Crystal Hefner hat in einem Podcast-Gespräch erklärt, dass sie sich während ihrer Ehe mit dem verstorbenen Playboy-Gründer Hugh Hefner absolut gehirngewaschen fühlte. Die 40-Jährige schilderte strenge Regeln wie eine strikte Ausgangssperre um 18 Uhr in der Playboy Mansion in Los Angeles.
Strenge Regeln und tägliche Kontrolle in der Playboy Mansion
Jahre nach dem Tod von Hugh Hefner im September 2017 gibt Crystal Hefner weitere Einblicke in das Leben hinter den Toren der bekannten Villa in Holmby Hills. Während eines Auftritts in dem Podcast „No One Asked Her, der von Billy Ray Cyrus’ ex-Frau Firerose moderiert wird, sprach sie über die rigiden Verhaltensregeln, denen sie im Alltag folgen musste. Die damals junge Ehefrau stand laut ihren Schilderungen unter ständiger Beobachtung von rund 70 Angestellten des Anwesens.


Ein zentraler Bestandteil dieser Kontrolle war eine strikte Ausgangssperre. Filmabend war um 18 Uhr, womit der Medienmogul sicherstellte, dass seine Partnerin rechtzeitig im Haus war. Was äußerlich wie ein gemeinsames Abendprogramm wirkte, entpuppte sich rückblickend als durchdachte Maßnahme zur Einschränkung ihrer persönlichen Freiheiten. Die 40-Jährige berichtete zudem, dass sie nach ihrem endgültigen Auszug nach dem Tod des Verlagsgründers zunächst nicht einmal wusste, wie man die Scheinwerfer eines Autos einschaltet, weil sie das Anwesen jahrelang niemals nach Einbruch der Dunkelheit verlassen durfte. Ms. Hefner, die von Fox News zitiert wurde, sprach in diesem Zusammenhang von Jahren der „coercive control, die sie in eine Isolation von ihrer eigenen Familie geführt hätten.
Einfluss auf das persönliche Äußere und strikte Vorgaben
Die Kontrolle erstreckte sich laut den Berichten auch auf das äußere Erscheinungsbild der Ehefrau. Der Playboy-Gründer legte genaue Details fest, wie seine Partnerin auszusehen hatte. So beinhalteten die Regeln strikte Beauty-Standards wie das Verbot von French manicures. Auch ihre Haarfarbe wurde penibel überwacht; sobald der natürliche Ansatz sichtbar wurde, musste sie diesen umgehend nachbleichen.

In ihrer am 23. Januar 2024 veröffentlichten Biografie „Only Say Good Things: Surviving Playboy and Finding Myself“ beschrieb Crystal Hefner ihre Erlebnisse ausführlich. Die jetzt 37- beziehungsweise 40-jährige Unternehmerin und Aktivistin erinnerte sich an eine Rolle als „caregiver“ für einen Mann, der mehr als 60 Jahre älter war, und gestand ein, dass sie nicht in ihn „in love“ war. Sie erklärte, dass sie während ihrer Zeit auf dem Anwesen stark unter Druck stand, sich den Erwartungen des Verlagsleiters anzupassen, der ihr einst mit auf den Weg gab: „I want you to continue my legacy going forward…and I want to remind you to only say good things about me.“ Die Verbindung war nach einer fünfjährigen Dating-Phase und der Ehe im September 2017 durch den Tod des 91-Jährigen beendet worden – genau einen Monat vor dem Start der #MeToo-Bewegung, zu der sie anmerkte: „You can’t fault his timing… He dipped out right on time. Hef’s lifespan of 91 years, it ended on the cusp of #MeToo. Coincidence? I think not.””””
Ich glaube, ich war absolut gehirngewaschen, aber es gab nichts da draußen, das mich validierte. Crystal Hefner, im Podcast „No One Asked Her“, via Fox News”
Zwischen Isolation und dem späten Blick auf die Jahre im Anwesen
Die Berichte über den Zustand der berühmten Villa in Los Angeles zeichnen ein Bild, das fernab der glamourösen Partys liegt, die das Magazin weltbekannt machten. So schilderte Crystal Hefner das Leben als „grossund beschrieb es als eine Zeit des ständigen Weinens und des Gefühls, verloren zu sein. Die Umstände führten dazu, dass sie den Alltag als ständige emotionale Belastung empfand.
Dennoch äußerte sich die Witwe in der Vergangenheit auch über die Komplexität der Beziehung. Die nun geäußerten Details über Zwang und Isolation werfen ein weiteres Schlaglicht auf die internen Strukturen hinter der Fassade des Medienkonzerns, während frühere Playmates wie Holly Madison in den vergangenen Jahren in Dokumentationen wie „Secrets of Playboy“ vergleichbare Erfahrungen schilderten. Madison hatte dort von einem „Stockholm-Syndrom“ gesprochen und erklärt, sich wie Hefners Gefangene gefühlt zu haben, bevor sie sich 2008 von ihm trennte, um später in Fernsehsendungen, mit eigenen Realityshows, Biografien sowie dem Podcast „Girls Next Levelmit Bridget Marquardt an die Öffentlichkeit zu treten.
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