Chinas Behörden evakuierten über eine Million Menschen, als der Taifun Bavi am Sonntagabend in der Provinz Zhejiang eintraf. Die Sturmfront mit Windgeschwindigkeiten von 150 km/h sorgte für massive Verkehrsunterbrechungen und Ausgangsbeschränkungen in Shanghai und anderen Regionen.
Typhoon Bavi: Massenexodus und Verkehrschaos
Der Taifun Bavi, der am Sonntagabend in der chinesischen Provinz Zhejiang landete, verursachte eine massive Evakuierung von über einer Million Menschen. Laut der britischen BBC erreichte der Sturm bei seinem ersten Landeanflug in Yuhuan Windgeschwindigkeiten von 150 km/h und traf kurz darauf Wenzhou. Die chinesischen Meteorologen meldeten, dass der Taifun weiter nach innen drang und bis Mittwoch weiterhin starke Regenfälle, Hochwasser und Erdrutsche drohten.

Die Verkehrsbehörden in Shanghai ordneten die Stornierung von 1.400 Flügen an, während in der Provinz Zhejiang über 1,7 Millionen Menschen evakuiert wurden, wie die irische „Irish Times“ berichtete. In der Stadt Ningde in der Provinz Fujian wurden mehr als 3.700 Menschen aus Hochrisikogebieten verlegt. Die chinesische Nationalmétéorologische Zentrale hob die Warnstufe auf orange, die zweithöchste auf einer vierstufigen Skala, und schloss Schulen sowie Fährverbindungen.”
Am Samstagmorgen meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, dass in der Provinz Zhejiang mehr als 1,7 Millionen Menschen evakuiert wurden. In Shanghai wurden bis Samstag mittags etwa 34.000 Bewohner aus Hochrisikogebieten umgesiedelt. In der Provinz Fujian standen mehr als 17.000 Rettungskräfte bereit, wie Xinhua berichtete. Die Nationalmétéorologische Zentrale gab am Samstag auch die erste rote Warnstufe für Regenstürme des Jahres aus, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete.
Auswirkungen auf Nachbarländer
In der südlichen Philippinensiedlung Malapatan verursachte ein Erdrutsch, der durch verstärkte Monsunregen ausgelöst wurde, mindestens zehn Tote. Die philippinischen Behörden meldeten zudem 87 Verletzte in Taiwan, wobei viele durch Unfälle auf nassen Straßen verletzt wurden. In Japan wurden über 200 Flüge in den südlichen Inseln Okinawas storniert, wie der japanische öffentliche Rundfunk NHK berichtete.

Die philippinische Offizielle für Zivile Verteidigung, Bernardo Rafaelito Alejandro, erklärte, dass etwa 11.000 Bewohner in südlichen Provinzen in Notunterkünften untergebracht wurden. In Taiwan wurden über 14.200 Menschen evakuiert, darunter Bewohner aus der östlichen Provinz Hualien und der zentralen Stadt Taichung. Schulen und Bürogebäude wurden geschlossen, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Am Freitagmorgen verursachte ein Erdrutsch in der Gemeinde Calanogas in der südlichen Provinz Lanao del Sur fünf Tote, während drei andere verschwanden. Zwei Menschen ertranken in Flutwasser in der Provinz Bukidnon. Die philippinischen Behörden meldeten insgesamt 17 Tote durch Bavi, darunter zehn in Malapatan und fünf in Calanogas, wie philippinische Beamte berichteten.
Sturmverlauf und zukünftige Risiken
Der Taifun Bavi bewegte sich nach Angaben der chinesischen Nationalmétéorologischen Zentrale Richtung Zhejiang und sollte bis Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden des Montags landen. Die Behörden warnten vor schweren Regenfällen in Shandong, Henan, Hubei, Anhui, Jiangsu und Shanghai. In der Provinz Zhejiang wurden bereits mehr als 17.000 Rettungskräfte bereitgestellt, um auf Notfälle zu reagieren.
Die Evakuierungsmaßnahmen umfassten auch touristische Sehenswürdigkeiten wie Disneyland und Legoland in Shanghai, wo mehrere Aussichtsplattformen am Bund geschlossen blieben. Die chinesischen Behörden senkten den Notfallstatus am Montagmorgen auf ein tropisches Sturm-Level, nachdem sie zuvor den höchsten roten Warnstufen ausgerufen hatten.
Der Taifun traf Yuhuan in Zhejiang um 17:30 Uhr (09:30 GMT) und erreichte Wenzhou eine Stunde später, wie meteorologische Behörden meldeten. Die chinesischen Behörden hatten zuvor den höchsten roten Warnstufen für Bavi ausgerufen, der später auf ein tropisches Sturm-Level herabgestuft wurde. Die Sturmfront verursachte in Shanghai 1.400 gestrichene Flüge und verlangte nach starker Regenfälle, die bis Mittwoch anhalten sollen.
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