Der Rookie-Offensive-Tackle der Pittsburgh Steelers, Max Iheanachor, bleibt aufgrund einer Nacken- und Schulterverletzung weiterhin vom Training ausgenommen. Laut Trainer Mike McCarthy gibt es derzeit keinen Zeitplan für seine Rückkehr, was seine Teilnahme am ersten Preseason-Spiel am Donnerstag gegen die Green Bay Packers unwahrscheinlich macht.
Die Situation rund um den First-Round-Pick aus Arizona State verschärft sich für die Steelers. Während Mike McCarthy letzte Woche noch eine Rückkehr für Montag in Aussicht gestellt hatte, blieb Iheanachor am Montag zwar präsent, nahm aber nicht aktiv am Training teil, berichtet die Post Gazette. Dass der Spieler zwar in Spielkleidung erschien, aber nicht trainierte, wird als positives Zeichen gewertet, doch die ausbleibende Freigabe lässt Fragen zur Schwere der Verletzung aufkommen.
Dies könnte entweder auf eine ernstere Verletzung hindeuten oder darauf, dass die Steelers bei ihrem hochkarätigen Neuzugang extrem vorsichtig agieren wollen.
Dylan Cook und der Kampf um die Right-Tackle-Position
Iheanachors Ausfall spielt Dylan Cook direkt in die Karten. Cook, der Ende 2025 bereits Erfahrung auf der linken Seite sammelte und nun auf die rechte Seite wechselt, gilt derzeit als der stabilere Faktor. Mike McCarthy lobte Cook als konsistent und merkte an, dass er ein nettes Camp absolviere, so die Post Gazette.

Die Zeit drängt für den Rookie. Mark Kaboly erläuterte gegenüber 93.7 The Fan, dass Iheanachor kaum Spielraum für eine langsame Anlaufphase habe. Da die Steelers in der Saison 2026 auf sofortige Resultate setzen, könne man es sich nicht leisten, einen Spieler nur zur Entwicklung aufzustellen.
Mein Problem mit Iheanachor ist: Gibt es genug Zeit? Man muss bereit sein, sobald man aus dem Bus steigt. Denn wenn man eine Woche verschwendet oder sich langsam warmspielt, kann man nicht mit ihm spielen. Man muss den Spieler nehmen, den man kennt, und das ist Dylan Cook. Mark Kaboly, Beat Writer, via yardbarker.com
Tiefe in der Offensive Line: 10 Spielere auf dem Kader?
Trotz der Sorgen um Iheanachor sieht Mike McCarthy die Tiefe seiner Offensive Line positiv. Er schließt nicht aus, insgesamt zehn Linemen im finalen 53-Mann-Kader zu behalten. Neben Iheanachor, Cook und Troy Fautanu gilt auch Broderick Jones als gesetzt, sofern keine Trades erfolgen, berichtet die Post Gazette.
Besonders Broderick Jones, der sich von einer Nackenoperation im Dezember erholt, konnte zuletzt Fortschritte machen. McCarthy betonte, dass Jones zwar noch nicht zu 100 Prozent fit sei, aber in den letzten zwei Trainingseinheiten eine deutliche Steigerung gezeigt habe. Die Flexibilität von Jones, sowohl links als auch rechts zu spielen, bleibt ein wichtiger strategischer Faktor.
Ein weiterer Rookie, der für Aufmerksamkeit sorgt, ist Gennings Dunker. Der in der dritten Runde gewählte Spieler wird derzeit als kraftvoll an der Line of Scrimmage beschrieben. Während er im Pass-Schutz noch Entwicklungsbedarf hat, sei er im Run-Blocking bereits sehr stark, so McCarthy.
Kader-Konstellation und personelle Engpässe
Die Steelers jonglieren derzeit mit verschiedenen Optionen für ihre Line-Up-Struktur. Während Center Zach Frazier als einziger wirklich verlässlicher Lineman aus dem Vorjahr hervorgeht, suchen die Coaches nach mehr Konstanz auf den Tackle-Positionen.

- Lock-Kandidaten: Max Iheanachor, Dylan Cook, Broderick Jones, Troy Fautanu, Gennings Dunker, Zach Frazier
- Wettbewerber: Mason McCormick, Spencer Anderson, Brock Hoffman, Ryan McCollum
Besonders Hoffman und McCollum bringen den Vorteil mit, sowohl als Guard als auch als Center agieren zu können, was sie bei einer Entscheidung für einen kleineren Kader wertvoll macht.
Weitere Beobachtungen aus dem Training
Neben der Line gibt es weitere Entwicklungen im Camp. Quarterback Will Howard, der im Vorjahr aufgrund einer Handverletzung die gesamte Preseason verpasste, ist laut Post Gazette extrem motiviert für sein NFL-Debüt. Howard bezeichnete die Preseason-Reps als einen der wichtigsten Messstäbe.

Weniger zufrieden ist das Coaching-Staff mit der Disziplin vor dem Snap. Mike McCarthy kritisierte die hohe Anzahl an Pre-Snap-Penalties, die selbst bei Trainingseinheiten mit Schiedsrichtern häufig vorkommen. So wurde beispielsweise Rookie-Receiver Germie Bernard am Montag wegen eines illegalen Verfahrens geflaggt.
Einige prominente Namen wie T.J. Watt, Cam Heyward, DK Metcalf und Michael Pittman Jr. fehlten beim Training. Während Pittman am Samstag verletzt wurde, erhielten die anderen Veteranen planmäßige Ruhetage, was den Reserven wie Nick Herbig und Keeanu Benton mehr Einsatzzeit mit den Startern ermöglichte.
Das Training am Montag wurde zudem durch ein Unwetter unterbrochen, wodurch die Einheit vorzeitig in die neue Indoor-Anlage verlegt werden musste.
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