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Trump’s Hormus-Zölle Treiben Ölpreis auf Monatshoch

Trump’s Hormus-Zölle Treiben Ölpreis auf Monatshoch

Die Ölpreise sind am Dienstag um etwa 2 Prozent gestiegen und haben damit das höchste Niveau seit vier Wochen erreicht. Dieser Anstieg folgt auf eine starke Rally am Vortag und ist auf die verschärften Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zurückzuführen, die neue Sorgen über die globalen Energievorräte auslösen.

Die Brent-Crude-Futures stiegen um 1,68 US-Dollar (2 Prozent) auf 84,98 US-Dollar pro Barrel, während die US-West Texas Intermediate (WTI)-Rohölpreise um 1,65 US-Dollar (2,1 Prozent) auf 79,79 US-Dollar kletterten. Dies sind die höchsten Werte seit dem 17. Juni, als die USA und der Iran ein Memorandum of Understanding zum Beendigung des Krieges unterzeichnet hatten.

Militärische Eskalation in der Straße von Hormus

Die Preissteigerungen erfolgten, nachdem US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der US-Blockade der iranischen Schifffahrt angekündigt hatte. Trump erklärte zudem, dass Länder, die von den Bemühungen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus profitieren, Washington entschädigen sollten.

Gleichzeitig intensivierten beide Länder ihre militärischen Aktivitäten in der Region. Laut dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate wurden am Montag zwei Tanker der VAE durch iranische Marschflugkörper in omanischen Gewäss angegriffen, wobei ein indisches Besatzungsmitglied getötet und acht weitere verletzt wurden. Das US Central Command meldete zudem die dritte Nacht in Folge von Angriffen gegen den Iran, während die iranische Nachrichtenagentur YJC von Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas und auf der Insel Kish berichtete.

Auswirkungen auf die Märkte und Prognosen

Anindya Banerjee, Leiter der Commodity and Currency Research bei Kotak Securities, sieht die Reaktion der Märkte weniger in den Angriffen selbst als vielmehr im Scheitern diplomatischer Bemühungen. Er stellt fest, dass sich die geopolitische Risikoprämie wieder aufbaut. Sollten sich die Feindseligkeiten fortsetzen, könnten die Preise auf 85 bis 90 US-Dollar pro Barrel steigen.

Iran War Oil Shock Threatens to Unleash Wave of Global Inflation

Nuvama Institutional Equities warnte vor weitreichenderen Folgen: Eine längere Sperrung der Straße von Hormus könnte die Ströme von fast 20 Millionen Barrel Rohöl pro Tag unterbrechen, was die Preise potenziell auf 110 bis 150 US-Dollar pro Barrel treiben könnte. Amin Nasser, CEO von Saudi Aramco, cautioned bereits im vergangenen Monat, dass eine dauerhafte Störung die globale Marktstabilität bis 2027 verzögern und wöchentlich fast 100 Millionen Barrel Ölversorgung beeinträchtigen könnte.

Die finanziellen Märkte reagierten ebenfalls: Die S&P 500 schloss 0,8 Prozent niedriger und der Nasdaq Composite fiel um 1,6 Prozent. Vis Nayar, Chief Investment Officer von Eastspring Investments, wies darauf hin, dass dauerhaft höhere Ölpreise das Risiko erhöhen könnten, dass die US-Notenbank den Leitzins im Laufe des Jahres anhebt.

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David Falk

Über den Autor

David Falk verantwortet das Wirtschafts- und Unternehmensressort von Germanic Nachrichten. Er berichtet ueber Maerkte, Mittelstand, Innovation und strategische Entwicklungen in deutschen und internationalen Unternehmen.

Alle Beiträge erscheinen nach redaktioneller Prüfung gemäß unseren Redaktionsrichtlinien.

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