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Unternehmen

Lufthansa und Vereinigung Cockpit einigen sich auf Schlichtungsverfahren

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Lufthansa Group haben sich am 11. August 2026 auf ein umfassendes Schlichtungsverfahren geeinigt, um offene Tariffragen zu klären. Die Einigung betrifft die Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo, Lufthansa Cityline und Eurowings und soll weitere Pilotenstreiks vorerst verhindern.

Passagiere der Lufthansa können vorerst aufatmen. In einem Rundschreiben an ihre Mitglieder gab die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bekannt, dass man sich mit dem Unternehmen auf ein umfassendes Schlichtungsverfahren geeinigt hat. Damit sind neue Streikaufrufe der Piloten vorerst vom Tisch.

Lufthansa bestätigte eine grundsätzliche Einigung mit der VC. Aufgrund einer vereinbarten Vertraulichkeit lehnte das Unternehmen jedoch detaillierte Angaben zum Inhalt der Vereinbarung ab. Die Verhandlungen werden laut VC zusätzlich von einer Mediation begleitet und enthalten definierte Ausstiegsmöglichkeiten für beide Seiten.

Tariffragen und die Strategie der Lufthansa Group

Offiziell dreht sich der Konflikt um Fragen der Gehaltsgestaltung und der Altersversorgung. Doch hinter den Forderungen steht ein tieferer strategischer Konflikt.

Diese Verschiebung führte bereits im April zu drastischen Maßnahmen: Die Regionalgesellschaft Cityline wurde mit rund 1.300 Beschäftigten von einem Tag auf den anderen stillgelegt. Die Folgen waren massiv, da etwa 20.000 Flüge für den Sommer gestrichen wurden. Ein Teil dieser Verbindungen wurde auf die neue Gesellschaft Lufthansa City Airlines übertragen.

Die Kosten des Arbeitskampfs: 150 Millionen Euro

Der Weg in die Schlichtung folgt einer Phase erheblicher Instabilität. Die VC hat ihre Mitglieder im laufenden Jahr bereits an sieben Tagen zum Streik aufgerufen. Besonders kostspielig war der Zeitpunkt einiger Ausfälle: Hunderte Flüge fielen sogar während des Festakts zum 100. Jahrestag der Gründung der ersten Lufthansa aus.

Lufthansa und Vereinigung Cockpit einigen sich auf Schlichtungsverfahren
Photo: finanzen.at

Das Unternehmen beziffert die Kosten des Arbeitskampfs auf rund 150 Millionen Euro. Dieser finanzielle Druck erhöht die Dringlichkeit einer dauerhaften Lösung, zumal nicht nur die Piloten, sondern auch die Kabinengewerkschaft Ufo im April gestreikt hatten, wobei dort zuletzt von Gesprächen berichtet wurde.

Betroffene Flugbetriebe und Verfahrensdetails

Die Einigung ist breit gefächert und deckt nahezu alle Kernbereiche der Flugoperationen ab.

Lufthansa und Vereinigung Cockpit einigen sich auf Schlichtungsverfahren
Photo: finanznachrichten.de
  • Lufthansa (Passagierverkehr)
  • Lufthansa Cargo
  • Lufthansa Cityline
  • Eurowings

Die Kombination aus einem strukturierten Schlichtungsverfahren und einer begleitenden Mediation soll helfen, die bestehenden Tarifkonflikte systematisch zu bearbeiten. Während die Details vertraulich bleiben, markiert dieser Schritt das Ende einer Eskalationsphase, die durch die Stilllegung der Cityline und massive Flugstreichungen im Frühjahr geprägt war.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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