem eigentlichen Feuer einen entscheidenden Nutzen. Nach erfolgreichen Löscharbeiten kann das System das betroffene Gebiet kontrollieren. So wird überprüft, ob tatsächlich alle Glutnester vollständig gelöscht sind, um ein unbemerktes Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern.
Moderne Sensortechnik im internationalen Vergleich
In hochriskanten Umgebungen und bei kritischen Brandgefahren setzen auch andere spezialisierte Systeme auf moderne Sensortechnik. So kombiniert beispielsweise der Fire Rover Infrarotkameras, Thermosensoren, Rauchanalysen und menschliche Verifizierung, um Risiken in Echtzeit zu erkennen und Schutz auf einem Niveau zu bieten, das herkömmliche Alarmanlagen nicht erreichen.

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