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Sport

Tadej Pogacar Startet Bei Vuelta a España Für Den Letzten Grand-Tour-Sieg

Wie sein Team UAE Emirates-XRG mitteilte, jagt der 27-Jährige damit dem letzten fehlenden Gesamtsieg bei den drei großen Landesrundfahrten, nachdem er bereits die Tour de France und den Giro d’Italia gewonnen hat.

Nur zwei Wochen nach seinem fünften Triumph bei der Tour de France beendet Pogacar das Rätselraten um seine Saisonplanung. Dass er am 22. August nun wirklich Richtung Spanien ausbricht, folgt laut Eurosport drei Gründen: dem Nostalgie-Faktor, dem Heim-Faktor und dem sogenannten „GOAT“-Faktor auf dem Weg, der größte Radsportler der Geschichte zu werden. Die Entscheidung für die Spanien-Rundfahrt ist eine direkte Herausforderung an die Konkurrenz, für die es laut einem Bericht von Eurosport eine schlechte Nachricht sei.

Die Jagd auf den neunten Platz der Geschichte

Mit einem Sieg bei der Vuelta würde Pogacar zum erst neunten Radprofi, der alle drei Grand-Tours mindestens einmal gewonnen hat. Diese exklusive Gruppe wurde zuletzt im Mai durch seinen Rivalen Jonas Vingegaard ergänzt, der seine Sammlung beim Giro d’Italia komplettierte. Pogacar hat die Tour de France in den Jahren 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 für sich entschieden; den Giro d’Italia gewann er bei seinem einzigen Start 2024.

Die Motivation für dieses Vorhaben ist laut dem Fahrer selbst immens. Bei der Kaderbekanntgabe seines UAE-Teams am Montag erklärte der 27-Jährige:

„Meine Motivation, das Jahr auf gute Weise abzuschließen, ist gewaltig. Die Vuelta ist dabei ein großes Ziel“

Tadej Pogacar, Radprofi

Monaco als Startpunkt und der Nostalgie-Faktor

Die Vuelta 2026 bietet Pogacar einen strategischen Heimvorteil: Das Rennen beginnt am 22. Er muss quasi nur den Aufzug hinab zum Start nehmen. Fürst Albert von Monaco hatte bereits während der Tour de France gegenüber L’Équipe angedeutet: Tadej will beim Start dabei sein.

Forget 2026 and 2027 — Here’s Why Pogacar Will Go for Vuelta in 2028

Neben der Logistik spielt die persönliche Historie eine Rolle. Die Vuelta war 2019 die erste große Rundfahrt, die Pogacar als Youngster bestritt.

„Ich freue mich sehr, dass ich zur Vuelta zurückkehre. Ich habe dort meine erste grosse Rundfahrt bestritten, es war damals ein wunderbares Erlebnis“

Tadej Pogacar, Radprofi

Strategische Kaderplanung und die Konkurrenz

Obwohl Pogacar, der zwingend den Spaß am Rennen braucht, nicht unbedingt ein Fan dieser zermürbend langen Drei-Wochen-Rundfahrten ist, ermöglicht die Aufstellung seines Teams den Start. UAE hat für die Vuelta ein gegenüber der Tour komplett ausgetauschtes Team aus frischen Tophelfern zusammengestellt, darunter Joao Almeida und Pavel Sivakov.

Die sportliche Konkurrenz wirkt derzeit geschwächt. Zwar führt die Startliste mit seinem Landsmann und Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic an, doch der Red-Bull-Profi wird demnächst 37 und wurde kürzlich von einem Auto angefahren. Angesichts dieser Umstände und der kletterlastigen Strecke wird ein in Normalform befindlicher Pogacar als sportlich nicht zu schlagen eingestuft.

Der Zeitplan nach der Spanien-Reise

Die Vuelta endet am 13. September. Trotz der enormen Belastung plant Pogacar eine dichte Serie von Top-Rennen, um seine Ambitionen auf den Status des größten Radsportlers der Geschichte zu untermauern. Neben der Vuelta fehlen ihm für dieses Ziel noch Titel wie der Olympiasieg und Paris-Roubaix.

Tadej Pogacar Startet Bei Vuelta a España Für Den Letzten Grand-Tour-Sieg
Photo: Eurosport

Sein Programm nach der Spanien-Reise sieht wie folgt aus:

  • Zwei Wochen nach der Vuelta: Verteidigung seines WM-Titels in Montréal.
  • Eine Woche danach: EM-Heimspiel in Slowenien als Titelverteidiger.
  • Sechs Tage später: Kampf um seinen sechsten Lombardia-Sieg.

Auf die bevorstehenden Herausforderungen blickt Pogacar optimistisch. Ich freue mich sehr darauf, sagte er, was Eurosport als eine Art Drohung an das restliche Peloton wertet. Dass seine Form stabil bleibt, zeigte er bereits am Wochenende, als er bei einem Schaurennen am Berg über Tausend Hobbyfahrer abhängte.

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Felix Neumann

Über den Autor

Felix Neumann leitet das Sportressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Fussball, internationale Turniere und Leistungssport und verbindet Ergebnisberichterstattung mit analytischem Hintergrund.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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