Eine Grand Jury in New Orleans hat am 2. Juli 2026 gegen die republikanische Generalstaatsanwältin von Louisiana, Liz Murrill, Anklage erhoben. Murrill wird 16 Felonies wegen Einschüchterung und Amtsmissbrauch vorgeworfen, nachdem sie lokale Beamte in New Orleans schriftlich gewarnt hatte, sie könnten ihre Ämter verlieren, falls sie eine staatliche Justizreform sabotieren würden.
16 Anklagepunkte und eine Kautionssumme von 400.000 Dollar

sehr eindeutig und schnell erledigt. Die Anklage stützt sich primär auf die schriftliche Kommunikation Murrills, in der sie die Beamten warnte, dass ihre Handlungen „schwerwiegende Konsequenzen“ nach dem Gesetz von Louisiana nach sich ziehen könnten.
Der Streit um Calvin Duncan und die Justizreform

Reaktion aus Baton Rouge: „Känguru-Gericht“ und Begnadigungsversprechen
Die Reaktion der republikanischen Führung in Louisiana war unmittelbar und aggressiv. Gouverneur Jeff Landry bezeichnete die Anklage als politisch motiviert und versprach, Murrill so schnell wie gesetzlich möglich zu begnadigen. In einem Posting auf X griff er das Justizsystem von New Orleans frontal an.Das Strafjustizsystem in Orleans ist ein Zirkus in seiner reinsten Form, und das werden wir nicht hinnehmen!
Känguru-Gericht von Orleansgeschädigt werde. Murrill selbst hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Wie die Associated Press berichtet, reichte sie einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung beim Obersten Gerichtshof von Louisiana ein. Sie bezeichnete die Anklage als
vergeltend, haltlos und verfassungswidrig.
Ich werde nicht zurückweichen. Ich werde weiterhin das Gesetz durchsetzen, Korruption bekämpfen und die Aufgabe erfüllen, für die mich die Menschen in Louisiana gewählt haben.
Die rechtliche Einordnung: Amtspflicht oder Einschüchterung?
Der Kern des juristischen Konflikts liegt in der Definition der Tätigkeit einer Generalstaatsanwältin. Die Republican Attorneys General Association argumentiert, dass Murrill lediglich eine rechtliche Meinung abgegeben und Beamte über geltendes Recht informiert habe – beides Kernbestandteile ihrer offiziellen Pflichten. Die Anklage hingegen sieht in diesen Warnungen eine gezielte Einschüchterung, um lokale Politiker unter Druck zu setzen. Dieser Vorwurf wird von anderen Juristen im Bundesstaat geteilt. Tony Clayton, der Bezirksstaatsanwalt von West Baton Rouge, warnte laut WAFB, dass die Situation das Niveau einer Verfassungskrise erreicht habe. Clayton kritisierte, dass die Anklage gegen eine amtierende Generalstaatsanwältin allein aufgrund eines Briefes überzogen sei. Die politische Dimension ist dabei kaum zu übersehen. Während die Verteidigung von Murrill die Anklage als Versuch des „Status quo“ in New Orleans darstellt, sie an ihrer Bekämpfung von Kriminalität und Korruption zu hindern, sehen Kritiker darin die notwendige rechtliche Antwort auf den Missbrauch staatlicher Macht. In der Zwischenzeit bleibt die Lage angespannt. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Louisiana über Murrills Antrag wird darüber entscheiden, ob das Verfahren in New Orleans vorerst gestoppt wird oder ob die erste weibliche Generalstaatsanwältin des Staates tatsächlich vor ein Gericht treten muss, das sie selbst als korrupt bezeichnet.Find more reporting in our Nachrichten section.