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Gesundheit

Vitamin K2 (MK-7) verlangsamt Gefäßverkalkung bei Herzpatienten nachweislich

Die tägliche Dosis von 360 µg reduzierte den Anstieg des Calcium-Scores im Vergleich zu einer Placebogruppe signifikant.

Die VitaK-CAC-Studie in den Niederlanden

In der sogenannten VitaK-CAC-Studie untersuchten Forscher aus den Niederlanden, ob Vitamin K in Form des Homologs Menaquinon-7 (MK-7) die Verkalkung der Herzkranzgefäße aufhalten oder verzögern kann. Juni 2026 veröffentlicht wurden, belegen eine statistisch signifikante Verlangsamung der Kalzifikation in den Koronararterien.

Das Studiendesign umfasste 180 Patienten mit symptomatischer koronarer Herzkrankheit, deren Calcium-Score (CAC) zu Beginn zwischen 50 und 400 Agatston-Einheiten (AU) lag. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: 85 Patienten erhielten eine tägliche Dosis von 360 µg MK-7, während 82 Patienten ein Placebo erhielten.

  • Placebogruppe: Der mediane CAC-Score stieg von 145 AU auf 173 AU nach dem ersten Jahr und erreichte nach zwei Jahren 214 AU.
  • MK-7-Gruppe: Hier stiegen die Werte langsamer von 135 AU auf 150 AU im ersten Jahr und auf 184 AU nach zwei Jahren.

Die Differenz zwischen den Gruppen war mit einem P-Wert von 0,02 signifikant. Parallel dazu stiegen die Plasmaspiegel von MK-7 in der Behandlungsgruppe massiv an, von einem Medianwert von 0,50 µg/L auf 6,56 µg/L.

Liv M Vossen und die Analyse nicht-verkalkter Plaques

Der medizinische Hintergrund dieser Beobachtung liegt in der Funktion von Vitamin K als Kofaktor. Es aktiviert spezifische Proteine, die den Transport von Calcium aus den Gefäßwänden regulieren und so eine unkontrollierte Mineralisierung verhindern.

Ein zentrales Detail der Analyse betrifft die Art der Verkalkung. Die Forscher stellten fest, dass der Anstieg des CAC-Scores mit der Anzahl nicht-verkalkter Plaques korrelierte, die im Laufe der Studie teilweise verkalkten. Dies deutet darauf hin, dass MK-7 insbesondere den Prozess beeinflusst, bei dem weiche Plaques in harte, verkalkte Strukturen übergehen.

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The findings of this study suggest that supplementation with MK-7 for 2 years may slow calcification in noncalcified plaques of patients with symptomatic CAD. The clinical significance of this finding in terms of plaque stability remains to be determined.
Liv M Vossen et al.

Obwohl die Verlangsamung der Verkalkung messbar ist, bleibt die klinische Relevanz für die Stabilität der Plaques – und damit das Risiko für einen akuten Herzinfarkt oder Schlaganfall – noch Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Datenerhebung zwischen Januar 2012 und Oktober 2022

Die Studie wurde an einem Universitätskrankenhaus und einem kommunalen Krankenhaus in den Niederlanden durchgeführt. Die Datenerhebung erstreckte sich über einen langen Zeitraum von Januar 2012 bis Oktober 2022, wobei die finalen Analysen zwischen Januar 2023 und April 2024 erfolgten.

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  • Alter: Median 59 Jahre (MK-7) gegenüber 61 Jahren (Placebo).
  • Geschlecht: In beiden Gruppen waren etwa 42 % der Teilnehmer weiblich.

Besonders hervorzuheben ist, dass im Verlauf der zweijährigen Supplementierung keine signifikanten Nebenwirkungen beobachtet wurden. Dies ist ein wichtiger Punkt für die medizinische Praxis, da Vitamin K aufgrund seiner Rolle in der Blutgerinnung oft kritisch bei Patienten unter Antikoagulation betrachtet wird.

MK-7 als adjunktive Strategie bei koronarer Herzkrankheit

Bisher war bekannt, dass eine Vitamin-K-Supplementierung die vaskuläre Verkalkung bei Patienten mit Diabetes oder einer terminalen Niereninsuffizienz reduzieren kann. Die VitaK-CAC-Studie erweitert dieses Wissen nun auf Patienten mit symptomatischer koronarer Herzkrankheit (CAD).

Für die klinische Praxis bedeutet dies, dass MK-7 eine ergänzende Rolle im Management der Koronarverkalkung einnehmen könnte. Dennoch ist die Supplementierung keine Therapieersatzmaßnahme, sondern eine adjunktive Strategie.

ParameterWert / Ergebnis
SupplementMenaquinon-7 (MK-7)
Tägliche Dosis360 µg
Studiendauer2 Jahre
Primäres OutcomeEvolution des CAC-Scores (CT-Scan)
SignifikanzP = 0,02
SicherheitKeine signifikanten Nebenwirkungen

Ob die Verlangsamung der Verkalkung direkt zu einer Senkung der Mortalität oder einer Reduktion von Schlaganfällen führt, ist in den vorliegenden Daten nicht abschließend beantwortet. Die Forscher betonen, dass die Bedeutung für die Plaque-Stabilität noch bestimmt werden muss.

Hinweis: Diese Informationen dienen der Berichterstattung über wissenschaftliche Studienergebnisse. Bitte konsultieren Sie Ihren behandelnden Arzt oder Gesundheitsdienstleister, bevor Sie Supplemente einnehmen oder Ihre Medikation ändern.

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Dr. Lena Hartmann

Über den Autor

Dr. Lena Hartmann leitet das Gesundheitsressort von Germanic Nachrichten. Sie berichtet seit ueber zehn Jahren ueber Praevention, Medizinpolitik und digitale Gesundheit und legt besonderen Wert auf verstaendliche, quellenbasierte Einordnung.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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