US-Präsident Donald Trump kündigte am 14. Juli 2026 in Washington den vollständigen Abzug der US-Truppen aus dem Irak bis zum 30. September an. Das Ergebnis besiegelte ein Treffen mit dem irakischen Ministerpräsident Ali al-Saidi. Damit endet eine Militärpräsenz, die in verschiedenen Intensitäten seit dem Einmarsch im Jahr 2003 bestand.
Abzug bis zum 30. September: Die Details des Zeitplans

Die Bedingung al-Saidis: Entwaffnung der Milizen

Völkerrechtliche Grundlagen und die Rolle des Parlaments
„zentrale völkerrechtliche Grundlage für die Präsenz ausländischer Truppen im Irak angesehen werden“bezeichnet.Das Gutachten stellte jedoch klar, dass ein bloßes Votum des irakischen Parlaments für einen Abzug nicht bindend sei. Für eine völkerrechtlich wirksame Beendigung der Präsenz müsse eine Erklärung der Regierung beschlossen und vom Präsidenten abgegeben werden.
Historischer Kontext: Von Saddam Hussein bis zum IS-Kampf

- 2003: Einmarsch der USA und Sturz von Saddam Hussein. Zeitweise waren über 160.000 US-Soldaten stationiert.
- 2011: Erster großer Abzug, wobei nur ein kleines Truppenkontingent zurückblieb.
- 2014: Erneute Erhöhung der Truppenstärke zur Gründung einer internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) in Irak und Syrien.
Spannungen mit dem Iran und die Soleimani-Folgen
Der Abzug erfolgt vor dem Hintergrund einer extrem angespannten Beziehung zu Teheran. Trump rechtfertigte in der Vergangenheit die gezielte Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani mit dessen Bedrohung für US-Interessen.„Soleimani hat aktiv neue Angriffe geplant und hatte sehr ernsthaft unsere Botschaften im Blick und nicht nur die Botschaft in Bagdad. Aber wir haben ihn gestoppt“ Donald Trump, US-PräsidentParallel zur Truppenbewegung im Irak bleibt die nukleare Bedrohung bestehen. Frankreich schätzte kürzlich ein, dass der Iran bei anhaltenden Verstößen gegen das Atomabkommen von 2015 innerhalb von ein bis zwei Jahren über eine Atombombe verfügen könnte. Das Ziel des Abkommens war es ursprünglich, die Zeitspanne für den Bau einer solchen Waffe von zwei bis drei Monaten auf ein Jahr auszudehnen. Der Iran hat die Grenzwerte für die Menge und den Grad der Urananreicherung bereits überschritten.Find more reporting in our Welt section.
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