Die US-Aktienmärkte gaben am Montag leicht nach, nachdem der S&P 500 am Freitag ein Allzeithoch erreicht hatte. Auslöser waren steigende Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Unsicherheiten über die Wiederöffnung der Straße von Hormus, was die Inflationssorgen der Anleger verschärfte.
Wall Street startete verhalten in die Woche. Der S&P 500 sank um 0,1 Prozent auf 7.753,11 Punkte, während der Nasdaq Composite um 0,32 Prozent auf 26.605,36 Punkte zurückging. Der Dow Jones Industrial Average verlor 60,95 Punkte, was einem Minus von 0,11 Prozent entspricht, und schloss bei 53.975,98 Punkten, so Berichte von CNBC.
Die Korrekturen folgen auf eine Phase extrem starker Gewinne. Laut AP News und BNN Bloomberg stützten insbesondere sprunghafte Gewinne großer US-Unternehmen die Kurse, wobei die Gewinne pro Aktie im Frühjahr für S&P 500-Unternehmen laut FactSet um 50 Prozent gestiegen sein sollen.
Straße von Hormus: Geopolitische Blockade treibt Ölpreise
Die Unsicherheit über die globale Rohölversorgung dominiert derzeit die Marktstimmung. Die Preise für die internationale Benchmark-Sorte Brent stiegen am Montag um 5 Prozent auf 87,72 US-Dollar pro Barrel, während US-West-Texas-Intermediate-Futures um etwa 5,1 Prozent auf 82,13 US-Dollar kletterten, wie CNBC berichtet.
Im Zentrum steht der Konflikt mit dem Iran. Zwar gibt es Berichte über eine mögliche Einigung mit dem Oman zur Wiederöffnung der Straße von Hormus, doch die diplomatischen Fortschritte sind fragil. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte laut der Tasnim News Agency, dass es keine Möglichkeit zur Wiederaufnahme von Verhandlungen gebe, solange die USA das Memorandum of Understanding vom Juni verletzen und keine Entschädigungen leisten.
Auch aus dem Weißen Haus gibt es gemischte Signale. Während Treasury Secretary Scott Bessent letzte Woche einen baldigen Deal nahelegte, sagte Präsident Donald Trump gegenüber Axios am Sonntag, die USA würden nur halbwegs verhandeln und wolle, dass der Iran wirtschaftlichen Druck spüre, so CNBC.
Intel-Aktie unter Druck durch 15-Milliarden-Dollar-Kapitalmaßnahme
Neben den geopolitischen Faktoren belasteten spezifische Unternehmensnachrichten die Technologieindizes. Intel entwickelte sich zum Hauptverlierer des Handelstages und fiel um etwa 4 bis 5 Prozent. Grund dafür ist die Ankündigung des Unternehmens, gemeine Aktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar anzubieten.
Andere Schwergewichte wie Nvidia und Apple verzeichneten ebenfalls Verluste von 2,9 Prozent bzw. 1,5 Prozent. Im Gegensatz dazu gab es signifikante Zuwächse bei kleineren Werten: MarineMax sprang um 46,1 Prozent nach der Vereinbarung, sich für etwa 1,5 Milliarden US-Dollar an ein Portfolio-Unternehmen von Blackstone zu verkaufen. Zudem stieg Varex Imaging um 48,8 Prozent, nachdem Teledyne Technologies den Kauf des X-Ray-Komponentenherstellers für 18,90 US-Dollar pro Aktie bekannt gab, berichtet AP News.
Inflationsängste und die Zinspolitik der Federal Reserve
Die steigenden Ölpreise wirken direkt auf die Inflation, was die Wall Street in Alarmbereitschaft versetzt.

Ein Rückgang der Inflation würde den Druck auf die Federal Reserve mindern, die Zinsen weiter anzuheben.
Internationale Märkte
Während die US-Märkte korrigierten, zeigten sich die europäischen Börsen verhaltener oder leicht positiv. In Asien schlossen die Indizes größtenteils höher.
Die aktuelle Marktlage bleibt jedoch volatil.
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